Bei der Überprüfung eines Lkw, der 15 Tonnen Bettwäsche aus der Türkei geladen hatte, zeigte sich dass ein Großteil der Sendung gegen die Rechte von 47 bekannten Labeln verstößt.
(ty) Im Rahmen einer stichprobenartigen Kontrolle haben Beamte vom Zollamt in Garching-Hochbrück eine erhebliche Menge gefälschter Markenware sichergestellt. "Bei der Überprüfung eines Lkw mit einer Gesamt-Ladung von über 15 Tonnen Bettwäsche aus der Türkei wurde festgestellt, dass ein Großteil der Sendung gegen die Rechte von 47 bekannten Marken verstößt", teilte die Behörde heute mit. "Gegen den Einführer der Ware wurde aufgrund Verdachts eines Verstoßes gegen das Markengesetz ein Strafverfahren eingeleitet."
Auf der Ware waren den Angaben zufolge überwiegend Abbildungen von Charakteren aus Kinder-Serien und Kinder-Filmen sowie von diversen Fußball-Vereinen zu sehen. Wegen Verdachts der unerlaubten Einfuhr von Marken-Fälschungen sei die Sendung angehalten worden. Der Zoll holte nach eigenem Bekunden umgehend die Einschätzung der betroffenen Marken-Inhaber sowie deren Rechte-Vertreter ein. "Fast alle von ihnen bestätigten, dass es sich bei den aufgegriffenen Produkten um Fälschungen handelte", heißt es weiter.
Neben den gefälschten Produkten wurden laut Zoll auch Teile der Sendung, die keine Markenrechts-Verletzung darstellten, aufgrund fehlender Textil-Kennzeichnung als nicht einfuhrfähig eingestuft. "Diese Waren entsprachen nicht den erforderlichen Sicherheits-Standards für den Handel in der Europäischen Union und wurden ebenfalls zurückgehalten", wird dazu erläutert. "Die umfangreiche Beschau der Sendung wurde dann im Warenlager einer Spedition vorgenommen."
"Dieser Aufgriff unterstreicht die Bedeutung einer konsequenten Kontrolle des internationalen Handels", sagt Thomas Meister, der Presse-Sprecher des Hauptzollamts in München, und betont: "Marken-Fälschungen schädigen nicht nur die Rechte-Inhaber, sondern gefährden auch die Sicherheit der Verbraucher."
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