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Insgesamt wurden gestern 87 Fahrzeuge gestoppt und 147 Personen überprüft. Registriert wurden zudem 63 Abstands- und 196 Tempo-Verstöße. 

(ty) Beamte von der Verkehrspolizei-Inspektion aus Ingolstadt haben am gestrigen Donnerstag mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei aus Eichstätt von 9 Uhr bis 15 Uhr eine Großkontrolle auf der Autobahn A9 durchgeführt und dabei zahlreiche Verstöße verschiedenster Art aufgedeckt. Neben der Verkehrs-Überwachung in der aktuellen Baustelle zwischen Stammham und Ingolstadt lag das Augenmerk nach Angaben der Gesetzeshüter auch auf der Prüfung der Verkehrstüchtigkeit der Fahrer. "Neben den genannten Schwerpunkten fanden weiterhin Schwerverkehrs-Kontrollen statt und die technische Verkehrs-Überwachung führte Geschwindigkeits- und Abstands-Messung durch", heißt es weiter. Nachfolgend die Details sowie die gravierendsten Fälle.

"Unter Einsatz von Zivil-Fahrzeugen und uniformierten Krädern wurden zielgerichtet Verkehrsteilnehmer der Kontrollstelle an der Anschlussstelle Ingolstadt-Nord zugeführt", erklärt die hiesige Verkehrspolizei-Inspektion zur Vorgehensweise. Die Fahrzeuge und deren Insassen seien dort einer "ganzheitlichen Kontrolle" unterzogen worden. Die Zollfahndung habe die Aktion mit dem Einsatz eines Gepäck-Scanners unterstützt. Insgesamt seien 87 Fahrzeuge – darunter sechs Busse – sowie 147 Personen unter die Lupe genommen worden.

Der 26-jährige Lenker eines Kleintransporters zeigte laut Polizei deutliche körperliche Anzeichen eines vorangegangenen Drogen-Konsums. Ein Test habe den Anfangs-Verdacht bestätigt und positiv auf Kokain sowie THC reagiert. Der junge Mann habe eine Blutentnahme über sich ergehen lassen müssen. "Bis zur Ausnüchterung musste er sein Fahrzeug stehen lassen", so ein Polizei-Sprecher. Sollte sich im Zuge der Labor-Untersuchung die Drogen-Fahrt bestätigen, muss der 26-Jährige mit einem Bußgeld-Bescheid, Strafpunkten und einem Fahrverbot rechnen. Die Weiterfahrt sei auch einem 33-jährigen Rumänen untersagt worden, der auf der Durchreise in Richtung Nürnberg unterwegs gewesen sei und keine gültige Fahrerlaubnis habe vorweisen können.

"Weitere Vergehen in der Kontroll-Statistik lagen im Bereich des Betäubungsmittel-Rechts und des Anti-Doping-Gesetzes vor", erklärt die Verkehrspolizei-Inspektion von Ingolstadt und führt dazu aus: "In einem vollbesetzten Kleinbus führte ein 53-jähriger Insasse geringe Mengen Betäubungsmittel mit. Nach eigenen Angaben benötigt er diese zur Schmerzlinderung. Hierfür konnte er jedoch weder ein Attest noch eine Verordnung auf Rezept vorweisen. Ein 52-jähriger Türke mit Wohnsitz in Deutschland führte aus seinem Heimatland eine nicht erlaubte Menge Testosteron in Form von Ampullen zur Injektion ein."

In Bezug auf den Verkehr in der Großbaustelle seien eine Vielzahl von Verhaltens-Verstößen und Verkehrs-Ordnungswidrigkeiten festgestellt worden. Entsprechende Bußgeld-Anzeigen seien erstellt worden. Für den 25-jährigen Lenker eines polnischen Kleintransporters habe die Tour am Kontrollort geendet: Sein Wagen sei um fast 25 Prozent überladen gewesen. Durch die technische Verkehrs-Überwachung seien 63 Abstands-Verstöße und 196 Tempo-Überschreitungen festgestellt worden. Der unrühmliche Spitzenreiter war laut Polizei bei höchstens erlaubten 80 Kilometern pro Stunde mit 127 km/ unterwegs – das wird mit einem Bußgeld-Bescheid über 320 Euro und einem einmonatigen Fahrverbot geahndet. 


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