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27-Jähriger landet nach Irrfahrt auf gestohlenem Drahtesel in der Psychiatrie –  Zuvor war er vor der Polizei geflüchtet und hatte Selbstmord-Absichten geäußert

(ty) Gestern kurz nach 10 Uhr, ging bei der Einsatzzentrale der Münchner Polizei die Meldung über einen Geisterradler ein. Der Pedalritter war demnach nicht nur auf der Standspur der Autobahn A95 unterwegs, sondern zudem entgegen der Fahrtrichtung. Die angerückten Beamten machten den Radler – einen 27-jährigen Asylbewerber aus Algerien – an der Anschlussstelle Kreuzhof ausfindig. Als sie ihn stoppen wollten, flüchtete er allerdings mit seinem Rad auf der Autobahn in falscher Richtung. Was eine Verfolgung für die Gesetzeshüter erst einmal unmöglich machte.

 

Der flüchtende Radler fuhr – so wurde heute gemeldet – mitten auf der A 95 bis in den Luise-Kiesselbach-Tunnel. Dieser wurde gesperrt, um eine Gefährdung für den 27-Jährigen sowie die restlichen Verkehrsteilnehmer zu minimieren. An der Ausfahrt des Tunnels, auf der Garmischer Straße, „konnte der flüchtende Radfahrer unter Anwendung von unmittelbarem Zwang gestoppt und die Weiterfahrt auf dem Fahrrad unterbunden werden“, so ein Polizei-Sprecher.

Der 27-Jährige habe jedoch weiterhin versucht zu fliehen, so dass ihm schließlich Handschellen angelegt werden mussten. Der 27-Jährige gegenüber der Polizei an, Schmerzen am rechten Bein zu haben – die er sich aber nicht durch die Maßnahmen der Polizeibeamten zugezogen habe. Eine ärztliche Untersuchung lehnte er indes ab.

 

Während der polizeilichen Maßnahmen „fing der 27-Jährige plötzlich an zu schreien“, heißt es im Polizeibericht. Er habe in englischer Sprache geäußert, dass er sich umbringen wolle. Auch seine Fahrt auf der Autobahn habe er mit Suizidabsichten begründet. Insgesamt wirkte der Algerier nach Angaben der Polizeibeamten verwirrt und desorientiert. Er wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. 

Das Fahrrad, mit dem der Mann unterwegs war, wurde polizeilich beschlagnahmt – weil es geklaut worden war. Den 27-Jährigen erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und des Fahrrad-Diebstahls. 


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