Die Gruppierung erklärt, welche zentralen Zukunfts-Themen sie sieht, und versichert, dass sie "ohne parteipolitische Scheuklappen, aber mit deutlichen Grenzen nach links und rechts" Verantwortung übernehmen will.
(ty) Mit einer gut besuchten Veranstaltung in Münchsmünster ist die "Bürgerliste Landkreis Pfaffenhofen" in den Wahlkampf vor der im März stattfindenden Kommunalwahl gestartet. Im Mittelpunkt des Info-Abends standen zentrale Zukunfts-Themen, die den Landkreis in den nächsten Jahren wohl maßgeblich prägen werden. Gleichzeitig wollte sich die Gruppierung als erfahrene, unabhängige und verlässliche kommunalpolitische Kraft präsentieren, die "ohne parteipolitische Scheuklappen, aber mit klaren und deutlichen Grenzen nach links und rechts" Verantwortung für die Region übernehmen will. Aktuell bekleidet die "Bürgerliste" fünf Mandate im Kreistag und stellt mit Karl Huber den Vize-Landrat.
Nach der Begrüßung stellte der Vorsitzende Armin Geisse die politische Ausrichtung der Bürgerliste heraus. Ziel sei es, pragmatische Lösungen für konkrete Probleme zu entwickeln – offen im Denken, klar in den Werten und fest verankert in der kommunalen Praxis. "Extreme Positionen, egal aus welcher politischen Richtung, haben dabei keinen Platz", stellte er klar. Und selbstverständlich wolle man wieder mit einer "starken Truppe" in den Kreistag einziehen. Michael Franken, Bürgermeister von Reichertshofen, gab in seiner Funktion als Chef der Bürgerlisten-Fraktion im Kreistag einen Überblick über die Schwerpunkte der vergangenen Wahlperiode und die Ziele für die kommenden Jahre.
Eine starke regionale Wirtschaft sei die Grundlage für wohnortnahe Arbeitsplätze, stabile Steuer-Einnahmen und kommunale Handlungsfähigkeit, so Franken. Ebenso sprach er sich für einen leistungsfähigen, realistisch gestalteten öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) aus, der den ländlichen Raum stärkt und zugleich finanzierbar bleibt. "Wir messen einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Finanzpolitik eine zentrale Bedeutung zu", so Franken. Die diesbezügliche Ausrichtung der Bürgerliste sei getragen von der langjährigen Erfahrung vieler Kandidatinnen und Kandidaten in der Gemeinde- und Landkreis-Politik.
Vize-Landrat Karl Huber vertiefte die Themen Bauen, Wohnen, Gesundheit und Soziales. Bezahlbarer Wohnraum sei auch in Zukunft eine der drängendsten sozialen Fragen im Landkreis. Angesichts eines erheblichen Wohnraum-Bedarfs – dem Vernehmen nach fehlen im Landkreis 1000 Wohnungen – seien eine aktive kommunale Boden-Politik, Erbpacht-Modelle und die Förderung von Eigentums-Bildung zentrale Instrumente. Zugleich mahnte Huber einen spürbaren Bürokratie-Abbau an, da überlange Verfahren und komplizierte Vorgaben seinen Worten zufolge Bürger, Betriebe und Ehrenamt zunehmend belasten. Die Folge sei oft Politik-Verdrossenheit, "weil die Entscheidungen immer lebensfremder ausfallen und nicht mehr nachvollzogen werden können".
Mit Blick auf die Gesundheits-Versorgung befand Huber, dass es insbesondere bei der Ilmtalklinik keine einfachen Lösungen gebe. Ziel der Bürgerliste sei eine medizinisch hochwertige und zugleich wirtschaftlich tragfähige Versorgung. "Dafür braucht es Sachlichkeit, Ehrlichkeit und verantwortungsvolle Entscheidungen – keine kurzfristigen oder populistischen Versprechungen", so Huber. Spezialisierungen könnten ein Weg in die richtige Richtung sein, wenn sie gut gemacht seien. In der Bildungs-Politik brauche man pragmatische bis kreative Lösungen, gerade was das Thema "Weiteres Gymnasium" betreffe.
In den Reden des Münchsmünsterer Bürgermeisters Andreas Meyer – der bei der bevorstehenden Wahl nicht mehr für den Posten des Rathaus-Chefs kandidiert – sowie des CWG-Bürgermeister-Kandidaten Wolfgang Reichhart ging es insbesondere um Hochwasserschutz. Am Beispiel des seit Jahrzehnten diskutierten Polders Katzau sollte deutlich werden, wie wichtig ein solidarischer, dezentral organisierter Hochwasserschutz im gesamten Landkreis ist. Reichhart unterstrich dabei die Notwendigkeit eines stärkeren Miteinanders von Gemeinden und Landkreis: Was eine Kommune betreffe, habe stets auch Auswirkungen auf den gesamten Kreis – und umgekehrt.
Im Verlauf des Abends sollte auch immer wieder deutlich werden, dass die Bürgerliste den Landkreis als Ganzes im Blick hat. Kein Ortsteil, keine Gemeinde und kein Bürger solle abgehängt werden – unabhängig davon, ob im Norden oder Süden des Landkreises. Die Bürgerliste versteht sich nach eigenem Bekunden als verlässlicher und kompetenter Partner für Kommunen und Bürgerschaft gleichermaßen, die gleichmäßige Lebensbedingungen in allen Landkreis-Teilen anstrebt. Die Gruppierung stehe "für eine pragmatische, sachorientierte und bodenständige Kommunalpolitik, die ganz nah an den Menschen ist, ideologiefrei arbeitet und mit klarer Haltung Verantwortung für die Zukunft im Landkreis übernimmt".

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