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Ausgerechnet im bayerischen Derby gegen die kriselnden Nürnberger setzte es für die Schanzer eine Niederlage in Überzahl – Morgen Abend könnte Fortuna Düsseldorf die Tabellenführung übernehmen

(zel) Zweitliga-Tabellenführer FC Ingolstadt hat erstmals in dieser Fußball-Saison seinen Meister gefunden. Ausgerechnet im bayerischen Derby beim kriselnden 1. FC Nürnberg kassierten die Schanzer heute Nachmittag mit 1:2 (0:2) die erste Pleite in dieser Spielzeit. Die Franken bescherten damit ihrem neuen Trainer Rene Weiler einen Einstand nach Maß, für die Ingolstädter dagegen setzte es nach weit über einem Jahr erstmals wieder einmal eine Niederlage auf fremdem Terrain.

Die Nürnberger erwischten in einer unterhaltsamen und kämpferischen, aber keinesfalls hochklassigen Partie einen Auftakt nach Maß: Bereits nach 25 Minuten stand es nach Treffern von Koch und Silvestr 2:0 für die Gastgeber. In der ersten Hälfte sollte den Schanzern nicht viel gelingen. FCI-Trainer Ralph Hasenhüttl brachte dann nach gut einer Stunde Stürmer Karl-Heinz Lappe für Lukas Hinterseer, um im Angriff einen neuen Impuls zu setzen. Und die Ingolstädter erspielten sich dann auch ein klares Übergewicht.

Hoffnung keimte zudem im Lager der Schanzer auf, als Nürnbergs Defensivmann Javier Pinola nach einem Allerwelts-Foul an Roger (63. Minute) zur Empörung der Franken und völlig unverständlich für den objektiven Zuschauer die rote Karte sah. Sieben Minuten später erzielte Moritz Hartmann den Anschlusstreffer für die Gäste. Nun kamen die Ingolstädter noch stärker auf und hatten durch Lappe und Roger zwei hundertprozentige Torchancen, scheiteren aber an der aufopferungsvoll kämpfenden Nürnberger Defensive und am Club-Keeper Rakovksy. 

Mit zunehmender Spieldauer warfen die Schanzer alles nach vorne, verbuchten auch ein klares Chancenplus, hatten aber diesmal nicht das nötige Quäntchen Glück, um doch noch den Ausgleich zu schaffen. Der Sieg für die Nürnberger geht in Ordnung, die Schanzer ließen ausgezeichnete Gelegenheiten ungenutzt und bekamen heute die Quittung für diverse Nachlässigkeiten.

Für die Schanzer gehen damit heute zwei Serien zu Ende: Erstmals nach über einem Jahr verließen sie nach einem Liga-Spiel in der Fremde wieder als Verlierer den Platz – und erstmals in dieser Saison wurde die Hasenhüttl–Truppe besiegt. Mit einem deutlichen Erfolg hat nun Fortuna Düsseldorf (24 Punkte/21:12 Tore) morgen Abend die Gelegenheit, die Schanzer (27 Punkte/22:11 Tore) von der Tabellenspitze zu verdrängen. Die Fortuna empfängt zum Abschluss dieses 14. Spieltags morgen um 20.15 Uhr die SpVgg Greuther Fürth.


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