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Der Austritt einer unbekannten Flüssigkeit rief heute in Pfaffenhofen Polizei, Feuerwehr und Behörden auf den Plan – Flasche mit lackartigem Inhalt im Wasser entdeckt – Ermittlungen wegen Gewässerverunreinigung und Untersuchungen laufen 

(ty/zel) Bei Bauarbeiten tauchte heute Vormittag in Pfaffenhofen plötzlich eine Art Ölfilm in der Ilm auf Höhe der Insel auf. Zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei sowie Behördenvertreter rückten an. Letztendlich stellte sich heraus, dass es sich um eine Art rote Lackfarbe handeln dürfte. Der noch nicht klar definierte Stoff drang augenscheinlich aus einer Glasflasche, die im Wasser lag. Die Wasserschutzpolizei ermittelt wegen Gewässerverunreinigung. Weitere Untersuchungen wurden eingeleitet.

 

Gegen 8.45 Uhr entstand nach Angaben der Pfaffenhofener Polizei während Grabungsarbeiten, die in der Ilm auf Höhe der Insel durchgeführt wurden, plötzlich ein bläulich schimmernder „Ölfilm“ auf dem Wasser. Die Arbeiten seien daraufhin sofort unterbrochen worden; die Feuerwehr und die Polizei wurden informiert.

Aus dieser Flasche gelangte eine lackartige Flüssigkeit in die Ilm – die Wasserschutzpolizei ermittelt.

Den rund angerückten 20 Einsatzkräften der hiesigen Feuerwehr gelang es unter der Regie von Vize-Kommandant Manfred Schweigard sehr schnell, eine Ölsperre in der Ilm zu errichten, um das weitere Ausbreiten der unbekannten Flüssigkeit zu verhindern. Anschließend galt es, der Ursache auf die Spur zu kommen. In Absprache mit dem Landratsamt, dem Wasserwirtschaftsamt und der für Umweltdelikte in der Region zuständigen Wasserschutzpolizei Beilngries versuchte ein Feuerwehrmann mit Haken und Handrechen festzustellen, ob ein Fass in der Ilm liegt oder ob irgendeine Leitung beschädigt worden war.

 

Was genau in der grünen Weinflasche ist, muss erst analysiert werden.

„Während dieser Untersuchung stiegen plötzlich rote Farbpigmente auf und es roch nach einer lackhaltigen Flüssigkeit“, berichtet Ulrich Pöpsel, der stellvertretende Leiter der Pfaffenhofener Polizeiinspektion. Schließlich fand man eine grüne Weinflasche ohne Etikett – und darin eine Art rote Lackfarbe.

 

Die Feuerwehr errichtete eine Ölsperre in der Ilm.

Zur genauen Abklärung der Inhaltsstoffe werden die Flasche sowie eine entnommene Wasserprobe zur Untersuchung geschickt, heißt es von der Polizei. Der Film auf der Ilm wurde schließlich mit Hilfe eines Spezialfahrzeugs von den Stadtwerken abgesaugt. Wie vor Ort zu erfahren war, muss das abgesaugte Gemisch zur Gesellschaft zur Entsorgung von Sondermüll (GSB) gebracht werden.

„Durch das umsichtige Handeln aller beteiligten Einsatzkräfte bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Umwelt“, heißt es von der Pfaffenhofener Polizei. Die Beilngrieser Wasserschutzpolizei hat indes die Ermittlungen wegen Gewässerverunreinigung aufgenommen – ein Straftatbestand nach Paragraf 324 des Strafgesetzbuchs. „Wer unbefugt ein Gewässer verunreinigt oder sonst dessen Eigenschaften nachteilig verändert, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft“, heißt es da. Übrigens ist bereits der Versuch strafbar.


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