Trainiert wurde gemeinsam mit den Kameraden aus Nötting unter realistischen Bedingungen. Das heißt: Es galt, echten Flammen den Garaus zu machen.
(ty) Wie schnell sich ein Feld- oder Vegetationsbrand ausbreiten kann, zeigt sich immer wieder. Allein im Zuständigkeits-Bereich der Feuerwehr von Geisenfeld kam es in diesem Sommer bereits zu mehreren Einsätzen, weil Felder, Grasflächen oder Gebüsche in Flammen geraten waren. "Glücklicherweise konnte dabei jedes Mal größerer Schaden verhindert werden", erklären die Floriansjünger. Damit sie auch bei künftigen Einsätzen schnell und wirkungsvoll reagieren können, wurden kürzlich im Rahmen einer Stations-Ausbildung verschiedene Methoden zur Vegetationsbrand-Bekämpfung praktisch erprobt. Die Übung erfolgte unter realistischen Bedingungen: Es gab echtes Feuer.
Neben der Ausbildung in den eigenen Reihen habe sich dabei auch die Gelegenheit zum gemeinsamen Training mit den Kameraden von der Feuerwehr aus dem Ortsteil Nötting geboten, heißt es aus der Feuerwehr von Geisenfeld. Die Ausbildung sei in vier Stationen aufgeteilt gewesen.
Die Übungs-Aktion habe die Möglichkeit eröffnet, die verschiedenen Einsatzmittel unter realistischen Bedingungen kennenzulernen sowie deren praktische Anwendung zu trainieren. "Gerade bei Vegetations-Bränden ist ein schnelles Vorgehen entscheidend, um eine weitere Ausbreitung des Feuers möglichst früh zu verhindern", wird betont.

Beim sogenannten Pump-and-Roll-Verfahren fahre das Löschfahrzeug langsam mit laufender Pumpe und angeschlossenen Schläuchen vor. Die Einsatzkräfte könnten dadurch während der Fahrt gezielt Flammen und Brandstellen bekämpfen. Dieses Verfahren ermögliche insbesondere bei größeren Flächen eine schnelle und effektive Brand-Bekämpfung.
Trainiert wurde auch der Einsatz von Feuer-Patschen, Gorgui-Tool und Lösch-Rucksäcken: "Mit den Handwerkzeugen können kleinere Flammen direkt niedergeschlagen werden", wird dazu erklärt. Lösch-Rucksäcke ermöglichten zudem eine gezielte Wasser-Abgabe an schwer zugänglichen Stellen. Mit dem Gorgui-Tool könnten bei Bedarf kleine Schneisen und Gräben angelegt werden, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.
Auch motorbetriebene Geräte könnten bei der Vegetationsbrand-Bekämpfung eingesetzt werden, erläutert die Feuerwehr aus Geisenfeld: "Mit Laubbläsern lassen sich kleinere Flammen niederschlagen und Glutnester gezielt bearbeiten. Die Motorsense kann eingesetzt werden, um Bewuchs zu entfernen und dadurch die weitere Ausbreitung eines Feuers zu erschweren oder Zugangswege zu schaffen."
Und dann ist da ja noch das "Utility-Task-Vehicle" (UTV) der Feuerwehr von Geisenfeld: Dieses UTV sei mit einem Wasser-Behälter sowie zwei Hochdruck-Löschern ausgestattet. Damit könnten auch Brandstellen bekämpft werden, die für andere Löschfahrzeuge nicht direkt erreichbar seien. So ließe sich bereits mit der Brand-Bekämpfung beginnen, während parallel gegebenenfalls eine längere Schlauch-Leitung aufgebaut werde.






