Neben Freilicht-Theater-Aufführungen des legendären Stücks von Ehrenbürger Joseph Maria Lutz soll es weitere Programmpunkte rund um sein Werk geben.
(ty) Der Stadtrat von Pfaffenhofen hat in seiner gestrigen Sitzung den Planungen und damit auch der Durchführung der "Paradiesspiele" im Jahr 2028 zugestimmt. "Damit steht fest", so heißt es in einer offiziellen Mitteilung aus dem Rathaus: "Die Veranstaltungs-Reihe findet zum vierten Mal in Pfaffenhofen statt und rückt erneut den Schriftsteller und Ehrenbürger Joseph Maria Lutz in den Mittelpunkt." Neben den Freilicht-Theater-Aufführungen soll es weitere Programmpunkte rund um das Werk von Lutz geben.
Die so genannten Paradiesspiele waren im Jahre 2013 anlässlich des 120. Geburtstags von Joseph Maria Lutz – er lebte von 1893 bis 1972 – ins Leben gerufen worden und finden seither alle fünf Jahre statt. Namensgeber des Events ist das bekannteste Theaterstück von Lutz: "Der Brandner-Kaspar schaut ins Paradies". Ziel der Veranstaltungs-Reihe ist es nach Angaben der Stadtverwaltung, das Werk des heimatverbundenen Schriftstellers wieder stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken und es mit einem vielfältigen Kultur-Programm lebendig zu halten.
Ein zentraler Bestandteil der nächsten "Paradiesspiele" im Jahr 2028 werde erneut eine Freilicht-Aufführung von "Der Brandner Kaspar schaut ins Paradies" sein. Wie bereits zuletzt im Jahre 2023 sei erneut eine Bürgerbühne geplant, bei der Menschen aus Pfaffenhofen auf der Bühne stehen. Mit diesem Konzept hat die Stadtverwaltung nach eigenem Bekunden bei den vergangenen "Paradiesspielen" gute Erfahrungen gemacht. Der Theaterspielkreis hat in der Stadtratssitzung auch bereits signalisiert, dass er gemeinsam mit der Stadt die Freiluft-Aufführung veranstalten will.
Auch das Lutz-Stipendium für aufstrebende Schriftsteller werde im Jahr 2028 eine besondere Rolle spielen, heißt es aus dem Rathaus. Das im Jahre 2013 eingerichtete Stipendium geht dann in sein 15. Jahr. Aus diesem Anlass plant die Stadtverwaltung erneut ein Symposium, bei dem ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie weitere Schriftsteller zusammenkommen sollen. Den Abschluss soll eine gemeinsame Lesung bilden. Vergleichbare Symposien fanden bereits in den Jahren 2018 und 2023 statt. Aktuell läuft die Ausschreibung für die 14. Auflage des Literatur-Stipendiums; unsere Zeitung berichtete darüber bereits: Wer wohnt nächstes Jahr drei Monate lang im Flaschlturm in Pfaffenhofen?
Neben Theater und Literatur soll laut Stadtverwaltung ein spartenübergreifendes Kultur-Programm die "Paradiesspiele" im Jahr 2028 prägen. Dazu sollen, so wird erklärt, auch überregional bekannte Künstlerinnen und Künstler beitragen, die neue Impulse für das kulturelle Leben in Pfaffenhofen setzen. So sollen die "Paradiesspiele", anknüpfend an das Konzept des alljährlichen Kultur-Sommers, das Werk von Joseph Maria Lutz – die Themen Paradies und Lutz sowie neue Volkskultur – aus unterschiedlichen Perspektiven erlebbar machen sowie zugleich Raum für neue kulturelle Begegnungen schaffen.





