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Gesamt-Index ohne Nahrungsmittel und Energie aktuell bei 2,4 Prozent. Hier weitere Zahlen, ein Blick auf einzelne Waren und drei Grafiken.

(ty) Im Freistaat sind die Verbraucher-Preise im zu Ende gehenden April gegenüber dem Vorjahres-Monat um 2,9 Prozent gestiegen. Das wurde am heutigen Mittwoch aus dem bayerischen Landesamt für Statistik bekannt gegeben. Den Angaben zufolge kosten Nahrungsmittel aktuell 1,5 Prozent mehr als vor einem Jahr; die Preise für Energie (Haushalts-Energie und Kraftstoffe) erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahres-Monat um 0,5 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat März erhöhte sich der Verbraucher-Preis-Index um 0,5 Prozent. Nachfolgend weitere Details – auch zu einzelnen Waren – sowie drei Grafiken.

Die Inflationsrate, gemessen als prozentuale Veränderung des Verbraucher-Preis-Index gegenüber dem entsprechenden Vorjahres-Monat, liegt laut aktueller Mitteilung für den zu Ende gehenden April – wie eingangs erwähnt – bei 2,9 Prozent. Die Teuerungsrate des Gesamt-Index ohne Nahrungsmittel und Energie, in der öffentlichen Diskussion oft als Kerninflationsrate bezeichnet, beläuft sich für diesen Monat auf 2,4 Prozent und liegt damit nach Angaben der Behörde – wie schon im Vormonat – unter der Gesamt-Inflation. Die stark gestiegenen Energie-Preise seien Grund für diese Entwicklung. Gegenüber dem Vormonat März sei die Kerninflation um 0,3 Prozent gestiegen.

Im Vergleich zum Vormonat März stiegen im Freistaat die Preise für Nahrungsmittel um 0,3 Prozent. Im Jahresvergleich kletterten für Verbraucherinnen und Verbraucher in Bayern im April heuer die Preise um 1,5 Prozent. Brot und Brötchen (plus 3,7 Prozent), Fleisch und Fleischwaren (plus 4,1 Prozent) sowie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (plus 5,3 Prozent) wurden gegenüber dem Vorjahres-Monat deutlich teurer. Ebenso stiegen nach Angaben des bayerischen Landesamts für Statistik die Preise im Vorjahres-Vergleich für Kaffee und Ähnliches (plus 15,7 Prozent).

Obst (plus 2,6 Prozent) und Gemüse (plus 1,8 Prozent) wurden laut aktueller Mitteilung gegenüber dem Vorjahres-Monat ebenfalls teurer. Molkerei-Produkte und Eier sind aktuell im Vorjahres-Vergleich dagegen um 3,7 Prozent günstiger. Wie schon in den Vormonaten sanken auch die Verbraucher-Preise für Butter (minus 20,3 Prozent), Quark (minus 21,0 Prozent) sowie Olivenöl (minus 12,4 Prozent) gegenüber dem Vorjahres-Monat spürbar. "Hier macht sich ein so genannter Basiseffekt bemerkbar, da die Preise für diese Produkte im Vorjahres-Monat zum Teil stark gestiegen waren", erklären die Experten.

Die Preise für Energie (Haushalts-Energie und Kraftstoffe) stiegen im Vergleich zum Vormonat März an (plus 2,4 Prozent). Tanken wurde im zu Ende gehenden April gegenüber dem Vormonat um 5,3 Prozent teurer. Die Preise für Heizöl erhöhten sich um 1,3 Prozent. Leichte Preissenkungen hingegen zeigen sich beim Strom (minus 0,1 Prozent) und beim Erdgas (minus 0,3 Prozent). "Die Preise für Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe sind im Vormonats-Vergleich ebenfalls gesunken (minus 12,6 Prozent)", teilte das Landesamt für Statistik weiter mit.

Im Vorjahres-Vergleich liegen die Preise für Energie in diesem April um 9,8 Prozent über den Preisen von April vergangenen Jahres – mit einem Plus von 47,4 Prozent stieg dabei vor allem der Preis für Heizöl sehr deutlich. Auch der Preis für Kraftstoffe ist im April heuer gegenüber dem Vorjahres-Monat stark gestiegen (plus 26,4 Prozent). Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe wurden im Vorjahres-Vergleich ebenfalls teurer (plus 16,7 Prozent). Strom (minus 6,0 Prozent) und Erdgas (minus 4,2 Prozent) können dagegen derzeit deutlich günstiger bezogen werden.

"Insbesondere in der langfristigen Betrachtung wird deutlich, wie stark und vor allem wie unterschiedlich sich die Energie-Preise entwickelt haben", heißt es aus dem bayerischen Landesamt für Statistik. Gegenüber den Durchschnitts-Preisen des Jahres 2020, dem Basisjahr der Verbraucher-Preis-Statistik, seien die Preise für Erdgas (plus 80,7 Prozent) und Kraftstoffe (plus 73,4 Prozent) deutlich gestiegen. Die Preise für Heizöl seien seit 2020 mit 168,7 Prozent am stärksten geklettert. Brennholz, Holzpellets und andere feste Brennstoffe seien seit dem Basisjahr um 61,5 Prozent teurer geworden. Für Strom hingegen liege die Preissteigerung lediglich bei 13,7 Prozent. Insgesamt seien die Preise für Energie (Haushalts-Energie und Kraftstoffe) seit dem Jahr 2020 um 55,0 Prozent gestiegen.

Gegenüber dem Vorjahres-Monat erhöhten sich die tatsächlichen Wohnungsmieten ohne Nebenkosten im April heuer um 2,1 Prozent. Die Preissteigerung in diesem Bereich liegt unter dem Niveau der allgemeinen Preisentwicklung.


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