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Zwei neue Apps laden zu einem Spaziergang durch die Landesfestung Ingolstadt – Mit Hilfe einer Virtual Reality-Brille 

(ty) Sie ist eines der zentralen Alleinstellungsmerkmale der Region: Die Bayerische Landesfestung Ingolstadt. Auch bekannt als „die Schanz“ verdanken ihr die Ingolstädter den Namen „Schanzer“. Erbaut im 19. Jahrhundert prägen diese historischen Festungsbauten noch heute an vielen Orten das Stadtbild. Dank virtueller Technologien und der Zusammenarbeit unterschiedlicher regionaler Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung konnten jetzt erstmals „verlorene“ Landesfestungsteile im Bereich des Ingolstädter Gießereigeländes detailliert digital rekonstruiert und so ein Stück der regionalen Geschichte in die Gegenwart zurückgebracht werden.

Das Modell ermöglicht – ähnlich wie in einem Computerspiel – einen virtuellen Spaziergang in die Vergangenheit. Mit Hilfe von Virtual Reality-Brillen (VR-Brillen) können Teile der Landesfestung aus dem 19. Jahrhundert virtuell erkundet werden, wodurch man in die Welt vergangener Zeiten eintauchen kann. Mittels dieser Technik können sich die Nutzer dabei frei zwischen den modellierten Gebäuden bewegen. Eine Besonderheit ist, dass es auch ohne teure VR-Brillen möglich ist, diesen virtuellen Spaziergang zu machen. Dafür wurde eine spezielle App entwickelt, die sich jeder auf das Smartphone laden kann. Platziert man das Smartphone dann in einer Konstruktion aus Karton, hat man seine eigene Virtual Reality-Brille und kann so zu jeder Zeit an jedem Ort virtuell die Landesfestung besuchen. Weiterer Bestandteil des Modells ist ein Stadtplan in 3D: Lässt man ein Smartphone, das mit einer weiteren eigens entwickelten App ausgestattet ist, über die Karte schwenken, erheben sich die historischen Bauten dreidimensional auf dem Display. Beide Funktionen sind als kostenlose Android-Apps verfügbar.

Erstmals konnten bei dem Projekt durch die Zusammenarbeit eines Netzwerks aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung der Region IngolStadtLandPlus digitale Technologien mit der Kunst- und Kulturgeschichte verknüpft werden. So beteiligen sich IRMA, Bertrandt, das Bayerische Armeemuseum, die Technische Hochschule Ingolstadt (THI), die Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH (ITK), das Stadtmuseum Ingolstadt und Audi an der Realisierung dieses Initialprojektes. Unterstützt wird das Kooperationsprojekt von der Stadt Ingolstadt.

Auf dem zweiten Virtual Innovation Forum gestern und heute an der THI wurde das erste Teilmodell der Virtuellen Landesfestung Ingolstadt präsentiert. „Das virtuelle Modell macht die Geschichte der Region erlebbar und zeigt gleichzeitig neue Chancen zur touristischen Vermarktung auf“, erklärt Gerd Riedel, Archäologe am Stadtmuseum Ingolstadt und Teilnehmer am Projekt. Für  Thomas Bauer von der Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Projektleiter der Virtuellen Landesfestung Ingolstadt, ist es ein Initialprojekt mit Signalwirkung für Akteure in der gesamten Region: „Die erfolgreiche gemeinschaftliche Umsetzung der Projektidee liefert Denkanstöße und Impulse, vorhandenes Know-how auch für andere Themen in der Region zu nutzen.“ Und Tobias Klein, Leiter der IRMA-Geschäftsstelle ergänzt: „Mit der Virtuellen Landesfestung Ingolstadt ist es gelungen, die Möglichkeiten zum Aufbau virtueller Infrastrukturen auch über das Projekt hinaus an einem konkreten Beispiel deutlich zu machen. Es beweist, welche Potenziale durch Zusammenarbeit und Wissenstransfer zwischen unterschiedlichen Partnern genutzt werden können.“ 


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