Kurznachrichten, Termine und Notizen für den Landkreis Pfaffenhofen und Umgebung
Was das Schreiner-Handwerk umtreibt
(ty) Zunehmende Bürokratie, neue gesetzliche Vorgaben und wirtschaftliche Herausforderungen haben im Mittelpunkt der diesjährigen Innungs-Versammlung der Schreiner-Innung Ingolstadt-Pfaffenhofen gestanden. Neben einem Rückblick auf das vergangene Geschäftsjahr berichtete Obermeister Jürgen Seißler über aktuelle Gespräche des Handwerks mit der Stadt Ingolstadt. Oliver Dawid vom Fachverband des Schreiner-Handwerks in Bayern informierte als Gastredner über wichtige Entwicklungen für die Branche.
Zu Beginn stellte die neue Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Ingolstadt-Pfaffenhofen, Alexandra Blazic, das Ergebnis der Rechnungs-Prüfung für das vergangene Geschäftsjahr vor. Da die Prüfer keine Beanstandungen festgestellt hatten, wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Anschließend wurde der Haushalt fürs laufende Jahr vorgestellt. Seißler ging auch auf das jüngste Treffen von Vertretern des Handwerks mit der Stadt Ingolstadt ein. Gemeinsam mit dem Präsidenten der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Franz Xaver Peteranderl, hatte er sich mit Oberbürgermeister Michael Kern sowie weiteren Vertretern der Stadtverwaltung zum Austausch getroffen.
Das regelmäßige Gesprächs-Format geht auf eine Initiative des Handwerks zurück und soll den Dialog mit der Stadtspitze weiter stärken. Im Mittelpunkt standen den Angaben zufolge Maßnahmen zum Bürokratie-Abbau, die Beschleunigung von Genehmigungs-Verfahren und die Sicherung bezahlbarer Gewerbeflächen für Handwerks-Betriebe. Aus Sicht des Handwerks bestehe insbesondere bei Bauanträgen und Genehmigungs-Verfahren weiterhin Verbesserungs-Bedarf. Ziel müsse es sein, Verwaltungs-Abläufe pragmatischer und digitaler zu gestalten, um den Betrieben mehr Planungs-Sicherheit zu geben. Ein weiteres Thema gewesen sei die Vereinfachung beim Handwerker-Parkausweis.
Gastredner Dawid beleuchtete bei der Innungs-Versammlung die aktuelle Situation des Schreiner-Handwerks und die Herausforderungen, mit denen die Betriebe derzeit und künftig konfrontiert seien. Dabei standen unter anderem die steigenden Beiträge zur Berufs-Genossenschaft, die Altgesellen-Schulungen in den Bildungs-Zentren, die Gefährdungs-Beurteilung und die psychische Gefährdungs-Beurteilung im Mittelpunkt. Darüber hinaus informierte Dawid über den geplanten digitalen Produktpass und die Auswirkungen der EU-Entwaldungs-Verordnung auf die Betriebe.
Die anschließende Diskussion zeigte aus Sicht der Innungs-Verantwortlichen, dass diese Themen die Unternehmen bereits heute intensiv beschäftigen. Insbesondere der zunehmende Aufwand für Dokumentations- und Nachweis-Pflichten sei kritisch angesprochen worden. "Die zahlreichen Wortmeldungen machten deutlich, dass viele der angesprochenen Herausforderungen längst den betrieblichen Alltag prägen." Dawid verwies auf die Unterstützungs-Angebote seines Fachverbandes. Die enge Zusammenarbeit zwischen Innung und Fachverband biete den Mitglieds-Betrieben wertvolle Hilfestellungen bei aktuellen fachlichen, rechtlichen und politischen Fragestellungen.
Gratis-Konzert in Geisenfeld
(ty) Am kommenden Samstag, 4. Juli erwartet alle Interessierten in Geisenfeld im Rahmen der Veranstaltungs-Reihe "Sommergfui" wieder ein kostenloses Konzert. Die Jazzband "Tiny Bubbles" aus Pfaffenhofen tritt von 10 Uhr bis 12 Uhr auf dem Stadtplatz auf. Unter dem augenzwinkernden Motto "Unser Mississippi ist die Ilm" präsentieren die erfahrenen Musiker der Ankündigung zufolge feinsten Dixieland und mitreißenden Swing – ganz im Stil der frühen Jazz-Zeit. Die Formation verbinde musikalisches Können mit Spielfreude und einem Gespür für das Lebensgefühl vergangener Jahrzehnte. Das Event ist Teil des städtischen Kultur-Formats "Frühschoppen mit Musik".
Fahrrad-Tour von Scheyern nach Haag
(ty) Im Rahmen der diesjährigen "Stadtradeln"-Kampagne laden die Freien Wähler (FW) von Scheyern für den kommenden Sonntag, 5. Juli, zu einer geführten Fahrrad-Tour in den Landkreis Freising ein. Treffpunkt ist der Ankündigung zufolge um 10 Uhr auf dem "Rewe"-Parkplatz in Scheyern. Die rund 80 Kilometer lange Tour richte sich an geübte Radler sowie E-Biker und dauere etwa fünf Stunden – inklusive einer rund einstündigen Einkehr im Biergarten in Haag.
