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Im vergangenen Jahr waren nach Angaben des Vereins "Leben retten" über 40 Schichten an den Standorten Pfaffenhofen und Geisenfeld nicht besetzt

(ty) Nur mit kräftiger Unterstützung des Vereins "Leben retten" lässt sich der Notarzt-Dienst im Landkreis Pfaffenhofen in der gewohnten Form aufrecht erhalten. Das wurde bei der diesjährigen Mitgliederversammlung wieder deutlich – und darauf weist der Verein jetzt auch noch einmal ausdrücklich hin. Trotzdem waren im vergangenen Jahr mehrere Notarzt-Schichten nicht besetzt.

„Jede Unterstützung freut mich, weil wir das Geld dringend benötigen“, sagte Altlandrat Rudi Engelhard (CSU), der Vorsitzende des Vereins, zu Beginn seines Rückblicks auf das vergangene Jahr. Es bedurfte demnach großer Anstrengungen, die Notarzt-Dienste zu besetzen. Nicht immer sei dies gelungen. „Bis November waren am Standort Geisenfeld 30 Schichten und in Pfaffenhofen zwölf Schichten auch bei größter Anstrengung nicht zu besetzen.“ Der Zweckverband für Rettungsdienst- und Feuerwehr-Alarmierung habe deshalb in seiner Dezember-Sitzung ein Gutachten in Auftrag gegeben. Geprüft werden solle die Situation des Notarzt-Dienstes in der Region Ingolstadt. 

 

Weiterhin Sorge bereitet die Versorgung der beiden Notarzt-Standorte im Landkreis mit Medizinern, die bereit sind, den Notarzt-Dienst zu übernehmen. Der Verein „Leben retten“ habe im vergangenen Jahr für vier Ärzte die Kurskosten in Höhe von jeweils 900 Euro übernommen, erklärte Engelhard. Zu hoffen sei, dass diese Notärzte dann auch längerfristig dem Landkreis erhalten bleiben. Weiterhin von großer Bedeutung seien deshalb Spenden und Zuwendungen. 

Engelhard bedankte sich ausdrücklich bei allen, die den Verein monetär unterstützten. Angefangen von Privatpersonen über Unternehmen und Kommunen bis hin zur Kreisbehörde. „Wer einmal selbst erlebt hat, wie lebenswichtig der Notarzt ist, der spendet auch“, so Engelhard. Von den Spenden sei unter anderem auch ein Videolaryngoskop im Wert von 8000 Euro bestellt worden. Das Gerät sei eine wertvolle Hilfe für Arzt und Patient bei Notfall-Intubationen. 

 

Olaf Ruchnewitz, Leitender Notarzt und Vizevorsitzender des Vereins „Leben retten“, berichtete von 1475 Einsätzen im vergangenen Jahr, die von Geisenfeld und von 1425 Einsätzen, die von Pfaffenhofen aus angefahren wurden. Dass es im Jahr 2015 in Geisenfeld mit 1527 Einsätzen mehr waren, führte er auf die Unterbesetzung mit Notärzten zurück. „Auch an der Ilmtalklinik war es nicht möglich, immer den Notarzt-Dienst aufrecht zu erhalten.“ Außerdem habe es einige Einsätze gegeben, die die Integrierte Leitstelle Landshut angefordert habe. Die im hiesigen Landkreis tätigen Notärzte kämen immer häufiger von weit her: Erlangen, Nürnberg oder etwa Regensburg.  

Nachdem Schatzmeister Michael Hoyer über einen mehr oder weniger konstanten Mitgliederstand von 94 Personen berichtet und die Einnahmen von 163 000 Euro den Ausgaben zum Jahresende in Höhe von 127 200 Euro gegenüber gestellt hatte, wurde der Vorstand einstimmig entlastet. „Mit dem verbleibenden Geld wird jetzt die Notarzt-Jahresabrechnung 2016 der Ilmtalklinik in Höhe von 37 000 Euro beglichen“, erklärte Engelhard. 

  

Erfreut über zwei Spenden an „Leben retten“ zeigten sich Engelhard (auf dem Foto links) und Ruchnewitz (rechts) anlässlich der Jahresversammlung des Vereins. 500 Euro in bar mit dabei hatte Florian Schranz (Zweiter von links), der Vorsitzende der Pfaffenhofener CSU. Das Geld kam bei der Jahresabschlussfeier zusammen. Im Auftrag der Vereine aus Baar-Ebenhausen überbrachten der Baarer Feuerwehr-Vorsitzende Peter Widmann (Dritter von rechts) und sein Vize Stefan Winter einen symbolischen Scheck über 1000 Euro. Dieser Betrag stammt aus den Einnahmen beim vergangenen Faschingszug.

Wer den Verein "Leben retten" unterstützen will, kann dies tun über dessen Spendenkonto bei der Sparkasse Pfaffenhofen unter der IBAN-Kontonummer: DE13 7215 1650 0000 0868 68.


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