79-Jährige aus Dachau fiel auf Lügen-Beschichte von Betrügern herein und händigte 50.000 Euro aus. 23-Jähriger wenig später auf der A9 gestellt.
(ty) Weiterhin treiben Kriminelle in der gesamten Region mit so genannten Schock-Anrufen ihr Unwesen, um arglose Menschen um Bargeld und Wertsachen zu bringen – und trotz aller Warnungen haben sie immer wieder Erfolg und kassieren mitunter kräftig ab. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord am heutigen Freitag bekannt gegeben hat, ist am vorgestrigen Mittwoch eine 79-Jährige aus Dachau zum Opfern von Betrügern geworden. Allerdings sei der mutmaßliche Beute-Abholer noch am selben Tag festgenommen worden. Den Angaben zufolge handelt es sich um einen 23 Jahre alten Polen, der mittlerweile im Gefängnis sitzt.
Wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord erklärt, wurde die Seniorin aus Dachau am Mittwoch zunächst telefonisch von einem Betrüger kontaktiert, der sich dabei als Arzt ausgab. Er habe der Rentnerin eine Lügen-Geschichte über eine vermeintlich kranke Angehörige aufgetischt. Um ein lebensrettendes Medikament einsetzen zu können, so das kriminelle Märchen weiter, wäre eine hohe Geldsumme nötig. Laut Polizei hob die 79-Jährige dann Geld von ihrem Bank-Konto ab und übergab gegen 14.30 Uhr schließlich in Ingolstadt 50 000 Euro an einen männlichen Abholer.
Kurz vor 17 Uhr sei von Einsatzkräften der Verkehrspolizei-Inspektion aus Bayreuth im Rahmen von Fahndungs-Maßnahmen auf der Autobahn A9 ein weißer Opel-Astra mit polnischen Kennzeichen festgestellt worden. "Bei Kontrolle des Fahrers ergaben sich Hinweise, dass es sich hier um den Abholer aus Ingolstadt handeln könnte." Der Tatverdächtige wurde den Angaben zufolge festgenommen und dann auf Antrag der Staatsanwaltschaft von Ingolstadt einem Haftrichter vorgeführt. Mittlerweile sitzt er als Beschuldigter in einer Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft.
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