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"Die Entscheidung dazu habe ich bereits vor längerer Zeit getroffen", erklärte er heute. Die Unternehmens-Leitung soll ihm andere Stelle anbieten.

(ty) Peter Mosch, der langjährige Chef des Gesamt-Betriebsrats bei Audi, legt zum Ende dieses Monats sein Mandat als Betriebsrats-Vorsitzender bei Audi in Ingolstadt sowie alle damit verbundenen Betriebsrats-Mandate bei Audi und im Volkswagen-Konzern nieder. Das wurde am heutigen Freitag in einer Presse-Mitteilung von Audi und Audi-Betriebsrat bekannt gegeben. Die Entscheidung habe er "bereits vor längerer Zeit getroffen", so der 51-jährige Mosch. "Ich bin weiter Audianer und werde das auch im Herzen immer bleiben." Er habe die Unternehmens-Leitung dazu aufgefordert, ihm eine andere Stelle anzubieten.

Mosch leitete über 17 Jahre lang als Vorsitzender die Arbeit des Audi-Betriebsrats Ingolstadt und die des Gesamt-Betriebsrats der Audi-AG, fasst das Unternehmen zusammen. Damit habe er die Interessen von rund 60 000 Audianern gegenüber dem Unternehmen vertreten. Darüber hinaus sei er einer der führenden Köpfe im Volkswagen-Konzern-Betriebsrat sowie dem europäischen und Weltkonzern-Betriebsrat gewesen.

"Verantwortung zu übernehmen und mich für unsere Beschäftigten einzusetzen, ist stets mein Antrieb gewesen und wird es auch bleiben", erklärte Mosch in der heute veröffentlichten Presse-Information. "Unsere Audi-Familie ist Spitze und begeistert mich einfach." Zu seinem Rückzug legte er zugleich dar: "Verantwortung zu übernehmen, heißt aber auch, diese geordnet und wohl überlegt zum richtigen Zeitpunkt wieder zu übergeben. Die Entscheidung dazu habe ich bereits vor längerer Zeit getroffen."

Mit dem Erfolg des Projekts "Audi.Zukunft", mit dem der Betriebsrat zusammen mit dem Unternehmen Audi zukunftssicher aufgestellt habe und der Belegschaft sehr gute Perspektiven habe ermöglichen können, ist nach Überzeugung des 51-Jährigen jetzt genau der richtige Zeitpunkt, um den Staffelstab weiterzureichen und gleichzeitig ein neues berufliches Kapitel aufzuschlagen.

"Peter hinterlässt große Fußspuren. Wirtschaftlichkeit und Beschäftigungssicherheit als gleichrangige Unternehmensziele sind die Leitlinien seiner Arbeit", erklärt die stellvertretende Betriebsrats-Vorsitzende Rita Beck: "Sein Einsatz für die Belegschaft und seine zukunftsorientierte Ausrichtung des Betriebsrats waren dabei wegweisend und für uns Arbeitnehmer-Vertreter vorbildlich zugleich. Dafür danken wir ihm sehr."

Jörg Schlagbauer, der Vorsitzende des IG-Metall-Vertrauenskörpers bei Audi in Ingolstadt und stellvertretende Betriebsrats-Vorsitzende, kommentiert: "Peter hat mit seiner Arbeit als Betriebsrats-Vorsitzender und seinem gewerkschaftlichen Engagement bei Audi Akzente gesetzt, die noch lange nachwirken werden. Mit seiner pragmatischen, ruhigen und besonnenen Art erreichte er für die Audi-Beschäftigten eine Menge an Verbesserungen und Erfolgen. Peter Mosch ist ein Metaller durch und durch."

Audi-Personal-Vorstand Xavier Ros sagt: "Peter Mosch ist eine Institution für unser Unternehmen und das gesamte Audi-Team geworden. Er hat die Mitbestimmung bei Audi mehr als geprägt. Im Namen des Vorstands möchte ich mich für die fast zwei Jahrzehnte lang andauernde sehr gute und sehr konstruktive Zusammenarbeit bedanken."

Mosch selbst ließ heute zu seinem Abschied aus dem Betriebsrat und zu seiner beruflichen Zukunft noch folgendes wissen: "Ich bin weiter Audianer und werde das auch im Herzen immer bleiben. Die Fähig- und Fertigkeiten, die ich in den vergangenen Jahren sammeln konnte, werde ich an anderer Stelle für unsere vier Ringe und das Team einsetzen. Ich habe nun die Unternehmens-Leitung aufgefordert, mir eine entsprechende Stelle anzubieten."

Einen ausführlichen Bericht über Peter Mosch, sein Wirken und seinen beruflichen Werdegang lesen Sie hier: Bayerischer Verfassungs-Orden für den Audi-Betriebsrats-Chef Peter Mosch


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