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Neben Krankenhaus-Mitarbeitern waren die Integrierte Leitstelle und das BRK beteiligt, um die Zusammenarbeit zu trainieren und Abläufe zu überprüfen. 

(ty) Ein "Massenanfall von Verletzten" – kurz "MANV" – infolge eines Verkehrsunfalls mit einem Reisebus – so hat das Szenario einer gemeinsamen Übung gelautet, die von Mitarbeitern des Krankenhauses in Pfaffenhofen, der Integrierten Leitstelle (ILS) in Ingolstadt und dem bayerischen Roten Kreuz (BRK) kürzlich durchgeführt worden ist. Ziel dieser Aktion sei es gewesen, "die Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen unter möglichst realitätsnahen Bedingungen zu trainieren und bestehende Abläufe zu überprüfen", heißt es in einer Mitteilung der Ilmtalklinik-GmbH.

"Ein so genannter MANV bezeichnet eine Einsatzlage, beispielsweise ein Bus- oder Zugunglück, aber auch Amokläufe oder Terror-Angriffe, in welcher in kurzer Zeit so viele verletzte oder erkrankte Personen gleichzeitig und zusätzlich zum regulären Patienten-Aufkommen versorgt werden müssen, dass dies nur durch ein gut koordiniertes Vorgehen durch alle beteiligten Organisationen erreicht werden kann", erläutert Ralf Zarth, Chefarzt der Akut- und Notfall-Medizin der Ilmtalklinik. "Solche Lagen unterscheiden sich massiv vom Routine-Betrieb einer Notaufnahme."

An der Übung beteiligten sich laut Klinik-GmbH insgesamt gut 45 Mitarbeitende des Krankenhauses, der Integrierten Leitstelle in Ingolstadt sowie des Rettungsdienstes und der Bereitschaften des bayerischen Roten Kreuzes mit drei ehrenamtlich besetzten Rettungswagen, welche außerhalb der regulären Vorhaltung für diese Übung bereitgestellt worden waren. Auch drei externe Beobachter seien vor Ort gewesen, um hinterher eine fundierte Bewertung zu liefern.

Insgesamt seien in dem Szenario zwölf Verletzte versorgt worden, die von Schülerinnen und Schülern der Klinik sowie von Mitgliedern der BRK-Jugend realitätsnah dargestellt worden seien. Angenommen worden seien zwei schwerst verletzte, drei schwer verletzte sowie sieben leicht verletzte Personen. "Dadurch konnten die Alarmierungs- und Behandlungs-Abläufe unter unterschiedlichen medizinischen Prioritäten umfassend geübt werden", erklärt die Klinik-GmbH.

"Im Mittelpunkt standen die Auslösung der internen und externen Alarmierungs-Schleifen, die strukturierte Patienten-Übergabe vom Rettungsdienst an die Klinik-Mitarbeiter der Notaufnahme, die Sichtung (Triage), die medizinische Erstversorgung sowie die enge Kommunikation zwischen Leitstelle, Rettungsdienst und Krankenhaus." Die Übung habe allen Beteiligten die Möglichkeit gegeben, "ihre Zusammenarbeit zu festigen und wertvolle Erkenntnisse für den Ernstfall zu gewinnen".

Christoph Seika, Betriebs-Leiter der Medizinischen Versorgungs-Zentren (MVZ) und Risiko-Manager der Ilmtalklinik-GmbH, bewertet insbesondere den übergreifenden Chrakter der Übung positiv. "Wir müssen in einer solchen Großschadenslage je nach Szenario bereits in kürzester Zeit die Patienten versorgen, zeitgleich die Leistungsfähigkeit des Krankenhauses massiv erhöhen und uns dabei kontinuierlich mit Leitstelle und Rettungsdienst – gegebenenfalls auch mit Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz – abstimmen", erklärt er. "Dass wir nicht nur isoliert geübt haben, sondern gemeinsam mit unseren Partnern, ist sehr erfreulich."

Obwohl man mit dem Übungs-Ablauf zufrieden gewesen sei, werden nach den Worten von Seika in den kommenden Wochen verschiedene Maßnahmen umgesetzt, um noch besser vorbereitet zu sein. Auch Benedikt Schweigard, Kreis-Fachdienst-Leiter für Information und Kommunikation der BRK-Bereitschaften und Mitorganisator der Übung, zeigte sich erfreut vom Ablauf dieser Übung, die in Zukunft auch wiederholt werden solle. 


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