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Zehn Stationen bieten vielfältige Sinnes-Erfahrungen. Info-Tafeln vermitteln zudem Wissenswertes übers Laufen ohne Schuhe.

(ty) Wie fühlt es sich an, barfuß über Fichtenzapfen, Splitt, Sand oder Kieselsteine zu laufen? Das lässt sich künftig in Rohrbach erleben. Am Wochenende wurde der neue Barfuß-Parcours feierlich eröffnet. Nun sind alle Interessierten dazu eingeladen, den neuen Erlebnis-Pfad auszuprobieren. Zehn Stationen mit unterschiedlichen Untergründen ermöglichen vielfältige Sinnes-Erfahrungen. Ein langer Baumstamm zum Balancieren schult den Gleichgewicht-Sinn und wird bei Kindern wohl hoch im Kurs stehen. Info-Tafeln, die mit dem Sportmediziner Herbert Ehrl entwickelt wurden, vermitteln Wissenswertes rund ums Laufen ohne Schuhe. Auf Bänken mitten im Grünen lässt es sich pausieren und Brotzeit machen.

Das regnerische Wetter am Samstag tat der Freude darüber keinen Abbruch, dass das Projekt nach einer langen Planungsphase nun endlich zum Abschluss gekommen ist. Rohrbachs Bürgermeister Christian Keck (SPD) bedankte sich bei allen Beteiligten, aber vor allem bei Horst Rückert, der den Barfuß-Parcours ins Rollen gebracht und sich im Bürger-Arbeitskreis "Kultur & Freizeit" federführend darum gekümmert hatte. "Gut Ding braucht Weile" – dieses Sprichwort trifft hier allemal zu. Mehr als 250 E-Mails seien in Zusammenhang mit dem Projekt geschrieben worden, heißt es aus dem Rathaus – es habe unzählige Abstimmungsrunden gegeben, doch nun ist es geschafft.

Agnes Stiglmaier, "Leader"-Koordinatorin beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Ingolstadt, hält den neuen Barfuß-Parcours für ein "wertvolles Angebot, das Natur-Erlebnisse bietet". Ein Projekt mit finanzieller Unterstützung des EU-Förderprogramms "Leader" könne immer dann entstehen, wenn Ideen aus Bürger-Engagement heraus entstünden. Der Barfuß-Parcours gilt hier als ein sehr gutes Beispiel. Die "Lokale Aktionsgruppe Landkreis Pfaffenhofen" (LAG) hat aus Leader-Mitteln für dieses Projekt 9850 Euro locker gemacht. Die Gesamt-Kosten werden auf gut 23 400 Euro beziffert. 

 

Die gesundheitlichen Vorzüge des Barfuß-Laufens hob Sportmediziner Herbert Ehrl hervor, der darin die "Gegenbewegung zum Sneaker-Wahnsinn" sieht. Barfuß-Laufen sei nicht nur für die Füße eine Wohltat, sondern auch für den Rücken und den gesamten Haltungsapparat, erklärt der Wolnzacher Arzt. Auch Leonardo Capaccioli nahm an der Eröffnung teil – mit nackten Füßen. Vor über einem Jahr hatte er die Schuhe an den Nagel gehängt und nimmt seither barfuß an Wettkämpfen teil. Aktuell bereite sich der gebürtige Italiener auf einen Halbmarathon vor, den er ohne Schuhe bewältigen will. "Der Barfuß-Parcours ist ein tolles Angebot. Ich werde sicherlich oft hierherkommen", so Capaccioli.

Der Barfuß-Parcours, der zum Treffpunkt für Jung und Alt werden soll, befindet sich am Ortsrand von Rohrbach, in der Verlängerung vom Hopfenweg (linker Hand rund um das ehemalige Schafgehege). Zu folgenden Terminen finden öffentliche Begehungs-Termine mit dem Sportmediziner Herbert Ehrl statt: Sonntag, 9. August, ab 11 Uhr, und Sonntag, 13. September, ebenfalls ab 11 Uhr. Weitere Termine seien nicht ausgeschlossen und auf Anfrage möglich.

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