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Aufsehen erregende Fälle aus den aktuellen bayerischen Polizeiberichten

Motorrad schleudert in Familie: Vier Tote

(ty) Gestern kam es kurz nach 19.30 Uhr auf der Staatsstraße 2006 zwischen Zaumberg und Immenstadt im Allgäu zu einem schrecklichen Unfall, der inzwischen vier Menschenleben gefordert hat. Ein 24-Jähriger fuhr mit seinem Motorrad in Richtung Immenstadt, als er auf Höhe des Freibades „Kleiner Alpsee“ aus noch unbekannter Ursache die Kontrolle über die Maschine verlor. Er schleuderte mit dem Motorrad in eine Menschengruppe neben der Fahrbahn. Bei den Personen handelt sich dabei um eine Familie aus dem Oberallgäu.

Die 48-jährige Mutter und der 14-jährige Sohn wurden so schwer verletzt, dass beide noch an der Unglücksstelle starben. Die 16-jährige Tochter kam lebensgefährlich verletzt in eine Klinik, wo sie inzwischen ebenfalls gestorben ist. Auch der 24-jährige Motorrad-Lenker wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht – er erlag diesen am heutigen Nachmittag.

Die Beamten der Kemptener Verkehrspolizei prüfen im Rahmen der Unfallermittlungen, ob der Motorrad-Fahrer einen so genannten Wheelie“ gefahren und dadurch die Kontrolle über seine Maschine verloren hat. Außerdem ist die gefahrene Geschwindigkeit Gegenstand der Ermittlungen. In die Untersuchungen ist auch ein Sachverständiger mit eingebunden, der von der Staatsanwaltschaft Kempten hinzugezogen wurde.

 

Flucht nach tödlichem Unfall

(ty) Bei einem Unfall auf der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Etzenricht und Weiherhammer (Kreis Neustadt/Waldnaab) wurde ein Radler tödlich verletzt. Der unfallverursachende Pkw-Fahrer flüchtete. Heute gegen 8 Uhr fand ein Mitarbeiter der Straßenmeisterei die männliche Leiche neben der Fahrbahn – in der Nähe des Badeweihers Weiherhammer – und verständigte die Polizei.

Die Beamten entdeckten ein demoliertes Fahrrad, das in unmittelbarer Nähe zu der toten Person im Straßengraben lag. Zudem fanden sie mehrere Teile eines Fahrzeugs der Marke VW und nahmen Ermittlungen auf. Zur Klärung der genauen Umstände richtete die Inspektion Neustadt/Waldnaab umgehend eine Ermittlungsgruppe ein; dieser gehören auch Spezialisten der Verkehrspolizei und Ermittler der Kripo an. Außerdem kamen ein Sachverständiger für Unfallanalyse und ein Vertreter der Staatsanwaltschaft an die Unfallstelle.

Da die benachbarten Polizei-Dienststellen durch die Informationen über den Verkehrsunfall besonders sensibilisiert waren, gelang es, eine Mitteilung über ein beschädigtes Fahrzeug, die bei der Polizeiinspektion Vohenstrauß eingegangen war, mit dem Unfallgeschehen in Verbindung zu bringen. Bei den Überprüfungen zeigte sich dann, dass es sich tatsächlich um das gesuchte Fahrzeug handelte.

Zunächst wurden in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft gegen den Fahrzeughalter und eine weitere Person Ermittlungen aufgenommen. Nach derzeitigem Kenntnisstand konzentrieren sich die Ermittlungen gegen den Fahrzeughalter, einen 31-Jährigen mit Wohnsitz im Landkreis Neustadt/Waldnaab.

Die Kriminalpolizei übernahm die Spurensicherung an dem Fahrzeug. Bei dem getöteten Fahrradfahrer handelt es sich um einen 63-Jährigen aus dem Landkreis Neustadt/Waldnaab. Eine Obduktion wurde in Auftrag gegeben. Für die Ermittler sind Personen, die das Unfallgeschehen beobachten konnten oder etwas Verdächtiges wahrgenommen haben, besonders wichtig. Sie werden dringend gebeten, sich unter der Rufnummer (0 96 02) 94 02 0 zu melden.

