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Autofahrer (65) hatte Riesenglück, wurde nur leicht verletzt. Alle Passagiere in der "Agilis"-Bahn blieben unversehrt. Straße und Gleise gut fünf Stunden gesperrt.

(ty) Ein schwerer Unfall hat sich heute vor den Toren von Manching ereignet. Wie die Verkehrspolizei-Inspektion aus Ingolstadt berichtet, war ein 65 Jahre alter Pkw-Lenker mit seinem Auto auf der Niederfelder Straße in südlicher Richtung unterwegs und steuerte am Bahn-Übergang "trotz vollständig geschlossener Halbschranke in den Gleis-Bereich". Sein Wagen wurde von einem Personenzug erfasst, in dem sich den Angaben zufolge 132 Personen befanden. Diese überstanden den Crash nach bisherigen Erkenntnissen allesamt unversehrt. Der Pkw-Fahrer sei mit leichten Verletzungen davongekommen. Gegen ihn werde jetzt strafrechtlich ermittelt. Die Bahn-Strecke und die Straße waren mehrere Stunden lang voll gesperrt.

Der Zug von "Agilis" war laut Polizei am Dienstagnachmittag – von Ingolstadt her kommend – in Richtung Regensburg unterwegs und fuhr zum Unfall-Zeitpunkt mit einer Geschwindigkeit von rund 120 Kilometern pro Stunde, als es gegen 14.10 Uhr zu dem Crash kam. "Trotz eingeleiteter Notbremsung konnte eine Kollision mit dem Pkw nicht mehr verhindert werden", so die Polizei. Durch den Zusammenstoß sei das Auto nach links geschleudert worden und schließlich auf der Beifahrerseite zum Liegen gekommen. Der 65-jährige Pkw-Fahrer aus dem Gemeinde-Bereich von Baar-Ebenhausen sei in seinem Wagen eingeschlossen worden. Von angerückten Feuerwehrleuten habe er unter Einsatz von schwerem Gerät befreit werden müssen.

Anschließend sei der Autofahrer per Rettungs-Hubschrauber in ein Klinikum gebracht worden. Der Zug sei ungefähr 400 Meter nach der Unglücksstelle auf freier Strecke zum Stillstand gekommen. "Die Insassen des Zuges blieben nach aktuellem Kenntnisstand unverletzt", wurde am Dienstagabend gegen 20.30 Uhr von der Verkehrspolizei-Inspektion aus Ingolstadt gemeldet. Der Zug sei von Feuerwehrleuten evakuiert worden. Die betroffenen Passagiere seien mit Bussen zum Bahnhof nach Vohburg gebracht worden. Der bei dem Unfall entstandene Sachschaden wurde von Streifenbeamten im hohen fünfstelligen Euro-Bereich angesiedelt.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei "waren die beiden Halbschranken sowie die vier Signal-Leuchten des Bahn-Übergangs zum Unfall-Zeitpunkt in Betrieb. "Hinweise auf eine technische Störung der Bahn-Übergangs-Anlage liegen derzeit nicht vor", heißt es weiter. Die Bahn-Strecke und die Kreisstraße seien für rund 5,5 Stunden komplett gesperrt gewesen. Der Zug habe von einem Werkstattzug abgeschleppt werden müssen. Der Pkw sei von einem Abschlepp-Unternehmen geborgen worden. Gegen den Pkw-Lenker werde nun strafrechtlich wegen gefährlichen Eingriffs in den Schienen-Verkehr ermittelt. Die Ermittlungen der Polizei zum genauen Unfall-Hergang laufen.

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Erst kürzlich war bei Manching, an einem anderen Bahn-Übergang, ein Pkw von einem Zug erfasst worden; lesen Sie dazu:

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