Die Route führe über Paunzhausen und Aiterbach zur Amper und anschließend auf einer überwiegend flachen Strecke durch die reizvollen Amper-Auen. Gefahren werde auf Landstraßen und Feldwegen in zügigem Tempo. "Die Gruppe orientiert sich selbstverständlich am langsamsten Mitglied", wird betont. "Dennoch wird gebeten, die eigene Fitness vor der Teilnahme realistisch einzuschätzen." Weitere Infos gibt es bei Andreas Mahl unter der Rufnummer (0 84 41) 79 77 35 1. Lesen Sie auch: "Stadtradeln" im Kreis Pfaffenhofen
Sperrung der A9-Anschlussstelle Manching
(ty) Zur Erinnerung: Die A9-Anschlussstelle bei Manching ist in Fahrtrichtung Nürnberg ab dem morgigen Donnerstagabend (2. Juli), 19 Uhr, und bis Freitagmorgen (3. Juli), zirka 6 Uhr, komplett für den Verkehr gesperrt. Das teilte die Autobahn-GmbH des Bundes in einer kurzen Presse-Information mit. Zum Grund für diese Einschränkungen wurden keine Angaben gemacht. Die Umleitungs-Strecken seien vor Ort ausgeschildert, wird versichert. Hier finden Sie die von der Autobahn-Gesellschaft in Zusammenhang mit der Anschlussstellen-Sperrung veröffentlichten Verkehrs-Hinweise: A9-Anschlussstelle bei Manching: Nächtliche Sperrung in Richtung Norden
Vom Schelfmeer zum Niedermoor
(ty) Am kommenden Sonntag, 5. Juli, können Interessierte ab 13.30 Uhr bei einem kostenlosen und geführten Spaziergang, der rund zwei Stunden dauert und auch für Familien mit Kindern geeignet ist, Wissenswertes über ein Niedermoor erfahren. Das "Heiligenstädter Moos" bei Neustadt an der Donau habe nämlich eine spannende und wechselvolle Geschichte durchlebt, heißt es vom Kelheimer Landschafts-Pflege-Verband VöF. Dabei sei es einem Zufall zu verdanken, dass dieses Moor überhaupt noch existiere.
Unter dem Motto "Vom Schelfmeer zum Niedermoor" erfahren die Teilnehmer die verschiedenen Bedeutungen und Nutzungen dieses Gebietes. Thematisiert werde auch der Wandel des Torfs vom einst begehrten Brennstoff über ein wertvolles Heilmittel bis zum bedeutsamen Kohlenstoff-Speicher. Erklärt werde auch, Prachtnelke und Pfeifengras über dieses Standort verraten. Anmeldungen sind bis Freitag, 4. Juli, unter diesem Link möglich. Dort findet man auch weitere Infos zu der Veranstaltung.
Bayern und seine Rindviecher
(ty) Zum Stichtag am 3. Mai dieses Jahres hat das bayerische Landesamts für Statistik durch eine Auswertung des Verwaltungs-Verfahrens "Herkunfts-Sicherungs- und Informations-System Tier (HIT)" im Freistaat insgesamt 2 685 976 Rinder in 36 898 Haltungen nachgewiesen. Die Zahl der Rinder-Haltungen ging im Vergleich zum Vorjahr um 756 zurück, das ist ein Minus von 2,0 Prozent. Der Rinder-Bestand verringerte sich um 18 160 Tiere beziehungsweise 0,7 Prozent. "Der Trend hin zu weniger Haltungen, aber mit im Durchschnitt größeren Beständen je Haltung, setzt sich somit fort", erklärt die Behörde. So sei die Zahl der Rinder-Haltungen seit 2016 um 22,9 Prozent gesunken und die Zahl der Rinder um 15,7 Prozent zurückgegangen, während die Zahl der Rinder je Haltung von 67 auf 73 Tiere gestiegen sei.

Wie im Vorjahr bildeten die Milchkühe zum Stichtag mit 1 027 763 Tieren die größte Gruppe (38,3 Prozent) innerhalb des Rinder-Bestands. Die Zahl der Haltungen mit Milchkühen lag in Bayern heuer zum 3. Mai bei 21 350. Das sind bei den Tieren 0,6 Prozent (minus 6411 Tiere) und bei den Haltungen 2,9 Prozent (minus 642 Haltungen) weniger als im Jahr zuvor. Die durchschnittliche Zahl der Milchkühe je Milch-Huhhaltung stieg um ein Tier auf 48. Die Zahl der Kälber und der Jungrinder erhöhte sich um 0,2 Prozent auf insgesamt 768 115. Der Bestand an Rindern im Alter von einem Jahr bis unter zwei Jahren ging um 1,7 Prozent auf 630 728 zurück. Die Zahl der Rinder mit einem Alter von zwei Jahren oder mehr sank um 1,5 Prozent auf 190 655.
Seit dem vergangenen Berichtsjahr wird in der Erhebung der Rinder-Bestände auch die Öko-Haltung erfasst. Zum Stichtag am 3. Mai dieses Jahres wurde jedes zehnte Rind und jede zehnte Milchkuh nach den Kriterien des ökologischen Landbaus gehalten. Bei den Rindern insgesamt lag der Anteil bei 9,8 Prozent (263 957 Tiere), bei den Milchkühen bei 10,6 Prozent (109 359 Tiere). Bei den sonstigen Kühen (Ammen-, Mutter-, Schlacht- und Mastkühe) lag der Anteil ökologisch gehaltener Tiere bei 28,7 Prozent (19 731 Kühe).





