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Rund 40 Events von 12. Juni bis 2. August. Das Programm ist bunt und vielfältig, für viele Veranstaltungen ist der Eintritt frei. Hier die Details, auch zum Ticket-Erwerb.

(ty) In Pfaffenhofen steht laut Stadtverwaltung "der bisher größte Kultur-Sommer" vor der Tür. Die Veranstaltungs-Reihe falle heuer noch umfangreicher und lebendinger aus. Von 12. Juni bis 2. August erwarten die Besucherinnen und Besucher rund 40 Veranstaltungen. Der Vorverkauf läuft bereits; für viele Events ist der Eintritt aber kostenlos. Das Programm reicht von Open-Airs und Festivals über die Kurzfilm-Nacht, den "Fotogehgrafie"-Wettbewerb, Theater-Aufführungen und ein "Fest der Demokratie" bis hin zu Ausstellungen und erstmals einem Kunst-Wochenende mit Abschluss-Party. Highlights sind die "Langen Nächte der Kunst und Musik", die "Internationale Nacht" und das große "Sommer-Open-Air". Außerdem gibt es mehrere Bürgerpark-Konzerte – und auch die Konzert-Reihe "Memo!" erfährt eine Fortsetzung. Nachfolgend ein Blick ins Programm sowie weitere Infos, unter anderem zum Ticket-Erwerb.

"Neben Open-Airs und Festivals verleihen insbesondere die zahlreichen Beiträge regionaler Kulturschaffender der Reihe ihren unverwechselbaren Charakter und unterstreichen die Vielfalt an Kunst und Kultur, die in Pfaffenhofen beheimatet ist", heißt es aus dem Rathaus. Seit Jahren fördere die Kreisstadt regionale Kulturschaffende, indem sie ihnen im Rahmen des Kultur-Sommers städtische Spielstätten kostenlos zur Verfügung stelle sowie die Öffentlichkeitsarbeit, das Ticketing und die Durchführung der Veranstaltungen vor Ort betreue. Dies gebe ihnen die Möglichkeit, eine eigene Veranstaltung mit deutlich geringeren Nebenkosten zu organisieren. Durch dieses bewährte Förder-Modell wachse die regionale Kultur-Szene merklich und das Programm des Kultur-Sommers werde noch vielfältiger. 

Zur Eröffnung des diesjährigen Kultur-Sommers laden die Stadt und der neue Pfaffenhofener Kunstverein am 12. Juni zu einer Vernissage in die Kunsthalle ein. Dort zeige die Münchner Künstlerin und Architektin Regina Baierl "Gebilde und Gehäuse", bei denen sie ausgediente Möbelstücke zu begehbaren Kleinst-Architekturen mache. Die Ausstellung laufe dann bis zum 17. Juli.

In der städtischen Galerie im "Haus der Begegnung" präsentiert Robert Andreas Drude seine "Übermalungen"; hier ein Ausschnitt aus einem seiner Werke.

Neu im Programm sei das zweitägige "Kunst-Wochenende" am 13. und 14. Juni. "Unterschiedlichste Ausstellungen, offene Ateliers und Kunst-Aktionen machen die Innenstadt zur Ausstellungs-Fläche", heißt es dazu. Nicht nur die Kunst mache das Festival besonders, sondern auch die Orte, in denen sie präsentiert werde. So biete sich zum Beispiel die Möglichkeit, einen Blick in den Hungerturm zu werfen, in dem der renommierte Künstler Benedikt Hipp ausgewählte Werke präsentiere. Bei einem Künstler-Gespräch mit Steffen Kopetzky stelle er außerdem seinen neuen Kunstband vor.

Im Rathaus werde es kunsthistorisch: Neben einer Schau mit Stadtansichten gebe es dort die Gelegenheit, mehr über Werke aus eigenem Besitz zu erfahren. Wer wolle, könne diese im Rahmen von "Kunst oder Künstchen? Der Kunst-Check" von Kunst-Historikerin Karin Probst vor Publikum begutachten lassen.

Rund 20 Programmpunkte gebe es an diesem "Kunst-Wochenende" zu entdecken – mit über 40 beteiligten Künstlerinnen und Künstlern: ein Rundgang durch die Stadt voller zeitgenössischer Kunst, mit Live-Aktionen von Graffiti- und Urban-Art-Künstlern bis hin zu spannenden Künstler-Gesprächen. Zum Abschluss des Wochenendes finde am Sonntag eine Party vor dem Rathaus mit Musik, Street-Food und Drinks statt. 