 

Wüste Szenen in Aufnahme-Einrichtung: Polizisten sogar von Kindern attackiert

(ty) Zu massiven Behinderungen und Angriffen auf Polizeibeamte ist es am Montagmittag in der Aufnahme-Einrichtung im Kasernenweg in Schweinfurt gekommen. Bis zu 20 Streifenwagen waren im Einsatz, um die Situation zu beruhigen. Die Beamten wurden sogar von Kinder attackiert. Sie nahmen mehrere Bewohner vorläufig fest sowie gewaltbereite Kinder in Gewahrsam.

Anfänglich sah alles nach einem Routine-Einsatz aus, als eine Streife der Schweinfurter Polizei einer Mitteilung des Sicherheitsdiensts über vermutlich gestohlene Fahrradteile nachgehen wollte. Schnell mussten jedoch weitere Streifen aus dem Bereich Schweinfurt und Würzburg hinzugezogen werden, da plötzlich mehrere Bewohner den Einsatz massiv behinderten und die Polizeibeamten mit Fahrrädern, Steinen sowie allen möglichen griffbereiten Gegenständen angriffen.

Gegen die gewaltbereiten Bewohner mussten sich die Beamten teilweise unter Einsatz des Pfeffersprays zur Wehr setzen. Selbst Kinder griffen zu Steinen und bewarfen die Polizisten – ein Kind verletzte einen Angestellten des Sicherheitsdiensts leicht mit einem Messer am Arm. Acht Polizisten erlitten Verletzungen in Form von Bisswunden und Prellungen, drei Beamte konnten ihren Dienst aufgrund der Verletzungen nicht mehr fortsetzen.

Resultat des Einsatzes waren mehrere vorläufige Festnahmen und Ingewahrsamnahmen der gewaltbereiten Kinder. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte ein Großteil der Personen wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Eine 18-Jährige und ein 15-Jähriger kamen aufgrund psychischer Auffälligkeiten in ein Bezirkskrankenhaus beziehungsweise eine Jugendpsychiatrie. Die weitere Betreuung der Kinder übernahm der soziale Dienst der Erstaufnahme-Einrichtung. Die Ermittlungen bezüglich mehrerer Widerstände gegen Vollstreckungsbeamte, gefährlicher Körperverletzung, Gefangenenbefreiung sowie weiterer Delikte laufen.

 

Maskierter Mann außer Rand und Band

(ty) Mit einem maskierten Mann, der außer Rand und Band war, mussten in der Nacht auf heute Passanten in Kulmbach Bekanntschaft machen. Kurz vor 22 Uhr ging der Maskierte auf eine Gruppe junger Leute zu, die sich am Real-Parkplatz aufhielt. Da der Gruppe das Verhalten des Mannes bereits verdächtig vorkam, zogen sich die jungen Leute vorsorglich ins Auto zurück und versperrten die Tür.

Am Wagen schlug der Mann mit einem Messer in der Hand gegen die Seitenscheibe und beschädigte diese. Geistesgegenwärtig fuhr die Fahrerin los und konnte Schlimmeres verhindern. Schnell schwenkte der Mann auf einen ebenfalls geparkten Wagen um, in dem sich ein junges Pärchen befand. Noch ehe der Mann das Auto erreichen konnte fuhr der Fahrer los.

Ein Rollerfahrer erkannte die Situation und stieg ebenfalls schnell mit in den Wagen. Jetzt allerdings bekam der Roller die Aggressionen des Mannes zu spüren. Der Maskierte trat solange auf das Gefährt ein, bis es umstürzte. Anschließend flüchtete der Maskierte mit dem Fahrrad in Richtung Innenstadt.

Trotz sofort eingeleiteter Fahndung der Polizei blieb der Täter bis kurz vor Mitternacht verschwunden – bis er am Holzmarkt die Reifen eines geparkten Autos zerstach. Ein Zeuge alarmierte sofort die Polizei, die wenige Augenblicke später vor Ort war. Allerdings war der Mann schon wieder über alle Berge. Noch in der Nacht meldete sich der Gesuchte jedoch freiwillig bei der Kulmbacher Polizei.

