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Größerer Polizei-Einsatz am gestrigen Nachmittag in München-Laim. Die Migranten, darunter ein Kleinkind, waren aus Italien gekommen.

(ty) Am gestrigen Nachmittag wurde der Bundespolizei eine größere Anzahl von Personen gemeldet, die am Güterbahnhof München-Laim von einem Güterzug abgesprungen sind, mit dem sie illegal aus Italien eingereist waren. Im Zuge der sofort eingeleiteten Suche wurden laut heutiger Mitteilung dann insgesamt 15 Afrikaner im Alter zwischen 20 und 36 Jahren aufgegriffen. Eine unbekannte Anzahl von Personen hatte sich laut Zeugenaussagen am nahen S-Bahn-Haltepunkt per S-Bahn entfernt. Damit erhöhte sich die Zahl der heuer in Münchner Bahnanlagen aufgegriffen Migranten – nach zwölf im Januar und sieben im Februar – auf nunmehr 34, wie die Bundespolizei mitteilte. "Nach längerer Zeit war dies erstmals wieder ein Aufgriff einer größeren Gruppe."

 

Die Notfall-Leitstelle der Deutschen Bahn und die Einsatz-Zentrale des Polizeipräsidiums München informierten die Bundespolizei gegen 16.15 Uhr über die größere Anzahl von Personen, die am Güterbahnhof München-Laim von einem Güterzug abgesprungen waren. Nach Sperrung der Gleise des Güterbahnhofs sowie der ICE-Abstellanlage wurden unter Hinzuziehung eines Helikopters der Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim von mehreren Streifen der Landes- und Bundespolizei insgesamt 15 Personen im Gleisbereich des Güterbahnhofs gestellt. Laut Polizei handelt es sich um neun Nigerianer, darunter eine Frau und ein Kleinkind, sowie fünf Ghanaer und einen Somalier). "Alle 15 Personen waren körperlich unversehrt und benötigten keine ärztliche Versorgung", so ein Polizei-Sprecher. 

 

Aus dem Polizeihubschrauber sei festgestellt worden, dass an einem Lkw-Auflieger die Dachplane aufgeschlitzt worden war. "Im Auflieger befanden sich keine Personen mehr." Die Beamten fanden nur noch Essensreste und Hinweise auf Reisebewegungen der Personen in Italien. Eine Befragung von Reisenden am S-Bahnhof Laim habe ergeben, dass bereits mehrere Personen aus Richtung des Güterbahnhofs gekommen und in diverse S-Bahnen eingestiegen waren. Die geflüchteten Personen konnten von der Polizei nicht mehr ausfindig gemacht werden. Die 15 aufgegriffenen Migranten waren per Güterzug aus Italien unerlaubt in die Bundesrepublik eingereist; sie wurden der bayerischen Polizei übergeben.


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