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Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die wichtigsten Daten über den vergangenen Monat zusammengestellt. Große Temperatur-Unterschiede.

(ty) Nachdem der Dezember und der Januar den Wasserhaushalt in Deutschland ein wenig aufbessern konnten, lief der Februar heuer wieder in die andere Richtung. Erneut dominierten Hochdruck-Gebiete mit geringer Bewölkung. Sie sorgten damit für außergewöhnlich viel Sonnenschein und sehr große Temperatur-Unterschiede zwischen Tag und Nacht. Insgesamt lagen die Durchschnitts-Temperaturen und die Zahl der Sonnenschein-Stunden weit über dem vieljährigen Mittel. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Mess-Stationen.

 

Mit 3,9 Grad Celsius lag im Februar der Temperatur-Durchschnitt um 3,5 Grad über dem Wert der international gültigen Referenz-Periode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung nach oben 2,9 Grad. Ungewöhnlich – seit April vergangenen Jahres lagen alle Monate in Deutschland über dem Schnitt. Ursache waren diesmal zahlreiche Hochdruck-Gebiete über Mitteleuropa. In den oft klaren Nächten kühlte sich die Luft besonders über Schneeflächen stark ab. So sank die Temperatur am 5. Februar in Waldmünchen im Oberpfälzer Wald auf minus 17,9 Grad und damit auf den tiefsten Wert des Monats.

Tagsüber herrschte dagegen bei prallem Sonnenschein oft schon frühlingshafte Wärme. An vielen DWD-Messstellen wurden neue Tageshöchsttemperaturen für den Februar verzeichnet. So auch in Geilenkirchen, nördlich von Aachen, wo am 17. Februar bereits das Quecksilber auf 20,6 Grad kletterte. Am 26. Februar konnte man in Kaiserslautern sogar 21,3 Grad verzeichnen. Die Messstelle Reit im Winkl meldete am 18. Februar in der Frühe noch 11,8 Grad minus, tagsüber kletterte die Temperatur dann auf plus 14,1 Grad.

 

Während der Dezember und der Januar in Deutschland insgesamt für eine leichte Entspannung der Dürre-Situation gesorgt hatten, erreichte der Februar mit rund 30 Liter pro Quadratmeter (l/m²) nur 60 Prozent seines Solls von 49 l/m². Am trockensten war es dabei an einigen DWD-Stationen im südlichen Sachsen-Anhalt, im Norden von Sachsen und Thüringen mit Monatsmengen von weniger als fünf l/m². Schierke im Harz meldete dagegen allein am 10. Februar nach schauerartigem, ergiebigem Regen 57,9 l/m².

Den meisten Regen und Schnee erhielt im Februar der unmittelbare Alpennordrand mit örtlich mehr als 120 l/m². Bei Temperaturen von null Grad brachte das Mittelmeertief "Quirin" am 3. Februar vor allem in Niederbayern, der südlichen Oberpfalz und in Sachsen verbreitet nochmals mehr als 30 Zentimeter Neuschnee. Dieser war meist pappig und schwer, so dass viele Bäume unter der großen Last zusammenbrachen. Zahlreiche Schulen blieben am 4. Februar geschlossen.

 

Mit rund 130 Stunden kam der Februar in diesem Jahr auf beeindruckende 179 Prozent seines Solls von 73 Stunden. Er überbot damit wohl knapp den Februar des Jahres 2003, der bisher mit 129 Stunden an der Spitze der Statistik gelegen hatte, die beim Deutschen Wetterdienst seit 1951 geführt wird. Viele Wetter-Stationen des DWD in Deutschland meldeten neue Februar-Rekorde. Am meisten schien die Sonne in Baden-Württemberg, mit örtlich über 175 Stunden – am wenigsten in Vorpommern mit gebietsweise unter 90 Stunden.

Kühles Bayern

Bayern war mit durchschnittlich 1,9 Grad im Februar das kälteste Bundesland. Der Niederschlag betrug etwa 35 l/m² und der Sonnenschein rund 140 Stunden. Große Mengen an Nass- und Pappschnee fielen nochmal am 3. Februar vor allem in Niederbayern und der südlichen Oberpfalz. In Rottenburg, nordwestlich von Landshut, wuchs die Schneedecke um 43 Zentimeter an. In Holzkirchen lagen nun insgesamt sogar 75 Zentimeter. Auch der Bayerische Wald meldete am 4. Februar viel Schnee: St. Englmar 113 Zentimeter und Neureichenau-Duschlberg 155 Zentimeter. Viele Bäume brachen unter ihrer schweren Last zusammen. Zahlreiche Schulen blieben am 4. Februar geschlossen. Abseits der Berggipfel lag die weiße Pracht am 12. Februar in Balderschwang mit 196 Zentimeter am höchsten.

 

Am 5. Februar stieg die Temperatur in Oberviechtach und Waldmünchen in der Oberpfalz nicht über minus fünf Grad. In Kitzingen in Unterfranken, zeigte das Thermometer dagegen plus sieben Grad. Mit minus 17,9 Grad am fünften Tag des Monats verbuchte die bundesweit tiefste Temperatur diesmal Waldmünchen in der Oberpfalz. Der winterliche Abschnitt im Osten Bayerns ging am 7. Februar durch Regen mit gleichzeitiger Glatteisbildung zu Ende. Riesig groß waren die Temperatur-Unterschiede zwischen Tag und Nacht zur Mitte des Monats in den schneebedeckten Gebieten: Am 18. Februar meldete Reit im Winkl nach einem Frühminimum von minus 11,8 Grad ein Tagesmaximum von plus 14,1 Grad Celsius. 


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