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Betrüger gaben sich als Bank-Mitarbeiter und Polizist aus. Am Ende hob die Seniorin aus Dachau viel Geld ab und überließ es den Kriminellen.

(ty) Betrügern, die sich am Telefon als Bank-Mitarbeiter beziehungsweise Polizisten ausgegeben haben, ist es gelungen, eine Rentnerin aus Dachau um mehrere tausend Euro zu erleichtern. Zunächst tischten sie der Frau diverse Lügen auf. Schließlich wurde sie dazu gebracht, zu ihrer Bank zu fahren und dort Geld von ihrem Konto abzuheben. Diesen Bargeld-Betrag legte sie schließlich vor ihre Haustüre, wo das Kuvert mit der Beute dann von einer bislang nicht identifizierten Person abgeholt wurde. Die Kripo hat die Ermittlungen in dem Fall übernommen, bittet um Hinweise etwaiger Zeugen, warnt einmal mehr vor solchen Betrugs-Maschen und gibt Präventions-Hinweise.

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord heute berichtet, war die Seniorin am vergangenen Donnerstagvormittag von einem unbekannten Mann kontaktiert worden, der sich als Mitarbeiter eines Geldinstituts ausgab. Er gaukelte der Rentnerin vor, das ein auf ihren Namen eingereichter Überweisungsträger fehlerhaft sei. Im Laufe des Gesprächs sei die Frau mit einem weiteren Betrüger verbunden worden, der sich als Kriminalpolizist vorgestellt habe. Der Dachauerin sei nun vorgegaukelt worden, dass eine unbekannte Person unberechtigten Zugriff auf ihr Konto habe. Im weiteren Verlauf sei die Seniorin dazu gebracht worden, sich per Taxi zu ihrer Bank zu begeben und dort einen hohen vierstelligen Euro-Betrag von ihrem Konto abzuheben.

"Augenscheinlich wurde die Dame hierbei beobachtet, da in einem weiteren Telefonat die von der Geschädigten getragene Kleidung von den Betrügern beschrieben werden konnte", so die Polizei. Die von der Rentnerin abgehobenen Geldscheine sollten – so die nächste Lüge – anschließend auf ihre Echtheit überprüft werden. Laut Polizei deponierte die Dachauerin das Geld gegen 15 Uhr in einem Kuvert vor ihrer Haustür. Dort sei es dann unbemerkt von einem Unbekannten abgeholt worden. Die Beamten von der Kriminalpolizei-Inspektion aus Fürstenfeldbruck haben die weiteren Ermittlungen in dem Fall bereits übernommen. Um Hinweise aus der Bevölkerung wird gebeten.

Etwaige Zeugen, die im genannten Zeitraum im Bereich von Johann-Pflügler-Straße, Friedrich-Dürr-Straße und Anton-Hechtl-Straße verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, werden darum gebeten, sich unter der Telefonnummer (0 81 41) 61 20 bei der Kripo zu melden. Nach wie vor treiben Kriminelle in der Region mit so genannten Schock-Anrufen oder anderen Lügen-Geschichten ihr Unwesen, um arglose Menschen um Geld und Wertsachen zu bringen – unsere Zeitung berichtet immer wieder von solchen Fällen. Um sich vor derartigen Betrügereien zu schützen, gibt die Kriminalpolizei einmal mehr die nachfolgenden Verhaltens-Tipps:

Präventions-Hinweise der Polizei:

  • Legen Sie am besten auf, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
  • Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizei-Notruf-Nummer 110 an. Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruf-Taste.
  • Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an.
  • Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei.
  • Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen.
  • ​​​​​​Sprechen Sie auch mit Ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter.  

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