Bundesweiter Warntag am 10. September. Neben Sirenen-Signalen erfolgen auch Meldungen über Warn-Apps sowie per "Cell Broadcast".
(ty) Am kommenden Donnerstag, 10. September, findet turnusgemäß der bundesweite Warntag statt. Darauf weist das Landratsamt von Pfaffenhofen an der Ilm hin. Den Angaben zufolge werden in ganz Deutschland unter Federführung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) verschiedene Warnmittel erprobt. Pünktlich um 11 Uhr werden laut Mitteilung der Kreis-Behörde zeitgleich in allen 16 Ländern, in den Landkreisen und in den Kommunen, mit einem Probealarm sowohl Warnmittel – wie beispielsweise Warn-Apps "Nina" und "Katwarn" – als auch Sirenen ausgelöst. Auch "Cell Broadcast" werde wieder getestet.
"Der einminütige Heulton soll die Bevölkerung bei schwerwiegenden Gefahren für die öffentliche Sicherheit veranlassen, sich über Radio, TV und sonstige Kanäle zu informieren und diese Informationen in der Familie, im Freundes- und Kollegenkreis sowie in der Nachbarschaft weiterzugeben", erklärt das Landratsamt. Um 11.45 Uhr werde zudem der einminütige Sirenen-Dauerton zur Entwarnung zu hören sein. "Nachdem die Sirenen-Systeme in Bayern aktuell digitalisiert werden, ist auch im Landkreis Pfaffenhofen der vollständige Umbau noch nicht abgeschlossen", so die Behörde.
Das bedeute für den hiesigen Kreis: "Es kann dementsprechend vorkommen, dass die Sirenen-Signale zur Warnung und Entwarnung noch nicht in jeder Gemeinde aktiviert werden können." Auch "Cell Broadcast" – die Warn-Nachricht direkt aufs Handy – werde am Donnerstag wieder getestet, so die Landkreis-Behörde weiter. Damit möglichst viele Bürgerinnen und Bürger die Nachricht erhalten, gebe es folgende Hinweise zu beachten: "Auf dem Handy sollte ein Betriebs-System-Update für Android ab Version 11 oder iOS ab Version 16.1 installiert sein. Damit die Nachricht empfangen werden kann, muss das Handy eingeschaltet sein und darf sich nicht im Flugmodus befinden."
Dass es in Deutschland so viele verschiedene Warnmittel gebe, sei eine ganz bewusste Entscheidung. Durch diesen Warnmix könne man sehr viele Menschen erreichen. Jedes Warnmittel habe für sich genommen Vor- und Nachteile. Sirenen zum Beispiel könnten zwar signalisieren "Achtung hier gibt es eine Gefahr", sie könnten aber nicht so viele Informationen transportieren. Das wiederum könne man per App machen oder per Meldung im Radio und Fernsehen. Im Zusammenspiel der verschiedenen Warnmittel habe in den vergangenen Jahren die Reichweite kontinuierlich ausgebaut werden können. Beim jüngsten Warntag seien 97 Prozent der Bevölkerung mit einer Warnung erreicht worden.





