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Die Pfaffenhofener Institution hat zum dritten Mal den Spielstätten-Programmpreis erhalten – Herausragendes Livemusik-Angebot mit 5000 Euro gewürdigt

(ty) Die Pfaffenhofener Künstlerwerkstatt hat nach 2013 und 2014 nun nun dritten Mal den Spielstättenprogrammpreis erhalten. Der sperrige Titel wurde heuer umbenannt in „Applaus“, was für „Auszeichnung der Programmplanung unabhängiger Spielstätten“ steht. Mit der von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Initiative Musik ausgelobten Ehrung ist ein Preisgeld von 5000 Euro verbunden, das der Förderverein der Künstlerwerkstatt für sein „herausragendes Livemusik-Programm“ im vergangenen Jahr erhält und das nun der Programmplanung für die folgende Spielzeit zugute kommen wird. 

Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Schauspiel in Köln nahmen der Vereinsvorsitzende Bernhard Singer und Pressereferent Tristan Ebertshäuser die Urkunde von Kulturstaatsministerin Monika Grütters entgegen. Den mit insgesamt 900 000 Euro an Preisgeldern ausgestatteten und somit höchstdotierten Bundesmusikpreis Deutschlands erhielten in diesem Jahr 64 Preisträger aus 13 Bundesländern in drei – von der Anzahl der jährlichen Konzerte abhängigen – Kategorien.

Im prämierten Jubiläumsprogramm 2015 gab es in der Pfaffenhofener Künstlerwerkstatt 16 Konzerte, unter anderen von „KUU!“, das vom Bayerischen Rundfunkt mitgeschnitten wurde, sowie drei Ausstellungen mit insgesamt 20 beteiligten Künstlern und ein Open-Air-Sommerfest mit einem Brass-Band-Umzug durch die Innenstadt.

Die Konzerte des weit über die Landesgrenzen bekannten Jazzclubs gegenüber dem Pfaffenhofener Bahnhof werden seit inzwischen über 25 Jahren durch ehrenamtliches Engagement und Spenden ermöglicht – und das bei stets freiem Eintritt. Dass es unter diesen Rahmenbedingungen Jahr für Jahr gelingt, außerhalb der großen Metropolen ein Programm von so enorm hoher Qualität mit internationalen Top-Musikern zu verwirklichen, ist nicht selbstverständlich und darf als eine beachtliche Leistung der Ehrenamtlichen gewertet werden.

 

Dementsprechend zufrieden zeigt sich Matthias Stadler, der zusammen mit Peggy Herzog für die Programmzusammenstellung verantwortlich ist: „Wir freuen uns sehr über den erneuten Gewinn des Spielstättenprogrammpreises. Er bietet uns die Möglichkeit unser Programm weiterhin unabhängig und im Sinne unserer musikalischen Interessen zu gestalten. Der Preis wird uns auch bei Publikum und lokalen Entscheidungsträgern weiterhin Rückenwind bescheren.“

Tristan Ebertshäuser ergänzt: „Natürlich macht uns die erneute Auszeichnung stolz. Wir alle wissen, was wir an der Künstlerwerkstatt haben und merken das in der Begegnung mit Musikern, Künstlern, Besuchern und allen anderen, die zur außergewöhnlichen Atmosphäre der Kreativität an diesem Ort beitragen. Eine solche Wertschätzung von höchster politischer Stelle und die Möglichkeit, unsere Heimat damit auf Bundesebene repräsentieren zu können, tut gut.“

Trotzdem, so Ebertshäuser, „darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass neben der punktuellen vor allem in der strukturellen Förderung von Kulturarbeit auf allen Ebenen noch Verbesserungspotential vorhanden ist.“ Er betont: „Auch in Zukunft werden wir auf breite Unterstützung von Politik, Wirtschaft, Öffentlichkeit und engagierten Privatleuten angewiesen sein und wollen dazu natürlich alle herzlich einladen.“

Das nächste Konzert in der Werkstatt an der Münchener Straße 68 gibt wegen einer Verletzung des Bassisten übrigens nicht das Alexander-Wienand-Trio am Samstag, 29. Oktober. Dieses Konzert wird auf Januar verschoben. Stattdessen gibt es am Sonntag, 6. November, die Weltmusik- und Ethnojazz-Pioniere von „Embryo feat. Deobrat & Prashant Mishra“ zu hören. Einlass ist ab 20 Uhr, Beginn 20.30 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei, Spenden sind erwünscht. 

Weitere Infos unter: www.kuenstlerwerkstatt-pfaffenhofen.de/konzerte


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