Bei einer Freisprechungs-Feier in Eichstätt erhielten insgesamt 108 junge Leute ihre Abschluss-Zeugnisse und Urkunden. Unter den Besten sind auch mehrere Absolventen aus dem Kreis Neuburg-Schrobenhausen.
(ty) Das Alte Stadttheater in Eichstätt ist komplett besetzt gewesen, als kürzlich insgesamt 108 Absolventinnen und Absolventen der Landwirtschaft beziehungsweise der Hauswirtschaft ihre Abschluss-Zeugnisse und Urkunden entgegengenommen haben – davon viele aus der Region. Die 37 Hauswirtschafterinnen, drei Fachpraktikerinnen für Hauswirtschaft und 68 Landwirte schlossen allesamt heuer ihre Ausbildung erfolgreich ab und standen im Mittelpunkt der Freisprechungs-Feier. 16 der neuen Landwirte hatten ihre Ausbildung im Rahmen eines dualen Studiums gemacht. Zahlreiche der Absolventinnen und Absolventen stammen aus aus den Kreisen Pfaffenhofen und Neuburg-Schrobenhausen. Mehrere der jungen Leute aus dem Kreis Neuburg-Schrobenhausen zählten zu den Besten und wurden besonders geehrt (Namen siehe unten).
Die Freisprechungs-Feier wurde von der Regierung von Oberbayern gemeinsam mit dem hiesigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Ingolstadt-Pfaffenhofen veranstaltet. Zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft sowie Eltern und Familien-Angehörige der Absolventinnen und Absvolventen begleiteten den Festakt. Durch das Programm führte Anna Oettinger, bei der Regierung von Oberbayern zuständig für die Berufs-Ausbildung im Bereich der Hauswirtschaft. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Ensemble "Remie Brass".
Im Fokus der Feier standen die Freude über die herausragenden Leistungen der Absolventinnen und Absolventen sowie der Blick auf ihre berufliche Zukunft. Mehrfach wurde betont, dass die erfolgreich abgelegte Gesellen-Prüfung zwar ein wichtiger Meilenstein, aber keinesfalls der Endpunkt der beruflichen Entwicklung sei. Die Rednerinnen und Redner ermutigten die jungen Fachkräfte dazu, neugierig zu bleiben, sich weiterzubilden sowie ihre Kenntnisse und Fähigkeiten kontinuierlich auszubauen.

Die Absolventinnen und Absolventen aus dem Kreis Neuburg-Schrobenhausen mit Ehrengästen.
Angelika Spitzer, Leiterin des Bereichs "Ernährung und Landwirtschaft" bei der Regierung von Oberbayern, würdigte die Leistungen der jungen Leute und betonte, eine gute Ausbildung sei das Fundament für die spätere Berufs-Laufbahn. Zugleich dankte sie den Eltern und Familien für deren Unterstützung während der Ausbildungszeit. Auch die weiteren Rednerinnen und Redner hoben die vielfältigen beruflichen Perspektiven in der Land- und Hauswirtschaft hervor und ermutigten die Absolventen, Verantwortung zu übernehmen sowie ihren Weg mit Offenheit, Mut, Geduld und Engagement weiterzugehen.
In einem Interview mit den Bildungs-Beraterinnen Sonja Fäustlin und Petra Koppold berichteten ausgewählte Absolventinnen und Absolventen über ihre Beweggründe für die Berufswahl und ihre persönlichen Pläne. Petra Praum, Leiterin des AELF Ingolstadt-Pfaffenhofen, bezeichnete die Abschluss-Zeugnisse als Bestätigung einer erfolgreichen Ausbildung sowie als tragfähiges Fundament für den weiteren Berufsweg. Sie wies darauf hin, dass eine berufsbegleitende Weiter-Qualifizierung möglich sei, und ermutigte die Absolventen, ihre beruflichen Chancen aktiv zu nutzen. Auch eine Tätigkeit in der öffentlichen Verwaltung könne eine interessante Perspektive bieten.
Die besten Absolventen
Besonders geehrt wurden die jeweils besten Absolventinnen und Absolventen der verschiedenen Fachrichtungen. In der Hauswirtschaft erreichten Angelina Feigl aus Bergheim (Kreis Neuburg-Schrobenhausen) mit einem Noten-Durchschnitt von 1,25 und Hannah Liepold aus Kösching (Kreis Eichstätt) mit einem Schnitt von 1,30 sowie Silvia Maile aus Biesenhard (Kreis Eichstätt) mit einem Schnitt von 1,45 die besten Ergebnisse. Die beste Fachpraktikerin in der Hauswirtschaft ist Lena Maria Heß aus Waidhofen (Kreis Neuburg-Schrobenhausen).
In der Landwirtschaft schlossen Maria Forster aus Nandlstadt-Tölzkirchen (Kreis Freising) mit einem Noten-Durchschnitt von 1,24 und Florian Heindl aus Dietfurt (Kreis Neumarkt in der Oberpfalz) mit einem Schnitt von 1,29 und Simon Strobl aus Ehekirchen-Hollenbach (Kreis Neuburg-Schrobenhausen) mit einem Schnitt von 1,49 am besten ab.
Die besten Ergebnisse im dualen Studium der Landwirtschaft erzielten Paul Hellwig aus Aufhausen (Kreis Regensburg) mit einem Noten-Durchschnitt von 1,39 und Johanna Schwarzbauer aus Schrobenhausen-Steingriff (Kreis Neuburg-Schrobenhausen) mit einem Schnitt von 1,54 sowie Johannes Worschek aus Reisbach (Kreis Dingolfing-Landau) mit einem Schnitt von 1,54.
Im laufenden Jahr haben nach Angaben des AELF Ingolstadt-Pfaffenhofen im gesamten Regierungsbezirk Oberbayern insgesamt 380 Kandidatinnen und Kandidaten die Berufs-Abschluss-Prüfungen zum Landwirt beziehungsweise zur Landwirtin sowie 279 Kandidatinnen und Kandidaten zur Hauswirtschafterin oder zum Hauswirtschafter (darunter 21 Fachpraktiker) erfolgreich abgeschlossen.





