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Interaktives Angebot vom "Krisendienst Psychiatrie Oberbayern" an der THI. "Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche."

(ty) Wie fühlen sich psychische Belastungen an? Was hilft, wenn alles zu viel wird? Und wie kann es gelingen, in schwierigen Lebensphasen neue Perspektiven zu finden? Mit "Starkes Stück – Eine Installation über Krisen, Hilfe und Hoffnung" lädt der "Krisendienst Psychiatrie Oberbayern" an der Technischen Hochschule von Ingolstadt (THI) dazu ein, sich interaktiv mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Bis zum 23. November sei die interaktive Installation vor Ort zu erleben, erklärt der Bezirk.

"Die Gestaltung macht eindrucksvoll erfahrbar, wie unterschiedlich Menschen mit Belastungen umgehen und welche Bedeutung persönliche Bewältigungs-Strategien und Unterstützung von außen haben können", erklärt der Bezirk Oberbayern. Die Besucherinnen und Besucher würden dazu angeregt, eigene Ressourcen zu entdecken, über den Umgang mit Krisen nachzudenken und sich mit Möglichkeiten professioneller Hilfe auseinanderzusetzen.

"Gerade im Hochschul-Umfeld können Leistungs-Druck, Prüfungs-Phasen, persönliche Herausforderungen und Zukunfts-Fragen besonders belastend sein oder sogar überfordern", heißt es weiter. Die Installation wolle Berührungsängste abbauen und dazu ermutigen, offen über psychische Gesundheit zu sprechen. Sie vermittle dabei eine zentrale Botschaft: "Krisen gehören zum Leben, doch niemand muss sie allein bewältigen."

"Eine psychische Krise kann jeden Menschen treffen – unabhängig von Alter, Lebens-Situation oder persönlicher Stärke. Entscheidend ist, dass wir Belastungen ernst nehmen, hinschauen und Unterstützung ermöglichen, bevor sich eine Situation weiter zuspitzt", sagt Eugenia Knauer, Gebiets-Koordination des "Krisendienstes Psychiatrie Oberbayern" für die Region 10 – also die Landkreise Pfaffenhofen, Neuburg-Schrobenhausen und Eichstätt sowie die Stadt Ingolstadt.

"Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern kann ein wichtiger Schritt sein, um wieder Perspektiven zu entwickeln", unterstreicht Knauer. Der "Krisendienst Psychiatrie Oberbayern" sei Teil des Netzwerks "Krisendienste Bayern". Letztere seien ein psychosoziales Beratungs- und Hilfe-Angebot für alle Menschen im Freistaat – unabhängig vom Alter. 

Unter der kostenfreien Telefon-Nummer 08 00 - 6 55 30 00 erhalten Menschen in psychischen Krisen sowie Angehörige und weitere Bezugspersonen rund um die Uhr, an sieben Tagen die Woche, telefonische Beratung und Unterstützung. Gemeinsam werde geklärt, welche Hilfe im jeweiligen Fall sinnvoll und notwendig sei. 

Die Krisendienste beraten nach Angaben des Bezirks telefonisch in mehr als 120 Sprachen und in deutscher Gebärden-Sprache sowie mit Schrift-Dolmetschern. Weitere Informationen zu den "Krisendiensten Bayern" gibt es unter www.krisendienste.bayern. Wichtig: Die "Krisendienste Bayern" seien telefonisch nur erreichbar, wenn der Anruf aus dem Mobilfunknetz oder dem Festnetz innerhalb Bayerns erfolge. Gehörlose Personen müssten registrierte Nutzer von "Tess Relay-Dienste" sein.


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