Betriebsrat von Airbus in Manching fordert Abkehr von pauschalen Präsenz-Vorgaben und Umsetzung zukunftsweisender Militärflugzeug-Projekte.
(ty) Auf der heutigen Betriebs-Versammlung hat der Betriebsrat von "Airbus Defence and Space" in Manching die Umsetzung zukunftsweisender Militärflugzeug-Projekte gefordert und eine klare Abkehr von pauschalen Präsenz-Vorgaben verlangt. Hinsichtlich der Zukunft des Standorts bewertet die Arbeitnehmer-Vertretung nach eigenem Bekunden die Trennung vom bisherigen Partner "Dassault" beim Kampfflugzeug-Projekt "FCAS" als Befreiungsschlag. Nun müsse die Kampfflugzeug-Entwicklung unter deutscher Führung unverzüglich starten, um keine wertvolle Zeit durch zähe internationale Neuverhandlungen zu verlieren.
Gleichzeitig fordere das Betriebsrats-Gremium die Geschäftsführung dazu auf, die künftige Wartung des amerikanischen Tarnkappen-Jets F-35 nach Manching zu holen, sobald das erste fünfjährige Service-Paket des Herstellers auslaufe. Der Betriebsrats-Vorsitzende Thomas Pretzl betont in diesem Zusammenhang: "Manching ist das militärische Luftfahrt-Zentrum Deutschlands und wir wollen unsere Führungsrolle auch in Zukunft behalten." Massiven Unmut in der Belegschaft löste laut Betriebsrat ein Brief von Konzern-Chef Guillaume Faury aus, der eine strikte Vier-Tage-Präsenz-Pflicht ab September und eine Deckelung des mobilen Arbeitens vorsehe.
Pretzl weist dies entschieden zurück: "Der Brief aus Toulouse wendet sich gegen eine hoch engagierte Belegschaft", so der Betriebsrats-Vorsitzende. "Eine pauschale Deckelung widerspricht unserer gültigen Konzern-Betriebs-Vereinbarung eindeutig – wir lassen uns nicht verunsichern und setzen auf Vertrauen statt Verbote." Zudem warnt der Betriebsrat nach eigenem Bekunden vor einem Verkehrs-Kollaps, "da die Infrastruktur und die Parkplätze vor Ort für eine plötzliche Rückkehr-Welle überhaupt nicht ausreichen".





