Kostenlose Spazierfahrten in einer Rikscha sollen vier Generationen verbinden. Online-Abstimmung für Qualifizierung von 45 Finalisten läuft bis 10. November.
(ty) Herausragende Initiativen, die das Radeln im Alltag einfacher machen, sind beim mit insgesamt 54 000 Euro dotierten Wettbewerb "Best Ride Award" gefragt, den die Firma Jobrad ausgelobt hat. Das für sein erfolgreiches Dienstrad-Leasing-Modell bekannte Unternehmen fördert damit deutschlandweit gemeinnützige Projekte, die Menschen besondere Erlebnisse mit dem Fahrrad ermöglichen. Große Hoffnungen auf einen der vorderen Plätze macht man sich bei "Radeln ohne Alter" in Rohrbach. Der im Jahr 2024 gegründete Verein bietet – wie mehrfach berichtet – Menschen, die aufgrund von Alter, Krankheit oder sonstigen Einschränkungen nicht selbst in die Pedale treten können, kostenlose Spazierfahrten mit einer Rikscha an, um ihnen damit eine Freude zu machen.
Mit ihrem Projekt "Vier Generationen, eine Rikscha – radelnd Generationen verbinden" wollen es die Rohrbacher bei einer noch bis einschließlich 10. November laufenden Online-Abstimmung ins Finale der besten 45 schaffen – und dort auch gewinnen, wie die Vereins-Vorsitzende Theresia Kellermann im Gespräch mit unserer Zeitung sagt. Mit "Miri", wie die vereinseigene Rikscha genannt wird, wolle man den Bewegungs-Radius von Menschen mit eingeschränkter Mobilität wieder erweitern. Im Vordergrund stünden das Miteinander und das gemeinsame Erleben der unterschiedlichen Generationen. Teilnehmen an der Online-Abstimmung kam man unter diesem Link.
"Ziel ist ein Ort der Gemeinschaft, an dem alle Generationen ihre Freude haben: ein Spielplatz für die Kleinsten, ein Kicker-Kasten für Größere und Teenies, ein Boule-Platz für Erwachsene, ein beruhigender Brunnen, ein Platz, um Erinnerungen zu teilen und vor allem, um eigene Geschichten zu erzählen", erklärt Kellermann. Der Verein sei ein sehr buntes, engagiertes und wachsendes Team. Gestartet sei man mit 15 Gründungs-Mitgliedern, mittlerweile seien es 47. Neun von ihnen sind laut Kellermann geschulte Rikscha-Piloten. Als Modell-Standort für Bayern habe man heuer am deutschlandweiten Projekt "Radelnd Generationen verbinden" teilgenommen. Strahlenden Augen der Gäste, manchmal auch mit Freudentränen, und die positiven Rückmeldungen motivierten das Team, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

Darum geht es beim "Best Ride Award"
Radeln sei für das Unternehmen mehr als nur eine Art, von A nach B zu kommen, heißt es in dem von Jobrad ausgeschriebenen Wettbewerb "Best Ride Award". Es sei Teil des Alltags, ein Lebensgefühl. Mit dem Preis wolle man Menschen und Projekte auszeichnen, "die zeigen, wie Fahrrad-Fahren im Alltag noch einfacher, sicherer und begeisternder werden kann". Die Qualifikations-Phase begann am 20. Oktober. Alle Unterstützenden können bis zum 10. November um 12 Uhr täglich einmal kostenlos abstimmen – ohne Angabe persönlicher Daten. Die 45 bestplatzierten Projekte ziehen dann ins Finale ein und haben laut Ausschreibung eine Förderung sicher.
Alle Finalisten starten dann wieder bei null Stimmen. In der Endrunde wird einmalig per SMS-Code abgestimmt. Am 12. November um 12 Uhr endet das Finale und die Höhe der Förderung für die Gewinner-Projekte steht fest. Insgesamt 54 000 Euro will Jobrad den eigenen Angaben zufolge an gemeinnützige Vereine und Organisationen vergeben. 45 000 Euro sollen per Online-Abstimmung direkt an 45 Projekte gehen. Weitere 9000 Euro werde eine Jury an drei Leuchtturm-Projekte vergeben.





