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Seit einem Jahr gibt es das Projekt "Patenschaften für Flüchtlingskinder": Die Bilanz fällt eindeutig positiv aus, das wurde jetzt gefeiert.

(ty) Der Inter-Kultur-Garten auf dem Pfaffenhofener Bunker-Gelände wird von vielen als Ort der Begegnung geschätzt. Auch die Familien, die im Rahmen des Projekts „Patenschaften für Flüchtlingskinder“ zum „Bergfest“ mit Brunch geladen waren, „genossen die Stunden im Garten bei angenehm warmen Temperaturen sichtlich“, wie eine Sprecherin der Stadtverwaltung berichtet. Ein ganzes Jahr besteht das Projekt nun schon und die Atmosphäre bei dem Fest sei „von Freundschaftlichkeit und Vertrautheit“ geprägt gewesen. Für die Kinder wiederum sei der Höhepunkt des Festes die Künstlerin gewesen, die vielfältige Luftballontiere für sie zauberte. 

Vor allem um die Kinder geht es bei dem Projekt „Patenschaften für Flüchtlingskinder“, das im vergangenen Jahr vom Gesamtelternbeirat der städtischen Kindertagesstätten angestoßen sowie vom Sachgebiet „Familie und Soziales“ im Rathaus umgesetzt worden war. „Kinder, die erst vor kurzem aus anderen Kulturen und Ländern nach Pfaffenhofen gekommen sind, sollen Anschluss finden“, wird dazu erklärt. Die Patinnen und Paten könnten dabei die Rolle von Ansprechpartnerinnen und Kümmerern einnehmen, aber auch von Problemlösern und Spielgefährtinnen. „Die Qualitäten eines Paten oder einer Patin sind in jedem Fall unersetzlich und können im Leben eines Kindes einen entscheidenden Unterschied ausmachen.“

Bei der Stadtverwaltung will man den Blick auf die „Kümmerer“ lenken, „die ihr Engagement nicht allein am politischen Tagesgeschehen ausrichten, sondern sich als Patinnen und Paten langfristig für die soziale und gesellschaftliche Integration der Geflüchteten einsetzen“. Es geht also auch um die Erwachsenen. „Darum, dass sie in Kontakt mit den Neuangekommenen gehen und Berührungsängste hinter sich lassen.“ Entsprechend groß sei bei allen Beteiligten die Freude gewesen, als die Anfrage des Bundesministeriums für Familie kam, im Rahmen des bundesweiten Projekts „aktion-zusammen-wachsen“ als „Projekt des Monats Juni 2017“ aufzutreten.

Die Vorschulkinder aus den Kindertagesstätten sind mittlerweile zu Schulkindern geworden und das Pfaffenhofener Projekt geht sozusagen in eine zweite Runde. Auch die Flüchtlingskinder, die ab Herbst in eine der städtischen Kitas gehen, sollen die Möglichkeit bekommen, über eine Patenfamilie in das hiesige Leben integriert zu werden. Zum Organisations-Team des Projekts gehören neben einigen engagierten Eltern auch Frederike Gerstner und Fatiha Boulla von der städtischen Integrationsstelle sowie die externe Beraterin Christiane Hofbauer.

Eine große Freude haben die arabisch sprechenden Pfaffenhofener Frauen von der Gruppe „A Sayel“ den Paten und den Projekt-Verantwortlichen gemacht: Sie haben 300 Euro gespendet, die sie mit dem Verkauf von Spezialitäten aus ihren Herkunftsländern beim Open-Air-Konzert am „Internationalen Tag“ auf dem Hauptplatz eingenommen hatten. Einen Brunch hatten die Frauen auch für das Bergfest zubereitet. Um die 50 Besucherinnen und Besucher des Bergfests zu verköstigen, hatten sie schon in den frühen Morgenstunden in der Küche gearbeitet. „Insgesamt können die Organisatorinnen auf eine gelungene Veranstaltung zurückblicken und hoffen auf viele neue Begegnungen in der Zukunft“, so das Fazit.


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