Die "Langen Nächte der Kunst und Musik" dürften wieder eine der beliebtesten Veranstaltungen des Kultur-Sommers werden. "Live-Musik, Ausstellungen, gastronomische Schmankerl und Straßenkunst verwandeln die gesamte Innenstadt am 26. und 27. Juni für zwei Tage zum Festival-Gelände für Groß und Klein", versprechen die Verantwortlichen. Auf mehreren Bühnen werde ein vielfältiges Programm aus Musik und Tanz geboten, die "Silent Disco" feiere ihr Comeback und ein eigener Street-Food-Markt sowie die lokalen Gastronomen laden zum Genießen ein. Für die jüngeren Gäste gebe es auch einiges zu erleben: Zwischen Kinderschminken, Clowns, Hüpfburgen und Schmieden könnten sich die Kinder austoben, handwerklich ausprobieren und Spaß haben.

Die "Internationale Nacht" am 20. Juni auf dem Oberen Hauptplatz stelle die kulturelle Vielfalt der Stadtgesellschaft in den Mittelpunkt. Vereine und Initiativen präsentieren der Ankündigung zufolge kulinarische Spezialitäten und Informations-Stände. Umrahmt werde der Abend durch ein internationales Bühnen-Programm aus Tanz und Musik. "Den musikalischen Auftakt machen Gitane Akkrobat & Lea mit traditionellen Liedern aus dem ehemaligen Jugoslawien – jedoch neu interpretiert", heißt es in der Ankündigung aus dem Rathaus. Danach übernehmen die "Tula Troubles" die Bühne – sie stammen aus aller Welt, genauso wie ihre Musik: "mitreißender Ska, leidenschaftlicher Folk, feurige Cumbia, pulsierender Reggae, gefühlvolle Chansons, Balkan-Rhythmen und orientalische Melodien."

Auch heuer ist der Bürgerpark wieder Schauplatz mehrerer Events.

Bei den Bürgerpark-Konzerten – die in gewohnt gemütlicher Atmosphäre von Picknick-Events an drei Donnerstagen im Juli stattfinden – reiche das musikalische Spektrum von Austro-Pop über Big-Band-Sound bis zu modernem Mundart-Pop. Den Auftakt mache "Holza" mit einer Mischung aus Austro-Pop, Reggaeton und Dancehall. Danach feiere die PAF-Town-Big-Band unter der Leitung von Auwi Geyer mit Swing-Klassikern sowie neu interpretierten Stücken aus Pop, Funk und Rock ihre Rückkehr auf die Bühne im Bürgerpark. Das Duo "Briada" gestaltet mit Mundart-Pop und Bläserinnensatz den Abschluss. 

Anfang August finde im Bürgerpark außerdem das "Kizz-Rock"-Konzert des Kreisjugendrings (KJR) statt. Außerdem werde der Bürgerpark am 4. Juli zum Schauplatz des "Festes der Demokratie"; diese Veranstaltung des "Open Project e. V." verbinde Konzerte überregionaler Acts mit Workshops, Podiums-Diskussionen und interaktiven Info-Ständen.

Einer der Kultur-Sommer-Höhepunkte wird das Sommer-Open-Air am Sonntag, 26. Juli, auf dem Hauptplatz. Die Besucher dürfen sich laut Stadtverwaltung dieses Jahr auf "Fättes B" freuen. Ursprünglich als Brass-Band gestartet, liefere die Crew jetzt einen Mix aus "fätten" Beats, starken Raps und einer phänomenalen Brass-Section. Bevor "Fättes B" die City zum Beben bringen sollen, wollen die örtlichen Musikerinnen der Band "Catcall" zeigen, warum sie gleichzeitig den Jury- und den Publikums-Preis beim "Saitensprung"-Festival gewonnen haben. "Mit ihrer Mischung aus Rock, Punk und Grunge versprühen sie eine einzigartige Energie auf der Bühne und bieten textlich einen gesellschaftskritischen Blickwinkel auf das aktuelle Zeitgeschehen", so die Organisatoren.

