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Interessierte Schriftsteller können sich bis 1. Dezember für die 14. Auflage des städtischen Lutz-Stipendiums bewerben.

(ty) Interessierte Schriftstellerinnen und Schriftsteller können sich derzeit für das nächste Lutz-Stipendium der Stadt Pfaffenhofen bewerben. Die Bewerbungsfrist läuft laut Mitteilung aus dem Rathaus bis 1. Dezember. Das dreimonatige Stipendium in der Kreisstadt werde im kommenden Jahr bereits zum 14. Mal vergeben. Der Aufenthalt im historischen Flaschlturm sei für den Zeitraum von Mai bis Juli vorgesehen. Über die Vergabe entscheide im Januar eine Fach-Jury. Wer den Zuschlag erhält, hat nicht nur zeitweise in Pfaffenhofen zu wohnen, sondern zudem für einen literarischen "Zwischenfall" zu sorgen.

Mit dem Stipendium möchte die Stadt nach eigenem Bekunden "Schriftstellerinnen und Schriftstellern die Möglichkeit geben, sich für drei Monate ganz ihrer literarischen Arbeit zu widmen". Während des Aufenthalts könnten sie neue Projekte beginnen, an Werken weiterarbeiten oder Texte fertigstellen. "Bewerben können sich Autorinnen und Autoren, deren bisheriges literarisches Schaffen eine entsprechende Befähigung erkennen lässt", heißt es aus dem Rathaus.

Zum besonderen Profil des Stipendiums gehöre die Auseinandersetzung mit Pfaffenhofen. Die Stipendiatin oder der Stipendiat sei dazu verpflichtet, sich während des Aufenthalts literarisch mit der Stadt auseinanderzusetzen. Am Ende des Stipendiums solle ein druckfähiger literarischer Beitrag im Sinne des Pfaffenhofener Schriftstellers Joseph Maria Lutz und seines im Jahre 1930 erschienenen Romans "Der Zwischenfall" entstehen.

Der besagte Lutz-Roman erzählt vom Besuch eines Dichters in einer oberbayerischen Kleinstadt und den Ereignissen, die daraus entstehen. Angelehnt daran seien die Stipendiatinnen und Stipendiaten dazu angehalten, ihren eigenen "Zwischenfall" in Pfaffenhofen zu schildern. Zum Abschluss des Aufenthalt finde dann wieder eine Lesung statt, bei der auch dieser Text vorgestellt werde.  Das Lutz-Stipendium wurde zur Erinnerung an Joseph Maria Lutz ins Leben gerufen.

Während des Aufenthalts wohnt die Stipendiatin beziehungsweise der Stipendiat im Flaschlturm in der Pfaffenhofener Altstadt. Das kleine Barock-Gebäude diente zunächst als Museum für Joseph Maria Lutz und wurde 2013 aufwändig kernsaniert. Das Interesse am Lutz-Stipendium war laut Stadtverwaltung bisher immer sehr groß: In den vergangenen Jahren seien jeweils rund 70 Bewerbungen von Autorinnen und Autoren aus ganz Deutschland und Österreich eingegangen.

Die Auswahl für das nächste Stipendium treffe im Januar eine vierköpfige Fach-Jury. Ihr gehören laut Stadtverwaltung der Kunst- und Kultur-Referent Rainhard Haiplik (ÖDP) als Vertreter des Stadtrats, der bekannte hiesige Schriftsteller und ehemalige Kultur-Referent Steffen Kopetzky sowie zwei weitere Personen an. Das Stipendium umfasse einen dreimonatigen Aufenthalt in Pfaffenhofen, der in der Regel von Mai bis Juli erfolge.

Die Stipendiatin oder der Stipendiat erhalte monatlich 1200 Euro Aufenthaltsgeld. Hinzu komme die kostenfreie Unterbringung im Flaschlturm einschließlich aller Nebenkosten und Internet. Für die Erstellung des "Zwischenfall"- Textes sowie die Übertragung der Veröffentlichungs-Rechte werde außerdem ein Honorar von 600 Euro gezahlt. "Für die Dauer des Stipendiums besteht Aufenthalts-Pflicht in Pfaffenhofen", wird betont.

Für die Bewerbung seien ein Antrag, eine Publikationsliste sowie eine Arbeitsprobe aus einem unveröffentlichten Projekt einzureichen. Die Arbeitsprobe dürfe maximal zehn Normseiten beziehungsweise 18 000 Zeichen inklusive Leerzeichen umfassen. Die Bewerbungs-Unterlagen können laut Stadtverwaltung als PDF-Datei per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! geschickt werden oder postalisch an: Stadtverwaltung Pfaffenhofen, Lutz-Stipendium, Hauptplatz 18, 85276 Pfaffenhofen. Weitere Informationen sowie die genauen Richtlinien zum Stipendium sind auf der Homepage der Stadt Pfaffenhofen unter diesem Link abrufbar.


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