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Auf dem ehemaligen Bayernoil-Gelände im Süden Ingolstadts soll eine beeindruckende City der Innovationen entstehen – Im Juli geht der Bebauungsplan in den Stadtrat 

(ty) Es ist eine eigene kleine Stadt, die da im Süden der Stadt entstehen soll, genauer gesagt auf dem ehemaligen Bayernoil-Gelände. Zusammen mit der Stadt plant Audi dort wie bereits mehrfach berichtet einen so genannten Innovations-Campus. Heute stellten Stadt und Audi erste Entwürfe eines möglichen bebauungsplanes vor. Ende Juli soll dieser Bebauungsplan für das rund 75 Hektar große Areal den Stadtrat passieren. Und auch wenn die ersten Entwürfe der Stadtplaner noch nicht den Grad an Verbindlichkeit haben, dass man so ganz genau wüsste, was da vor den Toren der Stadt passiert: In jedem Fall ist es ein ebenso ambitioniertes wie zukunftsweisendes Projekt, dass das Bild des Gewerbegebietes an der Eriagstraße massiv und positiv verändern wird.

Bürogebäude, Labore und Werkstätten sollen in dieser kleinen Audistadt entstehen. Nicht aber in den nächsten Jahren, sondern mit einer Perspektive, die die Jahreszahl 2030 oder gar 2040 trägt. Beginnen aber sollen die Baumaßnahmen bereits 2017, um dann möglicher Weise 2019 in teilen in Betrieb gehen zu können.

Auf eine Länge von 1,2 Kilometer und einer Breite von rund 800 Metern plant Audi hier eine eigene kleine Stadt, die indes nicht der Produktion, sondern einzig der Entwicklung und Innovation dienen soll und dementsprechend hochwertige Arbeitsplätze bieten wird. Wie viele, darauf will man sich bei Audi nicht zu keiner Aussage hinreißen lassen. Bei der Größe der Fläche kann man indes spekulieren, dass diese Zahl im höheren vierstelligen Bereich liegen dürfte.

Ausgehend vom Audi Sportpark zieht sich die Innovations-City bis hin zu Donau, ein Boulevard, die so genannte „Magistrale“, bildet die Lebensader für das Gelände, das im jetzigen Planungsstand immerhin schon gut strukturiert erscheint und in Richtung Donau ihren Abschluss in einem 75 Meter hohen Hochhaus finden könnte, das nicht nur zum Wahrzeichen des Innovationscampus werden könnte, sondern zudem zum höchsten Gebäude der Stadt. In Richtung Norden zum Auwald hin werden nach dem jetzigen Planungsstand 15 Hektar an die Natur zurückgegeben.

Bevor es indes ans Bauen geht, muss das Gelände erst einmal saniert, entgiftet werden. Stadtbaurätin Renate Preßlein-Lehle geht davon aus, dass der gültige Bebbauungsplan Ende 2016 stehen sollte und hält das Projekt ebenso wie Oberbürgermeister Lösel für eine überaus positive Entwicklung für Ingolstadt. „Das wird ein Meilenstein für die gesamte Region“, so Lösel heute bei der Vorstellung der Planungen, „und es ist eine Chance, wirklich hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen.“

Aus einer Industriebrache entsteht hier an der Eriagstraße eine Stadt der Innovationen, die auch das gesamte Umfeld positiv beeinflussen dürfte. Denn in unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich weitere Ruinen wie der ehemalige Meisterkauf und andere Gebäude, die im Besitz von Erich Kellerhals sind und sicher im Takt der Entwicklung des Innovations-Campus zu einem merkantilen Südpark heranwachsen werden. Planungen und auch Bebauungspläne dafür gibt es schon lange. Für deren Umsetzung könnte jetzt langsam die Zeit gekommen sein.


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