Nach Behörden-Angaben wird Tularämie durch ein Bakterium verursacht. Zu Vorsichts-Maßnahmen wird geraten.
(ty) Im Kreis Freising ist erneut die Hasenpest (Tularämie) aufgetreten. Die Krankheit sei bei vier Feldhasen nachgewiesen worden, wie heute aus dem Veterinäramt beziehungsweise Landratsamt mitgeteilt wurde. Aufgefunden worden seien die infizierten Feldhasen im Stadtgebiet von Freising "insbesondere im Weltwald, am Vöttinger Weiher und in der Nähe des Weihenstephaner Rings sowie in der Nähe des Echinger Weihers". Die Erkrankung werde durch das Bakterium "Francisella tularensis" verursacht und "kann in seltenen Fällen auch auf den Menschen übertragen werden". Das Veterinäramt rät zu Vorsichts-Maßnahmen.
"Die Übertragung der Tularämie auf den Menschen erfolgt in der Regel durch direkten Kontakt mit infizierten Feldhasen oder durch den Kontakt mit kontaminierten Materialien, wie zum Beispiel dem Blut oder den Körperflüssigkeiten der Tiere", heißt es in einer Mitteilung des Landratsamts von Freising. "Auch das Berühren von toten Tieren kann ein Risiko darstellen. Eine Übertragung durch den Verzehr von nicht ausreichend erhitztem Fleisch ist ebenfalls möglich, jedoch sehr selten. Übertragungen von Mensch zu Mensch sind nicht bekannt." Um sich und andere zu schützen, empfehle das Veterinäramt, "den Kontakt mit Wildtieren zu vermeiden und Abstand zu Feldhasen sowie anderen Wildtieren zu halten".
Haustiere sollten nach Angaben der Behörde ebenfalls nicht mit diesen Tieren in Kontakt kommen, da diese ebenfalls infiziert werden können. Beim Umgang mit toten Tieren sei besondere Vorsicht geboten: "Diese sollten nicht ohne geeignete Schutz-Ausrüstung berührt werden." Wer ein totes Tier findet, sollte laut Veterinäramt den zuständigen Jagdpächter informieren, der das aufgefundene Tier im Zuge des Feldhasen-Monitorings des bayerischen Jagdverbands (BJV) zu weiterführenden Untersuchungen an das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittel-Sicherheit (LGL) übermittelt.
"Die Symptome einer Tularämie beim Menschen können grippeähnlich sein und umfassen unter anderem hohes Fieber, Schüttelfrost, Müdigkeit, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen und geschwollene Lymphknoten", heißt es weiter. "Sehr selten kommt es zu septischen Verläufen und Todesfällen, dies betrifft vor allem immungeschwächte Personen." Im Falle eines Nachweises der Infektion beim Menschen bestehe eine Meldepflicht gegenüber dem zuständigen Gesundheitsamt.
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