Er wurde festgenommen. Zwei Messer, darunter auch ein verbotenes Einhandmesser, wurden sichergestellt. Den Mann erwartet nun eine Reihe von Anzeigen, zudem wurde er wegen seiner Aggressivität ins Bezirkskrankenhaus eingewiesen. Der Grund für seinen Aussetzer lag wohl darin, dass er kurz zuvor seine Arbeitsstelle verloren hatte. 

50 Kubikmeter Gülle ausgelaufen

(ty) In der Nacht zum Dienstag traten aus einem landwirtschaftlichen Betrieb in Holzburg etwa 50 Kubikmeter Gülle aus. Ein großer Teil davon lief in den Badegraben und von dort in den Eisenbach. Das Gewässer und die anliegenden Fischweiher wurden dermaßen verunreinigt, dass alle Fische starben. Sogar in der Ortschaft Rinnenthal konnte noch festgestellt werden, dass der Eisenbach erheblich verunreinigt war.

Das Landratsamt Aichach-Friedberg als zuständige Behörde sowie das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth waren vor Ort und veranlassten die für die Gefahrenabwehr notwendigen Schritte. Es wurden Wasser- und Fischproben genommen, um den Schaden dokumentieren zu können. Die Polizeiinspektion Friedberg wurde hinzugerufen. Es wird Anzeige an die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Gewässerverunreinigung erstattet. Der genau entstandene Sachschaden kann noch nicht beziffert werden.

 

Staub-Explosion: 150 000 Euro Schaden

(ty) Ein technischer Defekt dürfte nach ersten Erkenntnissen der Brandermittler eine schadensträchtige Explosion am gestrigen Abend in einer Mühle in Draisendorf (Kreis Forchheim) verursacht haben. Kripo-Beamte hatten noch während der Löscharbeiten die Ermittlungen an dem Betriebsgelände aufgenommen. Heute konnten nun die Spezialisten das Gebäude betreten und genauer untersuchen.

Demnach dürfte es aufgrund eines technischen Defekts an einem Förderband zu der Staub-Explosion in dem Silo gekommen sein, wodurch das Betriebsgebäude stark beschädigt wurde. Gleichzeitig entwickelte sich im Bereich des Silodaches ein Schwelbrand, der von der Feuerwehr mit Hilfe einer Drehleiter bekämpft wurde. Die Ermittler gehen mittlerweile von einem Sachschaden in Höhe von rund 150 000 Euro aus.

  

Geklauter Maserati sichergestellt, Fahrer in U-Haft

(ty) Am Montag war gegen 9 Uhr der Diebstahl eines Maserati im Bereich Frankfurt/Main gemeldet worden; die Nobelkarosse im Wert von zirka 125 000 Euro wurde dann in Straubing festgestellt. Nach entsprechenden Observationsmaßnahmen wurde kurze Zeit darauf der Fahrer, ein 39-jähriger Serbe, durch eine Zivilstreife der Polizei festgenommen. Der Maserati wurde sichergestellt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erging gegen den Serben Haftbefehl. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

 

Dicke Luft im Schweinestall

(ty) Für die ausreichende Belüftung eines Schweinestalls musste am gestrigen Nachmittag die Feuerwehr in Bad Rodach (Kreis Coburg) sorgen. Nach einem Ausfall der Lüftungsanlage aufgrund eines Brandes kamen die Einsatzkräfte den Tieren zu Hilfe. Die Mitteilung über den Brand im Schweinestall ging bei der Coburger Polizei ein. Die ebenfalls informierte Feuerwehr rückte mit starken Kräften an.

Vor Ort stellten die Einsatzkräfte dann fest, dass in dem Stall glücklicherweise kein offenes Feuer ausgebrochen war. Die Feuerwehrleute hatten den Brand, der sich auf die Lüftungsanlage beschränkte, schnell gelöscht. Durch die ausgefallene Lüftung entstand jedoch vorübergehend eine starke Erwärmung und es herrschte dicke Luft im Schweinestall.

Die beherzten Feuerwehrleute übernahmen deshalb bis zur Installierung eines Notstromaggregats die ausreichende Belüftung in dem Gebäude und sorgten für frische Luft. Ebenfalls herbeigerufene Tierärzte kümmerten sich derweil um die im Stall verbliebenen Schweine. Für die Tiere bestand durch den Brand allerdings keine direkte Gefahr. 


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