Gesamt-Index ohne Nahrungsmittel und Energie bei 2,6 Prozent. Obst, Fleisch und Brennholz kosten deutlich mehr – Strom, Heizöl, Butter, Quark, Speiseöle viel weniger.
(ty) Im Freistaat sind die Verbraucher-Preise im zu Ende gehenden Januar gegenüber dem Vorjahres-Monat um 2,1 Prozent gestiegen. Das wurde am heutigen Freitag aus dem bayerischen Landesamt für Statistik bekannt gegeben. Den Angaben zufolge kosten Nahrungsmittel aktuell 2,5 Prozent mehr als vor einem Jahr, Energie kann hingegen um 2,2 Prozent günstiger bezogen werden. Im Vergleich zum Vormonat Dezember blieb der Verbraucher-Preis-Index erneut unverändert. Nachfolgend weitere Details – auch zu einzelnen Waren – sowie zwei Grafiken.
Die Inflationsrate, gemessen als prozentuale Veränderung des Verbraucher-Preis-Index gegenüber dem entsprechenden Vorjahres-Monat, lag laut aktueller Mitteilung für den zu Ende gehenden Januar – wie eingangs erwähnt – bei 2,1 Prozent. Die Teuerungsrate des Gesamt-Index ohne Nahrungsmittel und Energie, in der öffentlichen Diskussion oft als Kerninflationsrate bezeichnet, beläuft sich für diesen Monat auf 2,6 Prozent und liegt damit auch weiterhin über der Gesamt-Inflation. Gegenüber dem Vormonat Dezember sei die Kerninflation um 0,2 Prozent gesunken, heißt es weiter.

Zum Januar gab es Neuerungen, die die Preisentwicklung von ausgewählten Gütern im Warenkorb des Verbraucher-Preis-Index mit beeinflusst haben. So wurde im neuen Jahr der Mehrwertsteuersatz auf Speisen in der Gastronomie gesenkt. Die Preise für Restaurants, Cafés, Straßenverkäufe und Ähnliches sind im Vergleich zum Vormonat allerdings um 0,5 Prozent gestiegen, im Vergleich zum Vorjahres-Monat sogar um 3,9 Prozent. Auch Versicherungs-Dienstleistungen für die Gesundheit – wie eine private Krankenversicherung – sind im Vergleich zum Dezember um 4,2 Prozent teurer geworden, im Vorjahres-Vergleich um 4,4 Prozent. Kombinierte Personen-Beförderungs-Dienstleistungen – wie das "Deutschland-Ticket" oder andere Tickets in Verkehrs-Verbünden – wurden im Vergleich zum Dezember deutlich um 4,8 Prozent teurer; gegenüber dem Vorjahres-Monat um 5,6 Prozent.
Im Jahres-Vergleich stiegen für Verbraucherinnen und Verbraucher in Bayern im zu Ende gehenden Januar die Preise für Nahrungsmittel um 2,5 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Dezember erhöhten sich die Preise um 1,0 Prozent. Obst (plus 7,7 Prozent) sowie Fleisch und Fleischwaren (plus 5,3 Prozent) wurden gegenüber dem Vorjahres-Monat deutlich teurer. Die Verbraucher-Preise für Butter (minus 29,1 Prozent), Quark (minus 23,2 Prozent), Speisefette und Speiseöle (minus 17,1 Prozent) und Olivenöl (minus 12,3 Prozent) sanken dagegen spürbar gegenüber dem Vorjahres-Monat. "Hier macht sich ein so genannter Basis-Effekt bemerkbar, da die Preise für diese Produkte im Vorjahres-Monat zum Teil stark gestiegen waren", so die Fachleute.

Die Preise für Energie liegen im zu Ende gehenden Januar im Freistaat um 2,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Strom (minus 4,9 Prozent) und Erdgas (minus 3,5 Prozent) können laut heutiger Mitteilung des Landesamts für Statistik im Vorjahres-Vergleich deutlich günstiger bezogen werden. Der Preis für Heizöl sank ebenfalls spürbar um 10,8 Prozent gegenüber Januar vergangenen Jahres. Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe wurden dagegen deutlich teurer (plus 16,8 Prozent). Der Preis für Kraftstoffe ist im Januar gegenüber dem Vorjahres-Monat leicht gestiegen (plus 0,4 Prozent). "Die gestiegene CO2-Steuer dürfte hier einer der Preistreiber sein", vermuten die Statistiker.
Tanken wurde im Vergleich zum Vormonat Dezember im Freistaat mit einem Preis-Plus von 5,4 Prozent deutlich teurer. Die Preise für Heizöl stiegen indes um 0,6 Prozent. Preis-Senkungen im Vergleich zum Vormonat ergaben sich laut heutiger Mitteilung bei Erdgas (minus 3,6 Prozent) und Strom (minus 3,6 Prozent). Die Preise für Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe kletterten im Vergleich zum Dezember um 3,0 Prozent.
Gegenüber dem Vorjahres-Monat erhöhten sich die Wohnungsmieten ohne Nebenkosten im Januar um 2,3 Prozent. Die Preissteigerung in diesem Bereich liege damit über dem Niveau der allgemeinen Preisentwicklung, so das Landesamt für Statistik.





