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Als der geflüchtete Beschuldigte (44) seine zuvor im Streit niedergestochene Ex-Freundin (37) dann im Krankenhaus erneut aufsuchen wollte, wurde er festgenommen.

(ty) Gestern ist es in einer Asylbewerber-Unterkunft in Neuburg zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen, bei der zwei Personen mit einem Messer verletzt worden sind. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung wurde ein Tatverdächtiger festgenommen. Der 44-jährige Nigerianer wurde heute auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ingolstadt beim Amtsgericht in Neuburg dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl gegen den Beschuldigten. Es wurde ein Verfahren wegen des Verdachts der versuchten Tötung eingeleitet

Am gestrigen Nachmittag, es war gegen 14 Uhr, bekam die örtliche Polizeiinspektion zunächst von einem diensthabenden Arzt der Notaufnahme des Neuburger Krankenhauses die Mitteilung, dass eine junge Frau mit Stichverletzungen eingeliefert worden war. "Sofort eingeleitete Ermittlungen ergaben, dass es in der Asyl-Unterkunft zu einer Auseinandersetzung gekommen war", berichtet heute ein Sprecher des in Ingolstadt ansässigen Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord.

Die in der besagten Asyl-Unterkunft untergebrachte Frau, eine 37-jährige Nigerianerin, habe gegenüber der Polizei angegeben, dass sie gestern Nachmittag von ihrem Ex-Freund in der Unterkunft besucht worden sei. Dabei sei es zu einem Streit gekommen. "Im Zuge der verbalen Auseinandersetzung griff der Tatverdächtige zu einem dort befindlichen Küchenmesser und verletzte mit diesem die junge Frau", teilte die Polizei heute zu den bisherigen Erkenntnissen mit.

Ein Zimmernachbar, der die Schreie des Opfers gehört habe, sei der Frau zur Hilfe geeilt und habe beherzt in das Geschehen eingegriffen. Dabei sei der 37-jährige Helfer von dem Tatverdächtigen ebenfalls mit dem Messer am linken Unterarm verletzt worden. Zusammen mit weiteren Unterkunfts-Bewohnern sei es aber schließlich gelungen, den Beschuldigten von weiteren Taten abzuhalten, woraufhin dieser die Flucht ergriffen habe. Die 37-jährige Nigerianerin wurde dann wegen der erlittenen Stichverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. "Eine konkrete Lebensgefahr bestand nicht", so ein Polizei-Sprecher.

Sofort eingeleitete Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen, in die zahlreiche Beamte eingebunden waren, verhinderten laut aktuellen Polizeiangaben zum einen ein mögliches Absetzen des – aus Italien angereisten – Beschuldigten und führten zu anderem noch am gestrigen Tage zur Festnahme des Mannes. "Denn als dieser sein Opfer nochmals im Krankenhaus aufsuchen wollte, griffen die Beamten der Kriminalpolizei Ingolstadt zu und nahmen den 44-Jährigen fest", teilte das Polizeipräsidium mit. Jetzt sitzt der Beschuldigte in U-Haft, gegen ihn steht der Verdacht eines versuchten Tötungsdelikts im Raum. 


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