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Besorgte Anrufer meldeten sich bei der Polizei – Glühender, heller Flugkörper – Experte: Wohl ein Meteorit mittlerer Größe

(ty) Mehrere besorgte Anrufer aus Niederbayern berichteten in der Nacht auf heute der Polizei von einem ungewöhnlichen Himmelsphänomen. Die erste Mitteilung bei der Einsatzzentrale des hiesigen Polizeipräsidiums ging gestern gegen 22.37 Uhr ein, heißt es. In der Nähe des Kernkraftwerks Ohu bei Landshut hatte ein Zeuge demnach eine helle und grelle Lichterscheinung gesehen. „Sofort wurde zum Leitstand des Kraftwerks Kontakt aufgenommen und mehrere Streifen dorthin geschickt“, so ein Polizeisprecher. Verdächtiges im und um das Kraftwerk sei allerdings nicht festgestellt worden. 

Weitere Mitteilungen seien dann wenige Minuten später eingegangen – aus dem Raum Neukirchen und auch dem nördlichen Kreis Straubing-Bogen. „Hier teilten Anrufer glaubhaft mit, einen glühenden Flugkörper, der einen Schweif hinter sich her zog, gesehen zu haben“, berichtet ein Polizeisprecher. Auch Polizeibeamte selbst machten ähnliche Feststellungen, wie es heißt. 

Schadensmeldungen seien bislang nicht eingegangen. „Derzeit wird davon ausgegangen, dass es sich unter Umständen um einen in die Erdatmosphäre eintretenden Himmelskörper handelte“, teilte das Polizeipräsidium Niederbayern heute Vormittag mit. Ob ein Zusammenhang mit dem Vorbeiflug eines Asteroiden an der Erde am morgigen Dienstag bestehe, sei derzeit noch nicht klar.

Der Leiter der Universitäts-Sternwarte München, Ulrich Hopp, erklärte dem "Bayerischen Rundfunk", dass es sich bei dem Himmelsphänomen um einen Meteoriten mittlerer Größe gehandelt haben müsse. Diese Körper würden auch als Feuerkugeln bezeichnet, heißt es weiter. Ein solches Phänomen komme ein bis zwei Mal jährlich vor, wird der Experte zitiert. 


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