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Nachdem VW dem amerikanischen Staranwalt Hausfeld nicht fristgerecht geantwortet hat, wir der nun eine Sammelklage für tausende Autobesitzer einreichen, die vom Abgas-Skandal betroffen sind

(ty) US-Staranwalt Michael Hausfeld hat vergeblich aus Post aus Wolfsburg gewartet. Aber von Volkswagen kam  nichts in der von dem 70-jährigen Anwalt gesetzten Frist. Hausfeld wollte VW dazu bewegen, europäische Fahrer, die vom Diesel-Skandal betroffen sind, denen in Amerika gleichzustellen. Dort hatten alle Kunden, die ein mit der Schummel-Software ausgestattetes Auto fahren, 1000 Dollar Entschädigung erhalten. Wie der Jurist dem Magazin Focus sagte, sei das für ihn eine lange erwartete Gelegenheit, das Rechtsmittel der Sammelklage nach Europa zu bringen.

Nachdem nun also die Frist verstrichen ist, wird Hausfeld Klage einreichen. Und die hat es in sich. Denn immerhin vertritt Flottenbetreiber ebenso wie tausende von Privatbesitzern jener Modelle, die von dem Abgas-Skandal betroffen sind. Laut Süddeutscher Zeitung will er mit der Sammelklage, die im Oktober oder November verhandelt werden könnte, pro Auto fünf bis zehn Prozent des Kaufpreises zurückbekommen.

„Wir können nicht dulden, dass ein Unternehmen seine Kunden behandelt, als seien sie Wegwerfartikel“, meint Hausfeld. „Warum zahlt Volkswagen einem US-Bürger Schadensersatz, aber nicht einem Deutschen, der sein Auto unter den gleichen Bedingungen auf dem gleichen Markt gekauft hat?“, sagt der Anwalt dem Magazin „Focus“.


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