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Wohnung-Pfaffenhofen

Das Jubiläum wurde am Wochenende im Rahmen eines Neujahrs-Empfangs mit prominenten Rednern begangen. Eine Nachlese und Bilder.

(ty) Der CSU-Ortsverband von Geisenfeld hat am Sonntag sein 80-jähriges Bestehen mit einem festlichen Neujahrs-Empfang in der Halle der Gerüstbau-Firma Lachermeier gefeiert. Mehr als 200 Gäste waren der Einladung gefolgt. Zum Auftakt gab es einen Sekt-Empfang, umrahmt von den "Hohenwarter Musebuam". Ein Höhepunkt war die Rede des prominenten Europa-Abgeordneten Manfred Weber aus dem Landkreis Kelheim; er ist Vorsitzender der EVP und auch deren Fraktions-Vorsitzender im europäischen Parlament. 

Michael Pilawa, Chef der Christsozialen in Geisenfeld, eröffnete den offiziellen Teil mit einem Rückblick auf acht Jahrzehnte politischer Arbeit. Er versicherte, dass die örtliche CSU auch künftig Verantwortung übernehme – bei Hochwasser, in Krisenzeiten und bei großen Projekten, die die Stadt prägen. Er hob die enge Verwurzelung des CSU-Ortsverbands in der Bevölkerung hervor. Sein Dank galt allen, die in den vergangenen Jahrzehnten Verantwortung getragen und die Entwicklung der Stadt mitgestaltet haben.

Andreas Aichele, Dritter Bürgermeister von Geisenfeld und aktueller Landrats-Kandidat der CSU im Kreis Pfaffenhofen, beleuchtete die Herausforderungen und Chancen der kommenden Jahre vor. Der Landkreis müsse wieder an die Spitze geführt werden, dafür seien verlässliche politische Rahmenbedingungen notwendig. Er betonte, dass aus seiner Sicht Wohlstand und Sicherheit die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft bilden.

Will Landrat von Pfaffenhofen werden: Andreas Aichele.

Sicherheit bedeute dabei für Aichele nicht nur eine starke Infrastruktur und eine stabile medizinische Versorgung, sondern auch ausreichend Kindergartenplätze, möglichst autarke Energie-Versorgung und bezahlbares Bauland für junge Familien. Er warb für eine Politik, die Leistung anerkennt und fördert: "Wer arbeiten kann, aber nicht will, darf nicht belohnt werden." Echter Zusammenhalt könne nur entstehen, wenn Politik klar, verlässlich und an den Bedürfnissen der Menschen orientiert bleibe. Die CSU stehe für diese Werte und werde diese weiterhin standhaft vertreten, versicherte er.

Der Europa-Politiker Manfred Weber gratulierte der Geisenfelder CSU zum Jubiläum und würdigte die jahrzehntelange Arbeit vor Ort als unverzichtbaren Beitrag zur Stabilität der Demokratie. In seiner Rede spannte er einen weiten Bogen von der kommunalen Ebene bis zur internationalen Politik. Er sprach über die geopolitischen Spannungen im Iran, in Venezuela und in der Ukraine und machte deutlich, wie eng lokale Stabilität und globale Entwicklungen miteinander verknüpft seien. Europa stehe vor großen Herausforderungen, könne aber nur bestehen, wenn es geschlossen auftrete und klare Werte vertrete.

Der Europa-Politiker Manfred Weber.

Das Mercosur-Abkommen bezeichnete Weber als wichtigen wirtschaftlichen und strategischen Schritt, das geplante Verbrenner-Verbot ab 2035 kritisierte er scharf. Ausführlich ging er auf das Thema Migration ein. Er stellte klar, dass der Staat darüber entscheide, wer ins Land komme, und nicht kriminelle Schlepper-Strukturen. Gleichzeitig warnte er vor populistischen Vereinfachungen und betonte die Bedeutung qualifizierter Zuwanderung. Besonders hob er den Beitrag vieler Frauen mit Migrations-Hintergrund in der Pflege hervor, deren Arbeit er großen Respekt zolle.

Weber warnte vor einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft und sprach sich für eine klare Regulierung sozialer Medien aus. Altersgrenzen, transparente Algorithmen und mehr Verantwortung der Plattformen seien notwendig, um demokratische Prozesse zu schützen. Zum Abschluss unterstrich er die Bedeutung von Frieden und Freiheit in Europa: "Wir müssen an der Seite von Demokratie und Freiheit stehen. Wir stehen an der Seite der Ukraine. Wir wollen Frieden sichern." Für seine Ausführungen erhielt Weber stehende Ovationen.

Karl Straub am Rednerpult.

Der hiesige Landtags-Abgeordnete Karl Straub, der auch Vorsitzender CSU im Kreis Pfaffenhofen und Integrations-Beauftragter der bayerischen Staatsregierung ist, knüpfte an Webers Worte an und betonte die Bedeutung klarer Regeln und gemeinsamer Werte für ein funktionierendes Miteinander. Der Freistaat und der Landkreis seien auf Menschen angewiesen, die bereit seien, Verantwortung zu übernehmen, zu arbeiten und sich aktiv einzubringen. Integration könne nur gelingen, wenn Chancen und Pflichten klar benannt würden und alle Beteiligten bereit seien, ihren Beitrag zu leisten. Straub machte deutlich, dass Respekt vor dem Rechtsstaat und die Anerkennung des Grundgesetzes die Grundlage jeder erfolgreichen Integrations-Politik seien.

"Alle, die hier arbeiten und sich einbringen wollen, sind willkommen. Aber wer sich nicht an unser Grundgesetz hält, hat bei uns nichts verloren", so Straub. Er unterstrich, dass klare Erwartungen und konsequentes Handeln notwendig seien, um Sicherheit, Stabilität und gesellschaftlichen Zusammenhalt dauerhaft zu gewährleisten. Zum Abschluss des offiziellen Teils wünschten die Kaminkehrer Ralf und Manuel Maul den Gästen traditionell Glück fürs neue Jahr. Anschließend gab es ein Büfett, das die Frauen-Union organisiert hatte. Die Stadtrats-Kandidaten der CSU nutzen die Gelegenheit, mit den Gästen ins Gespräch zu kommen.

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