71-Jähriger steuerte gestern mit seinem Geländewagen auf die Kreisstraße EI18 und missachtete dabei den Vorrang eines 50-Jährigen.
(ty) Fünf zum Teil sehr schwer verletzte Personen hat ein heftiger Verkehrsunfall gefordert, der sich am gestrigen Vormittag westlich von Lenting ereignet hat. Das Unglück, in das zwei Autos verwickelt waren, geschah gegen 9.40 Uhr auf der EI18. Ursache war nach Erkenntnissen der Verkehrspolizei-Inspektion aus Ingolstadt die Vorfahrts-Missachtung eines 71-Jährigen. Die Kreisstraße war wegen der Rettungs- und Bergungs-Maßnahmen sowie wegen der polizeilichen Unfall-Aufnahme und der Tätigkeit eines Gutachters für mehrere Stunden komplett gesperrt.
Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei war ein 71-Jähriger, der aus dem Gemeinde-Bereich von Kösching stammt, mit seinem Geländewagen von Ingolstadt-Oberhaunstadt her kommend – auf der Verlängerung der Wettstettener Straße in Richtung der EI18 unterwegs, während ein 50-Jähriger aus dem Gemeinde-Gebiet von Böhmfeld mit seinem Pkw auf der genannten Kreisstraße in Richtung Lenting fuhr. Unter Missachtung des Vorrangs sei der Senior dann auf die Kreisstraße gesteuert, woraufhin es zum Zusammenstoß der beiden Autos gekommen sei.
"Hierbei wurde der 71-jährige Unfall-Verursacher sehr schwer verletzt", meldet die Polizei. Der Rentner habe von angerückten Feuerwehrleuten aus seinem Wrack befreit werden müssen. "Auch der 50-jährige Mann und drei weitere Personen im Auto erlitten teils schwere Verletzungen", heißt es weiter. Alle fünf Verunglückten wurden nach der Erstversorgung vor Ort vom Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser gebracht. An beiden Pkw sei jeweils ein Totalschaden entstanden. Streifenbeamten schätzten den Sachschaden auf insgesamt mindestens 30 000 Euro.
Dem Crash-Verursacher droht jetzt eine Strafanzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung. Von der Staatsanwaltschaft aus Ingolstadt wurde nach Angaben der Verkehrspolizei-Inspektion aus Ingolstadt die Erstellung eines unfallanalytischen und auch technischen Gutachtens in Auftrag gegeben. Neben Streifenbeamten und zahlreichen Rettungskräften waren auch die Feuerwehren aus Hepberg und Lenting an der Unglücksstelle im Einsatz.





