Verkehrs-Freigabe im Zuge der Staatsstraße 2549 erfolgt am morgigen Mittwoch. Arbeiten von Gemeinde und Bahn in angrenzenden Bereichen dauern noch an.
(ty) Nach rund einem halben Jahr an Bauzeit in Wolnzach stehen die Arbeiten zum Ersatz-Neubau der Wolnzach-Brücke im Zuge der Staatsstraße 2549 vor dem erfolgreichen Abschluss. Das wurde am heutigen Dienstag vom staatlichen Bauamt in Ingolstadt gemeldet. Im Laufe des morgigen Nachmittags werde die Brücke wieder für den öffentlichen Verkehr freigegeben, kündigt die Behörde an. Damit ende die bisherige großräumige Umleitung wie geplant. Die heuer im April begonnenen Brückenbau-Arbeiten sowie die parallel durchgeführten Maßnahmen von Gemeinde und Bahn an der genannten Staatsstraße seien dann termingerecht abgeschlossen.
Die ursprüngliche Brücke stammte laut staatlichem Bauamt aus dem Jahre 1910. Sie wurde komplett abgebrochen und durch einen Ersatz-Neubau ersetzt. Das Projekt habe Ingenieure und Bauleiter vor besondere Anforderungen gestellt, erklärt die Behörde mit Blick auf Gewässer- und Hochwasser-Schutz, beengte Verhältnisse und Anrainerschutz sowie Versorgungs-Leitungen und kurze Bauzeit. Diese Baumaßnahme sei gemäß dem Länder-und-Kommunal-Infrastruktur-Finanzierungs-Gesetz (LuKiFG) aus Mitteln des so genannten Sondervermögens "Infrastruktur und Klimaneutralität" des Bundes finanziert worden.
Die Wolnzach stelle hohe ökologische und wasserwirtschaftliche Anforderungen, erklärt die Behörde. "In Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt wurde die Bauweise so gewählt, dass zu keinem Zeitpunkt Traggerüste oder Baustoffe den Fluss-Querschnitt verengten." Der Altbau sei zerschnitten, im Ganzen ausgehoben und entsorgt worden. Der neue Brücken-Überbau aus Spannbeton-Fertigteilen überspanne die Wolnzach frei und benötige keine temporären Stützen. Sämtliche Geräte seien nach Arbeitsende täglich entfernt worden, um im Fall von Hochwasser stets einen freien Durchfluss zu garantieren. "Innerorts herrschten aufgrund der angrenzenden Bebauung sehr enge Platzverhältnisse", heißt es weiter.
Trotz der Baustelle seien die Zugänge und Zufahrten für die Anwohner weitestgehend aufrecht erhalten worden, wird in diesem Zusammenhang betont. Sämtliche Leitungen und Sparten seien im Vorfeld verlegt und im Zuge des Neubaus sukzessive wieder integriert worden, ohne dass es zu Unterbrechungen bei der Versorgung der Bürger gekommen sei. Um die Verkehrs-Behinderungen durch die notwendige Vollsperrung so gering wie möglich zu halten, sei "eine straffe Bauzeit von rund sechs Monaten" eingehalten worden. Zudem stimmten sich staatliches Bauamt, Bahn und Gemeinde-Verwaltung bezüglich ihrer parallelen Baumaßnahmen und der Logistik kontinuierlich ab, so die Behörde aus Ingolstadt.
Mit der Verkehrs-Freigabe der Brücke am morgigen Mittwoch, 23. September, sind die Hauptarbeiten an der Bauwerk abgeschlossen, so das staatliche Bauamt. Nachfolgend könne es allerdings im Brücken-Bereich "im Zuge kleinerer Rest- und Vermessungs-Arbeiten noch zu sehr kurzzeitigen und geringfügigen Einschränkungen kommen". Die weiterführenden Arbeiten der Gemeinde und der Bahn in den angrenzenden Bereichen laufen noch für kurze Zeit weiter, kündigt das staatliche Bauamt an.
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