Neben der großen Ausstellung von Regina Baierl in der Kunsthalle umfasse der Kultur-Sommer zahlreiche weitere Ausstellungen: In der städtischen Galerie im "Haus der Begegnung" präsentiert Robert Andreas Drude seine "Übermalungen", bei denen er alten Bildern neue Motiv-Elemente hinzufügt. Drudes Kreativität und sein handwerkliches Können verwandeln angestaubte Kunstwerke aus Flohmärkten und Dachboden-Funde zu zeitgenössischen Werken. In der Galerie "kuk44" präsentieren Bettina Kiebler und Karolin Schumann unter dem Titel "Zukunft braucht Herkunft" Arbeiten zwischen KI-gestützter Porträt-Kunst und abstrakter Malerei.

Im Theater-Saal steht die Komödie "Haie küsst man nicht" auf dem Programm.

Die beliebte "Fotogehgrafie" erfährt heuer ihre 20-jährige Auflage. Die im Rahmen dieses Foto-Wettbewerbs entstandenen Arbeiten werden ab Mitte Juli in der städtischen Galerie ausgestellt – zusätzlich werden der Ankündigung zufolge Werke der vergangen 20 Jahre am Hauptplatz präsentiert.

"Auch Film, Literatur und Theater haben ihren Weg ins Kultur-Sommer-Programm gefunden", betonen die Verantwortlichen. Im Rahmen der "Kurzfilm-Nacht" auf der Ilminsel präsentieren junge Filmschaffende ihre Werke unter freiem Himmel. Die Abschluss-Lesung des diesjährigen Lutz-Stipendiaten Peter Thiers findet ebenfalls im Rahmen des Kultur-Sommers statt. Und im Theater-Saal stehe die Solo-Komödie "Haie küsst man nicht" von "TheaterFimmel" auf dem Programm. Das Duo habe aber nicht nur ein Stück für Erwachsene zu bieten, sondern bringe in der Stadtbücherei auch das Kinder-Theater über die Fledermäuse "Flattertom und Federlilly" auf die Bühne. Tierisch werde es ebenfalls, wenn die Schülerinnen und Schüler der städtische Musikschule ihr Kinder-Musical "Wimba ... und das Geheimnis im Urwald" aufführen. 

"Mehrere regionale Ensembles, Chöre und Orchester bereichern ebenfalls das Programm des Kultur-Sommers", erklärt die Stadtverwaltung Der Kammerchor "a-cappella-nova" setze seine Konzert-Reihe "Memo!" in der Spitalkirche fort. Auch der renommierte "via-nova-chor" sei dort mit einem Konzert vertreten. Das Orchester "conPassione" aus Pfaffenhofen  präsentiere in der Kultur-Aula skandinavische Orchester-Musik, während sich Thomas Hofer und Max Hanft bei einem Duo-Abend im Festsaal quer durch die Musik verschiedenster Jahrhunderte spielen.

Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Kreuzkirche führen die Vokal- und Posaunen-Chöre der evangelischen Kirchen-Gemeinde Stücke aus der Jubiläums-Kantate von Stefan Daubner auf. Im Innenhof des Landratsamts stehen außerdem wieder Märsche, Polkas und Walzer im Rahmen der "böhmischen Liebe" auf dem Programm. Das Duo "OstWest" gestalte gemeinsam mit Theresa Klesper einen literarisch-musikalischen Abend, das Ensemble "Phoenix" zeige Max Reger von seiner beschwingten Seite und das "TrioVivant" feiere die Uraufführung von Kompositionen des geschätzten Pfaffenhofener Pianisten Leonid Gilman. 

Das Ensemble "Gschwerl" ist ebenfalls mit von der Partie.

Wie vielfältig die Kultur-Szene in und um Pfaffenhofen ist, zeigen laut Ankündigung unter anderem auch die Konzerte von "Paargold" und "mellow" sowie die Folk-Konzerte von "Pärlycka" und "Gschwerl", die einmal nordisch und einmal bayrisch ihre ganz eigene Version des Genres präsentieren.

Tickets und Infos

"Für die meisten Veranstaltungen ist der Eintritt frei beziehungsweise auf Spenden-Basis", heißt es weiter. Etwaige Tickets gebe es online bei www.okticket.de, im städtischen Kultur- und Tourismus-Büro im "Haus der Begegnung" am Hauptplatz 47, im "Intakt"-Musikinstitut sowie an allen regulären Vorverkaufsstellen. Restkarten gebe es an der Abendkasse. Das gesamte Kultur-Sommer-Programm sowie aktuelle Informationen zu den Veranstaltungen gibt es auf der städtischen Internet-Seite unter diesem direkten Link


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