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Heute früh fand ein erster Warnstreik bei Herrnbräu wegen der anstehenden Tarifrunde statt 

(ty) Im Vorfeld der heutigen zweiten Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der bayerischen Brauwirtschaft haben die Beschäftigten der Spaten-Franziskaner-Bräu in München und der Herrnbräu in Ingolstadt für mehrere Stunden die Arbeit niedergelegt. Die komplette Frühschicht hat mit ihrem Ausstand die Tarifforderung der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) nach sechs Prozent Lohnerhöhung, überdurchschnittlicher Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und unbefristeter Übernahme der Ausgebildeten, Nachdruck verliehen. In der ersten Verhandlungsrunde für die rund 10 000 Beschäftigten hätten die Arbeitgeber laut Gewerkschaft nur ein „völlig unzureichendes Magerangebot“ vorgelegt.

Die bayerischen Brauherren boten – so die Gewerkschaft – nur 2,1 Prozent für die ersten zwölf Monate und danach 1,8 Prozent für weitere zwölf Monate. Erfolgreich Ausgebildete sollen nach der Ausbildung lediglich für sechs Monate übernommen werden. „Sollten wir auch heute zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis für die Beschäftigten kommen, werden wir die Streikaktionen bayernweit deutlich ausweiten“, so Freddy Adjan, NGG-Landesbezirksvorsitzender in Bayern. Die bayerische Brauwirtschaft habe im abgelaufenen Jahr entgegen dem Bundestrend erneut den Bierabsatz um 0,7 Prozent gesteigert. Rechne man die alkoholfreien Biere dazu, liege die Steigerung sogar über ein Prozent.


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