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Der Bundestags-Abgeordnete Leon Eckert (Grüne) lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einem Themen-Abend im Hofberg-Saal ein.

(ty) Soll Deutschland zur Wehrpflicht zurückkehren? Braucht es eine allgemeine Dienstpflicht? Oder müssen Freiwilligendienste, Ehrenamt und Katastrophenschutz so gestärkt werden, dass junge Menschen sich aus Überzeugung engagieren? Über diese Fragen will der Bundestags-Abgeordnete Leon Eckert (Grüne) aus dem Landkreis Freising am morgigen Dienstag, 14. Juli, in Pfaffenhofen an der Ilm diskutieren. Die Veranstaltung findet unter dem Titel "Wehrpflicht? Dienstpflicht? Deine Sicht zählt." im Hofberg-Saal statt, beginnt um 19 Uhr und richtet sich an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger.

Wie aus dem Büro des Bundestags-Abgeordneten erklärt wird, ist die Veranstaltung Teil von Eckerts jährlicher Sommer-Radtour durch seinen Wahlkreis. Dieser umfasst die gesamten Landkreise Pfaffenhofen und Freising sowie Teile des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen. Unter dem Motto "Bundesradler 2026" sei der Grünen-Politiker auch heuer während der parlamentarischen Sommerpause mit dem Drahtesel unterwegs, "um mit Bürgerinnen und Bürgern vor Ort ins Gespräch zu kommen und ihre Anliegen mit nach Berlin zu nehmen".

Mitdiskutieren werden der Ankündigung zufolge in Pfaffenhofen auch Stefan Rädlein – er ist Kreisrat, Mitglied der Grünen-Jugend und frisch gebackener Abiturient. Er bringe die Perspektive eines jungen Menschen ein, der von möglichen neuen Pflichtdiensten selbst unmittelbar betroffen wäre. So kämen die politische Sicht aus dem Bundestag und die Sicht der jungen Generation direkt miteinander ins Gespräch.

Der Bundestags-Abgeordnete Leon Eckert (Grüne) auf dem Hauptplatz in Pfaffenhofen.

Eckert steht nach eigenem Bekunden einer Wiedereinführung der Wehrpflicht oder anderen verpflichtenden Diensten kritisch gegenüber. Er sehe Pflicht-Elemente als Instrumente, die nicht einfach die Antwort auf gesellschaftliche und sicherheitspolitische Herausforderungen sein könnten. Entscheidend sei vielmehr, Menschen aus Überzeugung für Engagement, Ehrenamt und Bevölkerungsschutz zu gewinnen. Eine starke Gesellschaft entstehe nicht durch Zwang von oben, sondern durch sinnvolle Beteiligungs-Möglichkeiten, Wertschätzung und Selbstorganisation von unten.

"Zugleich ist die Debatte hochaktuell", so Eckert in einer Presse-Info. Die Bundeswehr ringe um Personal, Fragen der Landes- und Bündnisverteidigung würden neu diskutiert, und viele junge Menschen fragten sich, ob und in welcher Form sie künftig zu einem Dienst verpflichtet werden könnten. Auch soziale Gerechtigkeit spiele dabei eine zentrale Rolle: Wer wäre betroffen? Wer könnte sich entziehen? Und sei es gerecht, vor allem junge Menschen in die Pflicht zu nehmen? Eckert warnt davor, eine Pflicht als Abkürzung zu nutzen, ohne diese Gerechtigkeits-Fragen vorher ernsthaft zu beantworten.

Die Veranstaltung in Pfaffenhofen an der Ilm richte sich ausdrücklich an alle Interessierten, besonders aber auch an Schülerinnen, Schüler und junge Erwachsene. "Sie sollen nicht nur zuhören, sondern ihre Sicht der Dinge direkt einbringen können", wird betont: "Welche Fragen, Sorgen oder Ideen sollten in der Debatte um Wehrpflicht und Dienstpflicht stärker gehört werden? Was würde junge Menschen motivieren, sich freiwillig zu engagieren? Und was sollte ein Bundestags-Abgeordneter aus dem Wahlkreis mit nach Berlin nehmen?"

Sehr hilfreich wären laut Mitteilung aus Eckerts Büro dabei auch die Erfahrungen von Personen, die den damaligen verpflichtenden Wehrdienst oder Zivildienst selbst geleistet haben oder ihn im persönlichen Umfeld erlebt haben. Ihre Einschätzungen könnten eine wertvolle Perspektive in die aktuelle Debatte einbringen: Was habe der Dienst damals bedeutet? Was sei sinnvoll gewesen, was problematisch? Und was lasse sich daraus für die heutige Diskussion um Wehrpflicht, Dienstpflicht und Freiwilligkeit lernen? 


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