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Oberbürgermeister Christian Lösel hatte nach dem Zuschlag für ein Digitales Gründerzentrum zur kollektiven Freude in den Historischen Sitzungssaal des Ingolstädter Rathauses geladen

(ty) Kollektive Freude war heute angesagt. In Ingolstadt wird, wie berichtet, ein digitales Gründerzentrum entstehen. Das hat die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) in der heutigen Kabinett-Sitzung bekanntgegeben. Und die Stadt hat deswegen eilends für heute Nachmittag eine Pressekonferenz einberufen. Dazu hatte man jedoch bereits gestern eingeladen. Was zeigt, wie sicher man sich im Rathaus seiner Sache war.

„Das ist für mich ein sehr schöner und ein ganz wichtiger Tag“, meinte denn auch Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Lösel (CSU) heute. „Und es ist ein sehr guter Tag für die Region und die Bürger, die in dieser Region leben.“ Insbesondere für die Kinder und Jugendlichen sei es ein besonderer Tag. „Sie können in Zukunft in der Region etwas verwirklichen, was wir bis vor wenigen Monaten gar nicht zu hoffen gewagt hatten. Das ist eine Zukunftsperspektive. Unser Jugendlichen können diese Chancen nutzen und damit unsere Heimatregion weiterentwickeln und wirtschaftlich und wissenschaftlich stärken.“

"Strategie 10 000"

Zudem sei es ein sehr guter Tag für die Hochschulen auf dem Weg zu ihrem Ziel, dereinst 10 000 Stundenten in Ingolstadt auszubilden. „Das digitale Gründerzentrum kann auch als Baustein verstanden werden für diese Strategie 10 000.“

Letztlich sei es auch ein guter Tag für die Ingolstädter Bürger, die gerne die Ingolstädter Historie saniert sehen wollen. Denn mit dem digitalen Gründerzentrum werde nun das Kavalier Dallwigk hergerichtet. Mit der Fertigstellung sei indes vor 2020 nicht zurechnen. Deswegen wird das Gründerzentrum bis dahin in anderen Räumen seinen Betrieb aufnehmen. Im Kavalier Dallwigk und einem Anbau soll es dann seine endgültige Heimat finden. Und auch ein Panorama-Restaurant. Das betone Lösel heute gleich mehrfach.

Dank an die Region

Lösel dankte heute allen, die an der erfolgreichen Bewerbung mitgewirkt hatten, die sich in der Stadt und der Region solidarisch erklärt hatten mit der Bewerbung und die unterstützt hatten – wie die umliegenden Landkreise der Region 10. Es sei schon etwas anderes, ob man sich auf der Basis von 130 000 Einwohnern bewerbe oder auf der Basis von 500 000.

„Aus jedem Regierungsbezirk ist mindestens ein förderfähiger Antrag zum Zug gekommen – aus Oberfranken und Oberbayern sogar zwei“, betonte Ministerin Aigner heute. In der Tat hat neben Ingolstadt auch Rosenheim – und damit zwei von drei Bewerbern – den Zuschlag bekommen. Die Chancen für Ingolstadt waren schon deswegen nicht ganz schlecht.

"Richtig durchstarten"

„Ich bin mir sicher, dass wir ausgehend von den neuen Gründerzentren einen enormen Schub bei der Digitalisierung und bei der Existenzgründung erleben werden“, sagte Aigner. Die enge Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft, von jungen Gründern mit bestehenden Unternehmen und Kapital in allen Regionen Bayerns sei ein Erfolgsrezept für Innovation. „An den ausgewählten Standorten können wir jetzt richtig durchstarten.“

Wo das Gründerzentrum in Ingolstadt angesiedelt wird, dass hatte der Stadtrat nach teilweise heftigen Diskussionen mehrheitlich beschlossen: Ins Kavalier Dallwigk, in dem eigentlich ein internationales Donaumuseum Platz finden sollte. Das jedoch hat man längst nachhaltig zu den Akten gelegt, zumal die Stadt im Augenblick ohnehin nicht in Geld schwimmt und das wirtschaftliche Profil von Ingolstadt doch deutlich mehr im Fokus der Verantwortlichen steht als das kulturelle. Für die Bewerbung um das digitale Gründerzentrum hatte sich der Stadtrat einstimmig ausgesprochen. Im Gegensatz zum Standort. 

"Zukunftsweisend"

Als zukunftsweisend für die Digitalisierung im Mittelstand bewertet die IHK für München und Oberbayern die heutige Entscheidung des bayerischen Kabinetts für zwei weitere digitale Gründerzentren in Oberbayern, eines davon in Ingolstadt. „Der Zuschlag für Ingolstadt ist ein wichtiger Schritt, um in der Region eine zentrale Plattform rund um das Thema Digitalisierung aufzubauen und damit die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes zu stützen“, sagte Elke Christian, die Leiterin der IHK-Geschäftsstelle Ingolstadt. 

 

"Alle an einem Strang gezogen" 

 

 „In den vergangenen Monaten haben alle gemeinsam an einem Strang gezogen. Die Zusage für ein digitales Gründerzentrum in Ingolstadt ist dafür der gerechte Lohn“, sagte der Wolnzacher Landtagsabgeordnete Karl Straub (CSU). Er ist sich sicher: „Unser digitales Gründerzentrum wird die Region enorm voranbringen.“

 

Die Expertenjury habe in dem vorgelegten Antrag hohes Potenzial erkannt, so Straub – zusammen mit den bereits etablierten Strukturen ergebe sich ein schlüssiges Gesamtkonzept. „Die nachhaltige Unterstützung von technologieintensiven Start-Ups ist für unsere wirtschaftliche Zukunft besonders entscheidend“, so Straub. 

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