Vermögens-Übergang bestmöglich regeln: Notar Wolfgang Grosser erklärte in Pfaffenhofen die Unterschiede und juristischen Hintergründe.
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Auf großes Publikums-Interesse gestoßen ist ein Vortrag von Notar Wolfgang Grosser in den Räumlichkeiten der Sparkasse von Pfaffenhofen. Es ging dabei um die rechtzeitige Vorsorge für den Todesfall und die Gestaltung eines strategischen Vermögens-Übergangs. Unter dem Titel "Vererben oder verschenken? Wie kann ich den Vermögens-Übergang bestmöglich regeln?" referierte Grosser im vollbesetzten Casino des Geldinstituts.
Nach der Begrüßung durch Tino Müller, den Vorstands-Vorsitzenden der Sparkasse von Pfaffenhofen, übernahm Grosser die fachliche Einführung in das Thema. Wie lässt sich ein Vermögen sinnvoll und möglichst steuerschonend an die nächste Generation übertragen? Welche Vorteile bietet eine Schenkung zu Lebzeiten gegenüber einer klassischen Erbschaft? Und worauf sollte man bei der Nachlass-Planung unbedingt achten? All diese Fragen behandelte Grosser mit großem Sachverstand.

Sparkassen-Chef Tino Müller (links) und Notar Wolfgang Grosser.
Anschaulich und praxisnah erläuterte er die unterschiedlichen Möglichkeiten, Vermögen bereits zu Lebzeiten oder erst im Erbfall auf Angehörige und andere Begünstigte zu übertragen. Dabei wurde deutlich, dass eine frühzeitige Auseinandersetzung mit der eigenen Vermögens-Nachfolge entscheidend ist. Wer rechtzeitig plane, könne nicht nur persönliche Wünsche berücksichtigen, sondern auch mögliche Konflikte innerhalb der Familie vermeiden und steuerliche Gestaltungs-Möglichkeiten nutzen, so Grosser.
Einen besonderen Schwerpunkt legte der Fachmann auf die so genannte Schenkung zu Lebzeiten. Diese bietet die Möglichkeit, die Vermögens-Übertragung aktiv zu gestalten und beispielsweise Immobilien, Geld oder andere Vermögenswerte bereits vor Eintritt des Erbfalles an Ehepartner, Kinder oder weitere Angehörige weiterzugeben. Dabei können auch die steuerlichen Freibeträge und deren regelmäßige Erneuerung eine wichtige Rolle spielen.

Gleichzeitig machte der Notar deutlich, dass eine Schenkung gut durchdacht sein muss. Denn mit der Übertragung können auch Risiken und persönliche Einschränkungen verbunden sein. Fragen der Absicherung des Schenkenden, etwa durch Nießbrauchs- oder Wohnrechte, Rückforderungs-Möglichkeiten und die richtige vertragliche Gestaltung spielen deshalb eine wesentliche Rolle.
Auch die gesetzliche Erbfolge, die Möglichkeiten eines Testaments sowie die Unterschiede zwischen Erbschaft und Schenkung wurden thematisiert. Dabei zeigte sich, dass es keine pauschale Lösung gibt: Entscheidend sind stets die individuelle Vermögens-Situation, die familiären Verhältnisse und die persönlichen Vorstellungen der Beteiligten. Im Anschluss an den Vortrag nutzten die Besucher die Gelegenheit, ihre individuellen Fragen an Wolfgang Grosser zu richten sowie einzelne Aspekte der Vermögens- und Nachlass-Planung näher zu beleuchten.
Die Veranstaltung der Sparkasse Pfaffenhofen machte deutlich: Wer sein Lebenswerk erhalten und den Übergang seines Vermögens nach den eigenen Vorstellungen gestalten möchte, sollte sich nicht erst im hohen Alter oder angesichts eines konkreten Erbfalls damit beschäftigen. Frühzeitige Information und eine fachkundige Beratung schaffen Sicherheit für die eigene Zukunft sowie für die folgende Generation.





