Projekt in der Gemeinde Rohrbach verschlang rund 690.000 Euro, davon werden knapp 520.000 Euro aus einem Bundes-Förder-Programm finanziert.
(ty) Zwischen Gambach und Ottersried ist im Gemeinde-Gebiet von Rohrbach entlang der Kreisstraße PAF21 ein neuer Geh- und Radweg entstanden. Mit dessen offizieller Eröffnung am gestrigen Dienstag sei eine weitere Lücke im Radwege-Netz des Kreises Pfaffenhofen geschlossen worden, heißt es aus dem Landratsamt. Der gut einen Kilometer lange Weg sorge für mehr Sicherheit sowie eine komfortable Verbindung für Radler und Fußgänger. Er sei 2,50 Meter breit; in den Bereichen, in denen er unmittelbar an die Kreisstraße angebaut sei – vor und nach der Autobahn-Brücke – betrage die Breite sogar 3,25 Meter.
Die Bauarbeiten hatten am 18. Mai dieses Jahres begonnen und waren am 24. Juli abgeschlossen worden. Die Gesamtkosten für Planung und Ausführung belaufen sich laut Kreis-Behörde auf rund 690 000 Euro. Davon werden den Angaben zufolge 517 000 Euro, entsprechend einer Förder-Quote von 75 Prozent, über das Bundes-Förder-Programm "Stadt und Land" des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) finanziert.
Das Programm unterstütze Investitionen in eine sichere und möglichst flächendeckende, getrennte Radverkehrs-Infrastruktur. Dabei seien sowohl Planungs- als auch Baukosten förderfähig. "Eine sichere und durchgängige Radverkehrs-Infrastruktur ist insbesondere im ländlichen Raum wichtig für die Alltags-Mobilität", erklärt Ulrich Lange, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr.
Mit dem Sonder-Programm "Stadt und Land" unterstütze der Bund die Kommunen dabei, solche wichtigen Lücken zu schließen. "Ich freue mich, dass die Co-Finanzierung des Bundes dazu beiträgt, eine sichere und attraktive Verbindung zwischen Gambach und Ottersried zu schaffen", so Lange.
"Mit dem neuen Geh- und Radweg schaffen wir ein sicheres und attraktives Angebot für Radfahrer und Fußgänger", unterstreicht der Pfaffenhofener Landrat Albert Gürtner. "Gleichzeitig kommen wir dem Ziel eines durchgängigen Radverkehrs-Netzes im Landkreis wieder ein gutes Stück näher."
Bei der Umsetzung dieses Geh- und Radwegs "haben alle Beteiligten eng und sehr gut zusammengearbeitet", heißt es aus der Kreis-Behörde. Dazu zählten neben der Tiefbau-Abteilung des Landkreises insbesondere die Gemeinde Rohrbach, das Planungsbüro "Wipfler-Plan" sowie die Baufirma Franz-Schelle-GmbH. "Auch die Anlieger waren wichtige Partner bei der Realisierung des Projekts", wird betont.
Besondere Anforderungen ergaben sich laut Landratsamt zudem aus dem Naturschutz. In enger Abstimmung mit der unteren Naturschutz-Behörde habe der kreiseigene Tiefbau ein Eidechsen-Ersatz-Habitat errichtet, "um den Tieren einen neuen, ungestörten Lebensraum zu bieten".





