Logo
Anzeige
Anzeige

Der hiesige Bundestagsabgeordnete Erich Irlstorfer (CSU) fordert die Erhebung und Auswertung von Daten über die Verbreitung von multiresistenten Keimen in Pflege-Einrichtungen

(ty) Krankenhausinfektionen mit resistenten Keimen führen nach offiziellen Schätzungen des Bundesministeriums für Gesundheit jährlich zum Tod von ungefähr 15 000 Menschen. Nicht zuletzt durch die Ansteckung von Patienten am Universitätsklinikum in Kiel seit Ende vergangenen Jahres rückten solche Keime und ihre Bekämpfung erneut in den Fokus der Öffentlichkeit. „In den meisten Fällen handelt es sich um den Methillicin-resistenten Staphylococcus aureus, besser unter der Abkürzung MRSA bekannt“, erklärt Erich Irlstorfer (CSU), Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises 215, der die Landkreise Freising und Pfaffenhofen sowie Aresing und Petershausen umfasst. „Vor allem immunschwache oder pflegebedürftige Patienten werden von solchen Keimen bedroht. Die Keime sind gegen alle bestehenden Antibiotika weitestgehend resistent, was sie so gefährlich macht“, so Irlstorfer. 

„Krankenhäuser verfügen in der Regel über geeignete Maßnahmen des Infektionsschutzes, um der Verbreitung solcher Keime entgegen zu wirken. Aufgrund einer immer älter werdenden Gesellschaft werden wir jedoch immer stärker mit älteren Patienten konfrontiert, die nach ihrem Krankenhausaufenthalt in Pflegeeinrichtungen verlegt werden“, betont Irlstorfer, der Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestags ist. 

„Genaue Daten zur Verbreitung von multiresistenten Keimen in Pflege-Einrichtungen sind uns nicht bekannt“, sagt Irlstorfer. „Wir wissen nicht, ob hier weiterer Handlungsbedarf zum Schutz der Pflegebedürftigen besteht.“ Eine Erhebung der Daten und eine entsprechende Auswertung sind aus seiner Sicht daher dringend erforderlich. „Wir müssen überprüfen, ob hier Handlungsbedarf für die Gesundheitspolitik besteht.“


Anzeige
RSS feed