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Behörde erklärt, was zu tun ist, wenn man ein möglicherweise hilfsbedürftiges Tier findet, und verweist auf Igel-Beraterin sowie Check-Liste.

(ty) "Der Igel (Erinaceus europaeus) ist ein gern gesehener Bewohner unserer Gärten", weiß man beim Landratsamt in Pfaffenhofen. "Doch geeignete Lebensräume und ausreichend Nahrung werden für ihn vielerorts knapper." Auch im Freistaat gelte der Igel als Art mit negativer Bestands-Entwicklung und stehe auf der Vorwarn-Liste der "Roten Liste" gefährdeter Säugetiere. Besonders im Herbst müssten junge Igel ausreichend Gewicht aufbauen, um den Winterschlaf gut zu überstehen. Trockenheit und ein eingeschränktes Nahrungs-Angebot könnten die Nahrungssuche erschweren. Die Behörde gibt deshalb Tipps dazu, wie man Igel im Herbst richtig unterstützen kann.

"Wir beobachten, dass insbesondere junge Igel Schwierigkeiten haben können, rechtzeitig ausreichend Gewicht aufzubauen", erklärt Gudrun Bosch, die Leiterin der Unteren Naturschutz-Behörde am Landratsamt von Pfaffenhofen. "Wer einen möglicherweise hilfsbedürftigen Igel findet, sollte deshalb genau hinschauen und sich bei Bedarf fachlich beraten lassen."

Als grobe Orientierung könnten saisonale Gewichts-Richtwerte dienen: "Mitte Oktober gelten etwa 350 Gramm, Ende Oktober etwa 500 Gramm als Orientierungswerte für Jungigel." Ob ein Tier tatsächlich Hilfe benötige, hänge jedoch nicht nur von seinem Ernährungs-Zustand ab, "sondern auch von seinem Verhalten und seinem allgemeinen Gesundheits-Zustand.

Wer einen kleinen Igel finde und unsicher sei, ob er Hilfe benötige, könne sich an die Igel-Beraterin der Unteren Naturschutz-Behörde wenden. Dafür solle man das Tier (ohne Karton) abwiegen und ein Foto sowie die Gewichts-Angabe per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden. Die Igel-Expertin gebe dann schnellstmöglich eine Rückmeldung dazu, wie weiter vorgegangen werden solle.

"Bis zur Rückmeldung sollte der Igel möglichst wenig gestört werden", erklärt die Behörde. "Bei einer vorübergehenden Sicherung ist ein ausreichend hoher (mindestens 40 Zentimeter), ausbruchsicherer Karton mit Zeitungs-Papier und einer Versteck-Möglichkeit geeignet. Frisches Wasser in einer flachen Schale kann angeboten werden. Ob und wie das Tier gefüttert werden sollte, hängt von seinem Zustand ab und sollte im Zweifelsfall fachlich abgeklärt werden."

Weitere Informationen zur Einschätzung von Fund-Igeln biete die Check-Liste des Vereins "Pro Igel", die im Internet unter diesem Link abrufbar sei. Fachkundige Hilfe sei insbesondere notwendig, wenn ein Igel

  • "verletzt ist oder Fliegeneier beziehungsweise Fliegen-Maden aufweist,
  • apathisch oder stark abgemagert wirkt,
  • unterkühlt ist oder sich nicht mehr einrollen kann,
  • auffällig atmet, beispielsweise keucht oder hustet,
  • tagsüber unterwegs ist und dabei weitere Anzeichen einer Schwäche oder Hilfsbedürftigkeit zeigt".

Bei solchen Auffälligkeiten sollte man sich laut Landratsamt zeitnah an die Igel-Beraterin oder an die Untere Naturschutz-Behörde wenden. Die Behörde ist telefonisch unter (0 84 41) 27 - 31 90 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar.


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