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Offenbar bekam der junge Mann es dann doch mit der Angst zu tun, nachdem der Einsatz eines Polizeihunds angekündigt worden war.

(zel) Von einem ziemlich ungewöhnlichen Fall berichtet die Dachauer Polizei. Nach dem Hinweis einer Zeugin, dass in ein Lokal in Kleinberghofen eingebrochen wird, rückte gestern Abend die Polizei an, umstellte das Gebäude. Doch der Eindringling reagierte zunächst nicht. Als die Beamten mit dem Polizeihund drohten, bekam er aber offenbar Muffensausen und wählte den Notruf. Letztlich ergab sich der 19-Jährige, wurde festgenommen. Angeblich suchte er bloß einen Schlafplatz.

 

Die etwas kurios anmutende Geschichte begann am gestrigen Abend gegen 22.30 Uhr, als sich eine Anwohnerin der besagten Gaststätte in dem Erdweger Ortsteil telefonisch bei der Dachauer Polizeiinspektion meldete. Die Zeugin teilte mit, dass soeben ein Mann in das Lokal an der Münchner Straße einsteigt. Der zunächst Unbekannte drang demnach über das Toilettenfenster in das Haus ein. Die Polizei rückte eilends an, umstellte das Haus.

 

Auf Rufe der Gesetzeshüter habe der Einbrecher dann allerdings nicht reagiert.  Als schließlich ein Polizeihund zum Einsatz kommen sollte, „wurde es ihm wohl zu unheimlich und er rief selbst beim Notruf der Polizei an“, berichtet ein Sprecher der Dachauer Inspektion. Auf Nachfrage unserer Zeitung wurde erklärt, dass der ungebetene Gast tatsächlich die 110 gewählt hatte. Der Eindringling verließ letztlich von sich aus die Gaststätte und ergab sich, die Beamten nahme ihn fest.

 

Bei dem Beschuldigten handelt es sich den Angaben zufolge um einen 19-Jährigen aus Erdweg, der nach eigenen Einlassungen in der Gaststätte lediglich nächtigen wollte. Was zumindest fragwürdig klingt, weil der junge Mann ja in der Gemeinde wohnt und laut Polizei auch nicht betrunken war. Die näheren Umstände dieses Einbruchs müssen nun im Zuge der weiteren Ermittlungen geklärt werden. Der 19-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. An dem Fenster entstand ein Schaden in Höhe von etwa 50 Euro.


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