Feuerwehr-Einsatz gestern Abend bei Eschenried. Starke Rauch-Entwicklung sorgte für eingeschränkte Sicht auf der B471.
(ty) Ein landwirtschaftlicher Anhänger samt Ladung ist am späten gestrigen Nachmittag im Gemeinde-Gebiet von Bergkirchen (Kreis Dachau) in Flammen geraten. Wie die Polizei heute berichtet, war ein Bauer mit seinem Gespann, auf dem sich Strohballen befanden, auf der Gündinger Straße in Richtung Eschenried unterwegs, als er gegen 17.30 Uhr eine Rauch-Entwicklung an seinem Anhänger bemerkte und dann auch bereits leichten Flammenschlag feststelle. Der Mann habe sofort reagiert: Sein Gespann habe er in das nächste bereits abgeerntete Feld gelenkt und den Anhänger von der Zugmaschine gelöst. Anschließend habe er damit begonnen, die Strohballen abzuladen.
"Aufgrund der schnellen Reaktion des Landwirts konnte der Brandschaden auf den Anhänger und das geladene Stroh beschränkt werden", meldet die Polizeiinspektion aus Dachau. "Glücklicherweise wurden weder der Landwirt selbst noch andere Personen verletzt." Beim Eintreffen der Feuerwehrleute habe der Anhänger bereits in Vollbrand gestanden. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Dachau, Eschenried, Feldgeding und Günding. "Aufgrund der starken Brand-Entwicklung und der großen Menge an brennendem Stroh waren umfangreiche Lösch-Maßnahmen erforderlich", erklärt die Kreisbrandinspektion, die ebenfalls vor Ort war.
Die starke Rauch-Entwicklung erschwerte den Angaben zufolge die Arbeiten zusätzlich, sodass die Einsatzkräfte einen Großteil der Brand-Bekämpfung nur unter Atemschutz-Ausrüstung durchführen konnten. Eine weitere Herausforderung habe die Sicherstellung einer ausreichenden Löschwasser-Versorgung dargestellt. "Um kontinuierlich genügend Wasser an der Einsatzstelle zur Verfügung zu haben, richteten die Feuerwehren einen Pendel-Verkehr mit Lösch-Fahrzeugen ein", berichtet die Kreisbrandinspektion. "So konnte fortlaufend Löschwasser zur Brandbekämpfung herangeführt werden."
Nachdem die offenen Flammen weitgehend gelöscht waren, gestalteten sich laut Kreisbrandinspektion insbesondere die Nachlösch-Arbeiten zeitintensiv. "Im Inneren des dicht auf dem Anhänger gelagerten Strohs hatten sich zahlreiche Glutnester gebildet, die von außen nur schwer zu erreichen waren. Um ein erneutes Aufflammen zu verhindern, musste das Brandgut deshalb schrittweise auseinandergezogen und gründlich abgelöscht werden." Wertvolle Unterstützung erhielten die Floriansjünger nach eigenem Bekunden von einem Landwirt, der einen Radlader zur Verfügung stellte.
Mit dessen Hilfe habe das teilweise verbrannte Stroh nach und nach vom Anhänger gezogen und verteilt werden können. Auf diese Weise sei es gelungen, auch tiefer liegende Glutnester freizulegen und gezielt abzulöschen. Gegen 21 Uhr seien die Lösch-Maßnahmen abgeschlossen und der Feuerwehr-Einsatz beendet gewesen. Wie die Polizei berichtet war die Rauch-Entwicklung zeitweise dermaßen intensiv, dass die Sicht auf der nahe gelegenen Bundesstraße B471 stark eingeschränkt war. Der durch das Feuer entstandene Sachschaden belaufe sich nach ersten Einschätzungen auf einen mittleren vierstelligen Euro-Betrag.





