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Zwölf junge Frauen schlossen an der Dr.-Eisenmann-Landwirtschafts-Schule den ersten Teil ihrer Fortbildung ab, weiter gehts für sie nun in Neuburg.

(ty) Zwölf junge Frauen haben diese Woche an der Dr.-Eisenmann-Landwirtschafts-Schule in Pfaffenhofen an der Ilm den ersten Teil ihrer Fortbildung zur staatlich geprüften Dorfhelferin erfolgreich abgeschlossen und das gebührend gefeiert. Zunächst stand ein ökumenischer Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche "St. Johannes Baptist" auf dem Programm; danach ging es zu einem Empfang ins Rathaus. Im Fest-Saal wurden nach Grußworten die Zeugnisse offiziell überreicht. Die Abteilung für Hauswirtschaft an der Landwirtschafts-Schule in Pfaffenhofen bietet als einzige Schule in ganz Bayern in Vollzeitform eine Fortbildung zur staatlich geprüften Dorfhelferin beziehungsweise zum staatlichen geprüften Dorfhelfer an.

Die drei besten Absolventinnen des 73. Fortbildungs-Jahrgangs wurden bei der Veranstaltung in Pfaffenhofen besonders geehrt. Mit dem fabelhaften Noten-Durchschnitt von 1,0 war Annalena Mayr aus Finning (Kreis Landsberg am Lech) die Beste unter den zwölf angehenden Dorfhelferinnen des Semester-Jahrgangs 2025/27. Mit einem Schnitt von jeweils 1,16 schlossen Andrea Christine Kraus aus Windischeschenbach (Kreis Neustadt an der Waldnaab) und Pia Juliane Schaller aus Palling (Kreis Traunstein) den ersten Teil ihrer Fortbildung zur Dorfhelferin ab.

Nach 15 Monaten in Pfaffenhofen an der Ilm geht es nun laut Mitteilung des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Ingolstadt-Pfaffenhofen für die jungen Frauen weiter nach Neuburg an der Donau. An der katholischen Fachschule für Dorfhelferinnen und Dorfhelfer absolvieren sie dort den zweiten Abschnitt ihrer Fortbildung. Dieser dauere weitere neun Monate.

Wer sich für diese Fortbildung interessiert, hat laut AELF am 26. Januar sowie am 16. Februar jeweils ab 19 Uhr die Möglichkeit, sich im Rahmen von Online-Info-Veranstaltungen über die Landwirtschafts-Schule in Pfaffenhofen zu informieren. Außerdem öffnet die Landwirtschafts-Schule in der Kreisstadt am Samstag, 13. Februar, von 10 Uhr bis 14 Uhr ihre Türen und biete Einblicke in die Fortbildung sowie den Schul-Alltag.

Die Fortbildung zur staatlich geprüften Dorfhelferin beziehungsweise zum staatlichen geprüften Dorfhelfer dauert zwei Jahre. Sie findet an zwei Orten statt – bei der Abteilung für Hauswirtschaft an der Landwirtschafts-Schule von Pfaffenhofen an der Ilm (Teil eins, Dauer: 15 Monate) sowie an der katholischen Fachschule für Dorfhelferinnen und Dorfhelfer in Neuburg an der Donau (Teil zwei, Dauer: neun Monate).

Ein Dorfhelfer oder eine Dorfhelferin vertritt laut AELF eine Mutter, Hausfrau oder Betriebs-Leiterin in Notlagen und unterstützt Familien in schwierigen Situationen – sei es im hauswirtschaftlichen, pflegerischen, landwirtschaftlichen oder auch pädagogischen und psychologischen Bereich. 

Ziele dieser Fortbildung sind nach AELF-Angaben das Vertiefen der hauswirtschaftlichen Kenntnisse in Theorie und Praxis, das Professionalisieren des Managements in Familie und Betrieb und das Stärken der sozialen Fähigkeiten für vielfältige zukünftige Aufgaben. Außerdem gehe es um ein sicheres und kompetentes Auftrete sowie darum, sich selbst und seine Möglichkeiten besser kennenzulernen sowie neue fachliche und persönliche Qualitäten zu entdecken.

Bei der Ehrung der drei besten Absolventinnen im Rathaus von Pfaffenhofen. Rechts Schul-Leiterin Andrea Kellermann; hinten links Landrats-Stellvertreter Andreas Aichele und neben ihm Petra Praum, die Chefin des AELF Ingolstadt-Pfaffenhofen.

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