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Geboren und aufgewachsen in Vierkirchen, lebte sie viele Jahre lang in Ilmmünster. Mittlerweile wohnt sie in "St. Franziskus" in Pfaffenhofen.

(ty) Hilda Sellner hat am vergangenen Wochenende in Pfaffenhofen an der Ilm ihren 101. Geburtstag gefeiert. Zu diesem besonderen Anlass überbrachten auch der örtliche Vize-Bürgermeister Peter Heinzlmair (FW) und Landrats-Stellvertreter Georg Ott (CSU) die herzlichsten Glückwünsche. Das wurde am heutigen Dienstag aus dem Rathaus gemeldet. Derzeit lebt die Jubilarin im Senioren-Wohnheim "St. Franziskus" in der Kreisstadt. Zuvor wohnte sie viele Jahre lang in Ilmmünster – dort ist Georg Ott aktuell der Bürgermeister.

Hilda Sellner wurde 1925 geboren und wuchs in Vierkirchen gemeinsam mit ihren fünf Geschwistern auf. Ihre Jugend war schon früh von den schweren Zeiten des Zweiten Weltkriegs geprägt. Im Alter von gerade einmal 17 Jahren wurde sie zum Kriegsdienst eingezogen. Im Konzentrationslager in Dachau war sie mit dem Nähen von Uniformen beschäftigt. Später erhielt sie einen Stellungs-Befehl für eine Flugabwehr-Stellung (Flak) in Fürth. Auch ihre Familie war vom Krieg stark betroffen: Ihr Vater und vier ihrer Brüder waren im Krieg. Umso glücklicher war die Familie, dass alle wieder nach Hause zurückkehrten.

Im Jahre 1948 zog dann die gesamte Familie nach Ilmmünster. Dort begann für Hilda Sellner ein neuer Lebensabschnitt. 1963 heiratete sie ihren Mann Fritz, der bei der Deutschen Bundesbahn beschäftigt war. Gemeinsam lebten sie in ihrem Haus, bis ihr Ehemann 1992 starb. Danach führte Hilda Sellner ihren Haushalt alleine weiter – unter damals sehr einfachen Bedingungen und noch ohne Zentralheizung. Nach ihrem 100. Geburtstag wurde der Alltag zunehmend beschwerlicher. Schließlich entschied sie sich für den Umzug in das Senioren-Wohnheim "St. Franziskus" in Pfaffenhofen.

An den Wänden ihres Zimmers erinnern zahlreiche Familien-Bilder an die verschiedenen Stationen ihres Lebens – unter anderem auch Fotos von ihr aus ihren Jugendjahren. "Beim Besuch an ihrem 101. Geburtstag zeigte sich schnell, dass Hilda Sellner noch immer viel zu berichten hat", erklärt die Stadtverwaltung. "Sie erzählte Geschichten aus ihrem Leben und hatte dabei auch den einen oder anderen Witz parat. Mit ihrer humorvollen und lebhaften Art sorgte sie für beste Unterhaltung."

 


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